Germany

SV Heimstetten schlägt sich gegen Serienmeister wacker

Heimstetten – Die Überschrift des Spielberichts, der schon wenige Stunden nach dem Abpfiff auf der Webseite des bulgarischen Serienmeisters Ludogorez Rasgrad auftaucht, lautet kurz und knapp: „Ludogorets defeated 2:0 a German team.“ Übersetzt: Ludogorez besiegte eine deutsche Mannschaft mit 2:0.

Dass hier bloß von „einer deutschen Mannschaft“ die Rede ist, ohne diese beim Namen zu nennen, darf als Fingerzeig betrachtet werden, dass sich die Verantwortlichen beim FC Bayern Bulgariens eher nicht vertiefend mit dem SV Heimstetten beschäftigt haben. Vielmehr weilte der Landesmeister der Jahre 2012 bis heute im Trainingslager in Kufstein, war noch auf der Suche nach einem Testspielgegner und klopfte daher über eine Agentur beim Regionalligisten Heimstetten an.

Dort hatte Coach Christoph Schmitt im Vorfeld der Partie gesagt, dass es zwei Tage nach dem Trainingsauftakt für seine Mannschaft „eher ums Erlebnis“ gehe. Ein solches sei die Partie gegen die Bulgaren auch gewesen, konstatiert der Trainer hinterher. Wobei er mit dem Auftritt beim 0:2 aus sportlicher Sicht ebenfalls sehr zufrieden sei, betont Schmitt. „Es hat Spaß gemacht, den Jungs zuzuschauen. Sie haben das sehr ordentlich gemacht.“

„Mit ein bisschen Glück wäre vielleicht ein Unentschieden drin gewesen“, sagt Schmitt. Doch nachdem SVH-Torwart Maximilian Riedmüller zuvor schon einige Male stark pariert hatte, war er in der 57. Minute bei einem Schuss des kongolesischen Nationalspielers Mavis Tchibota machtlos. Wenig später erzielte der Holländer Elvis Manu den 0:2-Endstand.

Man habe gemerkt, dass der Gegner im Trainingslager sei „und die eine oder andere intensive Einheit in den Beinen hatte“, sagt Schmitt. Zugleich habe sich seine Mannschaft aber auch geschickt angestellt, „gegen den Ball und mit dem Ball“. Insgesamt 17 Spieler kamen beim SVH zum Einsatz – darunter fünf Kicker, die erstmals das Trikot des Regionalligisten trugen. So gaben Emre Tunc und Sebastian Gebhart, die vom VfR Garching gekommen sind, ebenso ihr Debüt wie der Ex-Löwe Sascha Hingerl. Erstmals für Heimstetten lief auch Verteidiger Nikola Gavric auf, der seit dem Winter zum Kader gehört. Und zuletzt feierte in Ben Biton ein Eigengewächs seine Premiere, der laut Schmitt seit der E-Jugend beim SVH spielt.

Noch auf ihr Debüt warten müssen dagegen die Neuzugänge Timon Kuka (FC Pipinsried) und Alexis Fambo (TSV 1860 Rosenheim), die beide aktuell wegen einer Knieverletzung aussetzen. Gleiches gilt für Mohamad Awata, der am Meniskus operiert wurde und in zwei Wochen wieder ins Training einsteigen wird, schätzt sein Coach. Derweil steht für Awatas Kollegen schon am Samstag das nächste Testspiel an - daheim um 11.30 Uhr gegen den Bayernligisten SV Kirchanschöring. Und spätestens dann wird die Schmitt-Elf auch wieder als SV Heimstetten firmieren - und nicht etwa als „eine deutsche Mannschaft“.

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