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Straßenrennen in Flandern: Hürther Radprofi Politt führt das deutsche WM-Team an

Köln -

Am Dienstag hat sich Nils Politt noch mal richtig gefordert. 230 Kilometer ist der Radprofi von seinem Heimatort Hürth über Rheinbach, Nettersheim, Hellenthal und Nideggen gefahren, ehe er wieder zurück im Rhein-Erft Kreis war, das alles mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 37,3 Stundenkilometern. Bisweilen unterstützt von seinem einstigen sportlichen Leiter Torsten Schmidt, der ihm auf dem Motorroller Windschatten bot. „Die Beine haben sich ganz gut angefühlt“, sagte Politt anschließend dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Was keine schlechte Voraussetzung ist für das, was dem Kapitän der deutschen Auswahl am Sonntag beim WM-Straßenrennen in Flandern bevorsteht. Wobei er sich selbst nicht zum Kreis der Sieganwärter zählt: „Top-Top-Favoriten sind für mich der Belgier Wout van Aert, der Italiener Sonny Colbrelli oder der Niederländer Mathieu van der Poel.“

Große Kulisse in Flandern

Titelverteidiger Julian Alaphilippe aus Frankreich gruppiert Politt eine Kategorie darunter als Top-Favorit. Sich selbst sieht er maximal als Favorit ohne „Top-Top“ oder „Top“ als Vorsilbe. Denn: „Bei so einem Rennen ist nichts vorhersehbar. Die Distanz ist heftig. Da passieren immer Dinge, mit denen niemand rechnet.“ Knapp 270 Kilometer über hügeliges flandrisches Terrain stehen an. Der ausrichtende Radsportweltverband UCI hatte sich aus Anlass des 100. Geburtstags der WM-Straßenrennen für diesen Austragungsort entschieden. „Dort steht eine der Wiegen unseres Sports“, begründet UCI-Präsident David Lappartient. Zu rechnen sein wird mit außergewöhnlich großem Interesse im Nordteil von Belgien, das bereits 26 Weltmeister stellte, Rekord. Dreimal siegte der diesmal als Gast eingeladene belgische Radsport-Monarch Eddy Merckx im Kampf um das Regenbogentrikot, dem wohl schönsten Dress, der in der Welt des Radsports zur Eroberung ausgeschrieben ist. „Das wird ein Spektakel, laut und fröhlich. Da freue ich mich schon lange drauf“, sagt Politt.

Seit Donnerstag hält er sich in Flandern auf. Die Strecke besteht nach dem Start in Antwerpen im Wesentlichen aus zwei Rundkursen, einem flandrischen, den sich Politt schon im April im Rahmen einer Maßnahme des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) mit einigen für das Nationalteam in Frage kommenden Kollegen angesehen hat. Sein Eindruck: „Es ist ein sehr schwerer Parcours.“ Gefordert sind immer wieder Berg- und Talfahrten, die sich am Ende auf knapp 2600 Höhenmeter summieren. Bis zu 18 Prozent steil sind einzelne, kurze Anstiege. Den 7,5 Mal zu befahrenen finalen Rundkurs in der wunderschönen Stadt Leuven hat sich Politt am Freitag angesehen: „Dort wird die Entscheidung fallen. Nicht nur, weil da auch wieder steile Anstiege drin enthalten sind, sondern vor allem, weil sich die lange Strecke in den Beinen bemerkbar machen wird.“

Aufstieg in die Weltklasse

Der Rheinländer Politt, in Köln geboren, in Alstädten-Burbach daheim, einem Stadtteil von Hürth, hat sich in diesem Jahr in die Weltspitze gefahren. Sein internationaler Durchbruch gelang ihm am Ende der zwölften Etappe der Tour de France in Nîmes, die er als Solist gewinnen konnte. Hinzu kamen ein Tages- und der Gesamtsieg der Deutschland-Tour im August. „Ich habe schon das ganze Jahr über großen Spaß am Radfahren. Und mit jedem Erfolg kommt die Bestätigung, das Selbstvertrauen wächst“, sagt er. Der BDR hat das alles registriert. Politt ist die gesetzte Nummer eins des starken deutschen Teams, in dem Maximilian Schachmann, John Degenkolb, Pascal Ackermann, Nikias Arndt und Georg Zimmermann seine exquisiten Helfer sein werden.

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