Germany
This article was added by the user Anna. TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Stadt Bischofsheim will einen Trinkbrunnen bauen

Themen & Autoren / Autorinnen

Bischofsheim

Marion Eckert

Brunnen

Bürger

Bürgermeister und Oberbürgermeister

Gebäude

Grundstücke

Leerstände

Leitungswasser

Ortsteil

Wirtschaftsbranche Wassergewinnung und Wasserversorgung

Öffentlichkeit

Auf dem Martin-Luther-Platz, im Volksmund der Bischofsheimer Wasserspielplatz, soll ein Trinkbrunnen eingerichtet werden. Der Brunnen soll mit Leitungswasser aus der öffentlichen Wasserversorgung versorgt werden. Neben dem Trinkbrunnen muss eine Informationstafel zu Herkunft, Wert und Schutzbedürftigkeit des öffentlichen Leitungswassers angebracht werden, um Fördermitteln aus dem Sonderprogramm "Kommunale Trinkbrunnen" zu bekommen. Die Förderquote beträgt 90 Prozent, maximal 15 000 Euro. Die Verwaltung wurde beauftragt, einen Förderantrag einzureichen.

Die Stadtratssitzung nutzte Bürgermeister Georg Seiffert, um einen Rückblick auf die Bürgerversammlungen der vergangenen Wochen zu geben. Die Anregungen und Wünsche der Bevölkerung werden noch gesondert für das Gremium aufbereitet. Bürgerversammlungen seien für Seiffert keine reinen Pflichtveranstaltungen. Es sei wichtig, Informationen zu transportieren und zu erfahren, welche Anliegen von der Bevölkerung kommen. "Ich habe viel mitgenommen", sagte Seiffert. Jeder Ort sei unterschiedlich und habe seine Eigenheiten, so habe er seinen Vortrag immer wieder angepasst. Schwerpunkte seien die Innenentwicklung und der Themenkomplex Klima, Natur und Umweltschutz gewesen. "Diese elementaren Zukunftsthemen müssen in das Bewusstsein der Menschen kommen. Beide Themen benötigen viele Menschen, die mitmachen."

Viele Gespräche mit den Bürgern

Vor allem nach den Versammlungen habe er interessante Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern geführt. Gerade die Nennung der Zahlen und Potenziale habe die Augen für das Thema geöffnet. 440 Baulücken, Leerstände und vom Leerstand gefährdete Gebäude gebe es im Stadtgebiet. Selbst wenn davon einige als nicht bebaubar angesehen werden, seien noch immer genügend Möglichkeiten vorhanden. "Wir müssen das Bewusstsein schärfen", betonte Seiffert und es müsse auch klar sein, dass es "keine Baumöglichkeiten von der Stange" gibt. Bisher sei es aber gelungen, in jedem Ortsteil Lösungen zu finden und anzubieten, um junge Familien zu unterstützen. Dabei gehe die Stadt auch kreative und ungewöhnliche Wege mit, wie auch den Tausch von Grundstücken.

Der Aufruf des Bürgermeisters im Bischofsheimer Boten, Bauland zur Verfügung zu stellen, habe allerdings keine große Resonanz gezeigt. "Wir müssen weiterhin Bewusstseinsarbeit leisten." Eine gesonderte Informationsveranstaltung zum Thema Innenentwicklung habe wegen den Einschränkungen der Corona-Pandemie bislang nicht stattfinden können, werde aber nachgeholt.

Innenentwicklung ist ein steiniger Weg

Dass Innenentwicklung kein einfacher und mitunter steiniger Weg sei, das müsse allen klar sein. "Es ist aber der nachhaltigere Weg", betonte Seiffert. Allerdings gehe es nicht ohne die Bevölkerung und ohne die Bereitschaft von Eigentümern, Bauland und Leerstände zu veräußern.

Manfred Reder berichtete von Stimmen aus der Bevölkerung, dass Bürgerversammlungen am Sonntag um 10 Uhr eine gute Sache seien. Allerdings müsse der Vortrag des Bürgermeisters kompakter sein, damit mehr Zeit zur Diskussion bleibe. "Wenn die Diskussion erst nach 12 Uhr möglich ist, ist das zu spät", so Reder. Seiffert: "Das ist mir vollkommen bewusst. Es war heuer auch etwas lang, weil sich viel angesammelt hat."

Zugestimmt wurde der Nutzungsänderung eines Holzlagers zum Stall und der Erweiterung der Lagerhalle in der Gemarkung Bischofsheim. Aus formalen Gründen wurde der Antrag zur Errichtung einer Imkerei und Schleuderraum in Frankenheim zurückgestellt.