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TSV Jetzendorf: Ausgekontert, ausgerutscht, ausgespielt

Der TSV Jetzendorf verliert nach dem Auftaktsieg das zweite Saisonspiel deutlich. TSV-Sprecher Zeindl hadert vor allem mit der Unentschlossenheit im Abschluss.

Jetzendorf – Nach einer Halbzeit zum Vergessen hatten sich die Jetzendorfer für die zweiten 45 Minuten viel vorgenommen. Als Christos Papadopoulos ausrutschte und der SV Nord Lerchenau die freie Bahn zu seinem vierten Treffer nutzte, war klar: Der TSV würde am zweiten Spieltag den ersten Dämpfer kassieren. Daran änderte auch der Anschlusstreffer durch Wlad Beiz zum 1:4-Endstand nichts. „Man kann hier schon verlieren, aber nicht so“, ärgerte sich TSV-Sprecher Manfred Zeindl nachher.

Zeindl: „Zu viel Platz gelassen“

Die Jetzendorfer starteten gut. Stefan Nefzger prüfte in der dritten Minute SVN-Keeper Matthias Angermeir. Sein zweiter Abschluss strich knapp vorbei am Pfosten des Münchner Tores (7. Minute). Aus dem Abschlag entwickelte sich ein Angriff. Stephan Hagleitner setzte sich im Zentrum durch und stellte im Nachschuss auf 0:1 (8.). Die Jetzendorfer zeigten in der Folge ungewohnte Schwächen. Sie standen recht offen und ließen sich bereits in der Anfangsphase mehrfach auskontern. Edin Smajlovic brachte sich bei einem dieser schnellen Angriffe durch einen Haken in eine gute Abschlussposition und baute die Führung aus (14.). „Die Lerchenauer waren giftiger und frecher. Und wir waren zu naiv. Wir haben ihnen zu viel Platz gelassen, wenn sie umgeschaltet haben“, sagte Zeindl. Und noch etwas fiel auf: Während die SVN-Spieler auf dem Kunstrasenplatz körperlich sehr präsent waren, ließen sich die Gäste abkochen. Ob es damit zu tun hatte, dass mit Wojciech Swierkosz, Leon Grauvogl und Maximilian Kreitmair drei erfahrene Spieler fehlten? Die Nordler waren auf jeden Fall abgezockter: Martin Angermair stoppte bei einem Konter den Ball runter und chippte ihn über TSV-Torhüter Dennis Pöllner ins Tor (28.).

TSV Jetzendorf: „Zu brav im Mittelfeld, zu behäbig nach vorne“

Für die zweite Halbzeit hatten sich die Grün-Weißen viel vorgenommen. „Wir wollten noch mal alles reinwerfen und was probieren. Dann rutscht Papa aus und es steht 0:4“, schilderte Zeindl den Gemütszustand nach Peter Zeussels Tor (46.). Die Jetzendorfer spielten danach zwar auf Augenhöhe mit dem Gegner, für ein Comeback waren die Nordler aber zu stabil. In der 77. Minute sah SVN-Torhüter Angermair nach einer Notbremse außerhalb des Strafraums die Rote Karte. David Teufl ersetzte ihn und musste wenig später hinter sich greifen, denn aus dieser Freistoß-Situation entstand der Anschlusstreffer durch Beiz (80.). Mehr passierte nicht.„Wir waren heute zu brav im Mittelfeld, zu behäbig nach vorne und im Abschluss zu unentschlossen. Wir müssen unbedingt am Umschaltspiel arbeiten, sonst könnte es in unserem nächsten Spiel gegen Palzing ein böses Erwachen geben“, sagte Zeindl nach dem Schlusspfiff. „Trotzdem ist die Niederlage ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen“, so der TSV-Sprecher weiter.

Stenogramm

SV Nord Lerchenau: Matthias Angermeir, Alexander Rösler, Korbinian Hafner, Patrick Neser, Christian Roth, Martin Angermeir, Peter Zeussel, Edin Smajlovic, Dominik Besl, Arbnor Segashi, Stephan Hagleitner

TSV Jetzendorf: Dennis Pöllner, Martin Öttl, Florian Radlmeier (69. Bastian Ertl), Simon Oberhauser, Marc Peuker, Markus Pöllner, Alexander Schäffler, Stefan Nefzger, Ludwig Dietrich, Wlad Beiz, Christos Papadopoulos

Rote Karte: Matthias Angermair (77., Notbremse)

Schiedsrichter: Christian Schunke

Tore: 1:0 (8.) - Stephan Hagleitner, 2:0 (14.) - Edin Smajlovic, 3:0 (28.) - Martin Angermeir, 4:0 (46.) - Peter Zeussel, 4:1 (80.) - Wlad Beiz

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