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So wird der „Tatort“: Moritz Eisner muss zum Arbeitsamt

Wien -

Heiß ist es in Wien im neuen Tatort des österreichischen Teams, das vor noch nicht mal zwei Monaten zuletzt ermittelte. Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) ist eigentlich nur zu Besuch in die Heimat gekommen, in den Niederlanden soll er in wenigen Tagen ein lang ersehntes Projekt bei Europol und der EU-Antikorruptionsbehörde OLAF  antreten.

Doch dann kommt alles anders. Zu Beginn von „Verschwörung” zieht der erfahrene Kriminalist eine Nummer beim Arbeitsamt, der Schweiß steht ihm auf der Stirn - vermutlich nicht nur wegen der Hitze. 

Als er dran ist, schaut die Dame in seine Unterlagen und fragt überrascht: „Gekündigt nach 35 Jahren bei der Polizei, was haben sie denn gemacht?“ Eisner antwortet trocken: „Meinen Job“.

Nach diesem Auftakt springt der Film zurück und erzählt, wie es so weit kommen konnte. Bibi Fellner (Adele Neuhauser) joggt durch den Wald und begegnet dabei zufällig einem hohen Beamten des Innenministeriums. Wenig später ist der Mann tot.

Die Sache ist heikel, schnell ist klar, dass es einflussreiche Kräfte gibt, die drauf drängen, den Tod als natürlichen Herzinfarkt zu den Akten zu legen. Doch Eisner und Fellner trauen dieser Sichtweise nicht. 

Der Tote war in einen Immobilienskandal verwickelt - wie viele andere Kollegen auch. Konsequenzen hatte das für sie nicht. Nun lebte er in einer schicken Villa mit seiner deutlichen jüngeren Frau. Sein eitler Ex-Kollege Dr. Leytner (Matthias Franz Stein), der ebenfalls an der Sache beteiligt war, wohnt gleich nebenan. Als Eisner ihm zu viele unangenehme Fragen stellt, ist er plötzlich raus aus den Ermittlungen - und aus seinem Job.

Und dann ist da noch ein mindestens ebenso eitler Sportarzt, der den Toten auf den Marathon vorbereiten sollte , beste Verbindungen in die Dopingszene hat - und dessen Frau offensichtlich sehr gut kennt.

Die beiden "Tatort"-Neulinge Claudia Jüptner-Jonstorff (Regie) und Ivo Schneider (Buch) präsentieren den Zuschauerinnen und Zuschauern einen Strauß möglicher Motive und mindestens ebenso viele Verdächtige. 

Es geht um Intrigen, Korruption, Doping, Spielsucht, Eifersucht, krumme Immobiliengeschäfte. Das ist leider ein bisschen zu viel des Guten. Der Krimi weiß nicht so recht, was er genau sein will und verheddert sich in seinen vielen Themen.

Außerdem vermisst man nun schon zum wiederholten Mal den feinen Humor, der die Fälle aus Wien eigentlich ausmacht. Neuhauser und Krassnitzer agieren routiniert, können aber ihre Stärken nicht ausspielen.

Und so schräge Figuren wie Inkasso-Heinzi würde man auch mal gerne wiedersehen. 

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