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Studie über Generalsanierung oder Neubau: 60,7 Millionen Euro für die Bürgermeister-Prandl-Schule?

Eine Generalsanierung der Bürgermeister-Prandl-Schule in Penzberg samt Abriss und Neubau der Schulturnhalle würde rund 47,8 Millionen Euro kosten. Sogar auf 60,7 Millionen Euro käme die Stadt Penzberg, wenn das Schulzentrum zum Teil neu gebaut würde. Das ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die die Stadt in Auftrag gegeben hat.

Penzberg – Knapp 700 Grundschüler und Mittelschüler werden an der Bürgermeister-Prandl-Schule in 31 Klassen unterrichtet. Die Anfänge des Schulzentrum an der Südstraße liegen fast 70 Jahre zurück. 1955 wurde die Grundschule gebaut, 1958 die Mittelschule und 1959 die Turnhalle. In den folgenden Jahrzehnten gab es Anbauten, Aufstockungen und Sanierungen, zuletzt 2018 der Austausch von Fenstern und der Lüftungsanlage im Bereich der Mittelschule.

Schulgebäude ist in Teilen fast 70 Jahre alt

Weil das Schulzentrum in die Jahre gekommen ist, gab die Stadt Penzberg im November 2020 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, die den Sanierungsumfang von Grund- und Mittelschule, Turnhallen und Pausenhof ermitteln sollte. Das Ergebnis legte Peter-Andreas Müller vom Planungsbüro „SMP“ aus Planegg am Dienstagabend dem Bauausschuss vor.

Man sei mit einer Checkliste von Raum zu Raum gegangen, um den Bauzustand und die energetische Situation zu ermitteln, sagte Müller. Der Bauzustand entspreche dem Alter, so seine Bilanz. Das heißt: Beim Grundschulbau von 1955 müsse dringend etwas gemacht werden, so der Experte. Besser sieht es ihm zufolge bei der Mittelschule aus. Einen schlechten energetischen Zustand attestierte er jedoch beiden Schulen, mit Ausnahme der zuletzt sanierten Bereiche. Zuerst müsse man sich aber um die alten Turnhallen kümmern, sagte Müller. Sie hätten Schäden in der Bausubstanz und keine Wärmedämmung.

Zwei Varianten: die eine sehr teuer, die andere noch teurer

Um die Mängel zu beheben, nannte Müller zwei mögliche Varianten: die eine sehr teuer, die andere noch teurer. Bei beiden Varianten ging er davon aus, dass die Zahl der Grundschüler in den nächsten fünf Jahren leicht steigt und die der Mittelschüler stabil bleibt.

In der ersten Variante würden Grund- und Mittelschule generalsaniert, eine neue Mittelschulaula gebaut sowie die Turnhallen abgerissen und neu errichtet. Damit der Schulbetrieb weiterlaufen kann, müsste ein Teil der Kinder zeitweise in einen vierstöckigen Holzmodulbau umziehen. Nach Planung und Vergabe der Arbeiten könnte laut Müller im Jahr 2023 erst mit dem Abbruch der Turnhallen und mit dem Aufbau des Holzmodulbaus für den Unterricht begonnen werden. Anschließend könnte der Schulkomplex schrittweise bis Ende 2025 saniert werden. Danach würde der Holzmodulbau wieder abgebaut. Müller sagte, dass die Generalsanierung bis 2026 beendet sein könnte. Als „grobe Kostenschätzung“ für diese Variante nannte er 47,8 Millionen Euro, von denen rund 32 Millionen auf die Modernisierung entfielen.

In jedem Fall sollen Turnhallen abgerissen und neu gebaut werden

Bei der zweiten Variante würde laut Machbarkeitsstudie nur ein Teil der Mittelschule stehen bleiben und saniert. Der Rest des Schulkomplexes würde abgerissen und in Form von „drei Lernhäusern für moderne Lernformen“ neu errichtet: in Holzmodulbauweise und mit zwei Stockwerken, die auf drei Geschosse erweiterbar wären. Die Turnhallen würden auch bei dieser Variante abgerissen und neu gebaut. Das Ganze dauert laut Müller allerdings fünf Jahre länger, um den Schulbetrieb möglichst wenig zu stören, also bis 2031. Und es wäre noch teurer. Grob geschätzt kam er auf 60,7 Millionen Euro, davon 34,4 Millionen für die neuen Lernhäuser und 8,6 Millionen für die neue Turnhalle. Dennoch empfahl er der Stadt diese Variante. Die höheren Kosten, erklärte Müller, würden durch eine deutlich höhere Lebensdauer und geringere Instandhaltungskosten kompensiert. Ebenso wäre ihm zufolge eine Erweiterung eher möglich. Er verwies zudem auf die „Maßnahmen zum modernen Lernen“ in den Lernhäusern. Müller nannte am Rande noch eine dritte Variante: eine kleine Sanierung und erst in 15 Jahren eine Fortsetzung – so wie in der Vergangenheit.

Bürgermeister: Informationen erst mal sacken lassen

„Es ist klar, dass wir was machen müssen“, sagte Bürgermeister Stefan Korpan (CSU) angesichts der alten Gebäude. „In der Schule stehen Tische, da kleben noch von mir Kaugummis.“ Man werde die Informationen aber erst einmal sacken lassen und dann überlegen, wie es weitergeht. Es sei auch die Frage, ob man 2023 oder erst später anfange, so Korpan. Dass so viel gemacht werden muss, „war uns nicht klar“, gestand Maria Probst (CSU). Ihr Fraktionskollege Ludwig Schmuck erklärte dagegen mit Verweis auf die rund 70 Millionen Euro fürs neue Berufsschulzentrum in Weilheim, dass er nicht verwundert sei. Und er warnte: „Wenn wir es hinauszögern, wird’s nicht billiger.“

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