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Strafe: Keine Erinnerung an Trunkenfahrt

Ein 59-jähriger Mann stand dieser Tage vor dem Strafrichter. Sein Vergehen: Er hatte getrunken und war in seinen Mercedes eingestiegen. Mit diesem fuhr er los und krachte mit überhöhter Geschwindigkeit in einer Ortseinfahrt gegen ein Verkehrsschild. Statt anzuhalten, setzte er seine Fahrt mit dem demolierten Wagen fort. Das Ganze endete auf einem Feldweg.

Fahrerflucht

Vor dem Strafrichter musste er sich wegen der Alkoholfahrt und der Fahrerflucht verantworten. „Ich kann mich nicht an den Vorfall erinnern. Aber ich gebe alles zu, was die Polizei festgestellt hat“, so das Geständnis des Angeklagten zu Prozessbeginn. Er habe nur noch Erinnerungen an den Klinikaufenthalt und das Gespräch mit der Ärztin. Drei Tage musste er dort wegen eines Bruches der Wirbelscheibe verbleiben. Die gesundheitlichen Probleme seien noch immer da.

Vor der Fahrt habe er zwei Flaschen Weißwein getrunken und wollte eigentlich in einem Hotel übernachten. „Warum ich das nicht getan habe und auch nach dem Unfall noch weitergefahren bin, kann ich nicht mehr sagen“, gab der Mann zu Protokoll.

2,4 Promille

Aufschlussreich dazu waren allerdings die Ermittlungen der Polizei. Der Blutalkoholwert des Fahrers betrug 2,4 Promille. Er fuhr in Schlangenlinien mit überhöhter Geschwindigkeit in den Ort, rammte das Verkehrsschild am Ortseingang. Autoteile säumten die Straße, Reifen und Felgenspuren waren bis zum Feldweg feststellbar. Der Mercedes wies erhebliche Beschädigungen auf. Der verursachte Schaden beim Verkehrsschild wurde mit 200 Euro beziffert. Die Fahrerlaubnis wurde eingezogen.

Geldstrafe

Mehr Glück im Unglück, stellte der Staatsanwalt fest, denn das hätte auch schlimmer ausgehen können. Ein Motiv für die Fahrt sei nicht feststellbar. Dennoch plädierte der Anklagevertreter auf eine Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen zu je 15 Euro, da der Mann keine Vorstrafen hatte, Reue erkennbar war und sich der Schaden in Grenzen hielt.

Auch das Gericht teilte diese Auffassung und verurteilte den Angeklagten wegen der Trunkenheitsfahrt und Fahrerflucht zu 900 Euro Geldstrafe. Dazu wurde eine Sperre für die Neuerteilung der Fahrerlaubnis von vier Monaten ausgesprochen.