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Ski-Legende Christian Neureuther schildert dramatische Krankheits-Details - „Hatte verdammtes Glück“

Sein Name ist auf ewig mit dem deutschen Wintersport verbunden. Nun musste er eine schwere Zeit durchleben und kämpfen: Christian Neureuther.

Garmisch-Partenkirchen - Es passierte im Wald: Christian Neureuther wurde bei der Holzarbeit von einer Zecke gebissen. Die deutsche Wintersport-Legende infizierte sich so vor Monaten mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, umgangssprachlich auch Hirnhautentzündung genannt. Eine Krankheit, die einen schweren und gefährlichen Verlauf nehmen kann - und im schlimmsten Fall tödlich ist.

Neureuther gab jetzt beklemmende Einblicke in eines der gefährlichsten Rennen seines Lebens. Die gute Nachricht: Der 72-Jährige hat es gewonnen. Gegenüber der Bild am Sonntag sagt er nun: „Ich hatte verdammtes Glück. Den Zeckenbiss selbst hatte ich nicht bemerkt. Erst ein paar Wochen nach dem Holzmachen ging es mir nicht gut. Ich dachte, es sei eine Gürtelrose. Auf Druck unseres Sohnes ging ich dann ins Garmischer Krankenhaus.“

Christian Neureuther: Hirnhautentzündung bei deutscher Ski-Legende

Felix Neureuther, selbst eine deutsche Ski-Ikone, hatte zum Glück den richtigen Riecher. In der Klinik wurde Neureuther Senior dann untersucht. Schnell stand fest: Hirnhautentzündung! Den einstigen Slalom-Spezialisten erwischte es richtig heftig. „An die erste Woche habe ich keine Erinnerung. Ich war komplett apathisch, hatte Bewusstseinsstörungen und wohl auch Fieber“, sagt Christian Neureuther gegenüber der Bild.

Und weiter: „Ich kam dann ins Klinikum Innsbruck auf die Neurologische Abteilung. Mein Gehirn funktionierte nicht mehr richtig. Vor meinen Augen schwamm alles von links nach rechts. Der Schwindel war Wahnsinn. Nachts, als ich zur Toilette musste, hat’s mich richtig an die Wand geschlagen. Ich konnte mich nicht aufrecht halten.“

Ski-Ikone Christian Neureuther wochenlang im Krankenhaus: Familie half ihm in schwerer Zeit

Glücklicherweise rappelte sich Neureuther dann auf. Es ging ihm besser, auch dank der anschließenden Behandlung in einer Rehaklinik am österreichischen Thiersee. Dort wurde er laut Bild drei Wochen lang therapiert. Zwar habe Neureuther immer noch starke Rückenschmerzen, niedrigen Blutdruck und es falle ihm schwer, den Kopf zu drehen.

Aber: „Das wird schon wieder“, meint er in seiner gewohnt bayerisch-optimistischen Art. Was ihm in dieser schweren Zeit geholfen hat? Klar, die Familie! Gattin Rosi Mittermaier-Neureuther, Olympiasiegerin und Weltmeisterin, wich nicht von seiner Seite. Sohn Felix und Tochter Ameli halfen, wo sie nur konnten. Die Neureuthers hielten einmal mehr zusammen.

Christian Neureuther geht es wieder besser: „Ich war eigentlich nie verzweifelt während dieser schlimmen Phase“

Christian Neureuther ist auch - oder gerade deshalb - weiterhin zuversichtlich: „Ich glaube fest daran, dass die Psyche auch extrem viel hilft und heilt. Ich war eigentlich nie verzweifelt während dieser schlimmen Phase. Wir als Familie haben gesagt: Wir schaffen das. Ich hatte die allerbesten Ärzte, meine Rosi, unsere Kinder und die Enkel.“

Ein weiteres Rezept, um zu gesunden: gute Laune. Vielleicht konnte Papa Christian ja zuletzt über einige Bilder von Sohn Felix und Schwiegertochter Miriam lachen. (akl)