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Trotz Mord an Khashoggi: Macron trifft saudischen Kronprinzen Bin Salman

Emmanuel Macron bei seiner Reise nach Saudi-Arabien Bild: AFP

Seit dem Mord am Journalisten Jamal Khashoggi hat kein wichtiger westlicher Staatschef Saudi-Arabien besucht. Der französische Präsident reist nun trotz Kritik in die Region – er hält Kontakt zu dem Land für unverzichtbar.

Erstmals seit der Ermordung des Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018 hat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron wieder ein wichtiger westlicher Staatschef Saudi-Arabien besucht. Macron traf sich am Samstag in der Hafenstadt Dschidda zu Gesprächen mit dem saudischen Kronprinzen und faktischen Herrscher Mohammed bin Salman.

Die US-Regierung hatte im Februar einen Geheimdienstbericht veröffentlicht, in dem es hieß, Salman sei in die Ermordung Khashoggis verwickelt. Der Kronprinz bestreitet dies. Khashoggi war im Oktober 2018 im saudiarabischen Konsulat im türkischen Istanbul verschwunden. Später stellte sich heraus, dass er von einem Spezialkommando ermordet wurde. Seine Leiche ist bis heute verschwunden. Khashoggi hatte von den USA aus Meinungsbeiträge in der „Washington Post“ veröffentlicht, die Salman kritisierten.

Macron hatte am Freitag Vorwürfe zurückgewiesen, er legitimiere den Kronprinzen. Vielmehr könnten die diversen Krisen in der Region nicht dadurch gelöst werden, dass Saudi-Arabien ignoriert werde. Macron hält das Land für unverzichtbar, um ein regionales Friedensabkommen mit dem Iran abzuschließen. Auch ist das Königreich aus Sicht Macrons ein Verbündeter im Kampf gegen islamistische Extremisten. Frankreich ist einer der wichtigsten Waffenlieferanten Saudi-Arabiens.