Germany

Über 70 Ausflüge in NRW: Otter-Spotting im Rheinland

Es ist immer noch ein Glücksfall, wenn man bei uns einen Fischotter in freier Wildbahn sieht. 55 Jahre nach dem Aussterben der scheuen Wassermarder in NRW, feiern Naturfreunde die langsame Rückkehr der Tiere. 2009 wurden die ersten zwei Otter im Münsterland tot am Straßenrand gefunden – ein Beweis für ihre Wiederansiedlung. Zuletzt wurden Tierschützer vermehrt am Niederrhein, im Kreis Heinsberg und am niederländischen Schwalmufer fündig.

Tier des Jahres 2021

„Wir sind auf Sichtungen von Wildtierfreunden angewiesen“, sagt Michael Tetzlaff, von der Deutschen Wildtier Stiftung. Dabei kann jeder zum Otter-Spotter werden und dabei helfen, die Verbreitung des Tieres des Jahres 2021 zu dokumentieren. „Das ideale Wetter für Otter-Spotter ist nassfeucht. Dann lassen sich die Spuren in der Erde gut erkennen“, rät Tetzlaff. Sie lieben Uferränder, die mit Gras, Schilf und Gehölzen bewachsen sind, seichte Flussufer, Teiche , Bachläufe. Der größte Feind der Otter ist der Straßenverkehr. Wer langsam fährt, dem danken es die Wildtiere.  Ein Projekt des Landschaftsverband Rheinland, will Gefahrenpunkte für den Otter wie fehlende Uferstreifen unter Brücken, ermitteln und wenn möglich beseitigen. 

Was Otter-Spotter wissen müssen

Wer als Otter-Spotter unterwegs ist, sollte Lupe, Zollstock und ein Smartphone für den Fotonachweis mitnehmen. Gefundene Abdrücke lassen sich gut im Internet vergleichen und so besser identifizieren.  Die Tageszeit für einen Otter-Ausflug ist nicht entscheidend. Am besten alleine oder besonders still auf die Pirsch gehen, da die Tiere scheu sind.

Ein Fischotter in der Nähe verrät sich meistens durch seine Hinterlassenschaften am Ufer. Besonders gut ist die Substanz unter Brücken zu beobachten. Dort markieren Fischotter mit einem Analdrüsensekret ihr Revier. Der Duft dieser Ausscheidung gilt als unverwechselbar. Er wird als blumig-süßlich mit einer tranigen Note beschrieben.

Otter hinterlassen aber auch durch ihre charakteristischen Fußabdrücke Spuren. Der Tritt ist nahezu quadratisch - etwa sieben Zentimeter lang und misst an der breitesten Stelle fünfeinhalb Zentimeter. Neben einem Ballen an der „Ferse" ist ein größerer Mittelballen zu erkennen. Manchmal sind sogar Schwimmhäute zwischen den Zehen zu erahnen. Auch das Nachschleifen der Rute hinterlässt Abdrücke.

Von den Funden sollten Sucher am besten ein Handy-Foto schießen. Otter-Sichtungen können auf der Internetseite der Aktion Fischotterschutz eingegeben und erfasst werden. (mit dpa)

Der Verein „Aktion Fischotterschutz e. V.“ bietet sogar einen Otter Spotter Basiskurs an. Nächster Termin im September.

aktion-fischotterschutz.de

Hier können Otter-Sichtungen eingegeben und erfasst werden:
www.otterspotter.de

Von der Quelle bis zur Mündung den Pulheimer Bach erkunden

Feldhamster dpa

128 Feldhamster sind in Pulheim ausgewildert worden.

Aus Landschaften kann man lernen, in Landschaften kann man Entdeckungen machen. Am Glessener Gipfelkreuz, dem höchsten Punkt des Rhein-Erft-Kreises, haben Wanderer die beste  Aussicht bis in die Kölner Bucht und das Bergische Land.

Zugleich ist auf der ehemaligen Abraumhalde, die der Braunkohletagebau auf dem Ville-Höhenrücken hinterlassen hat, auch die erste Station eines Erlebnispfades. Er begleitet den  Pulheimer Bach von der Quelle bis zur Mündung, wo er in einem alten Rheinarm versickert.

Auf der „Himmelsleiter“

Mit zwei Treppen überwindet ein Wanderweg die steilen Hangpartien vom Plateau hinunter zu den nächsten Stationen. Auf der „Himmelsleiter“ mit mehr als 200 Holzbohlen führt der Weg Richtung Quellsumpf – gut 25 Höhenmeter stufenweise bergab, was ein wenig in die Beine geht.

Unterwegs erfährt der Wanderer viel über das Leben am und im Bach, der auf etwas mehr als sieben Kilometer Länge  zu Tal plätschert. Und wer in diesem Sommer Glück hat, der entdeckt am Feldrand vielleicht sogar den Eingang zum Bau eines Feldhamsters. Der kleine Nager wurde jüngst auf  den Äckern rings um Pulheim wieder ausgewildert.

Erlebnispfad Pulheimer Bach

Entlang des Bachlaufs warten 30 Erzählstationen und drei Ankerpunkte darauf, von Wanderern entdeckt zu werden – bei Pulheim, Geyen-Sinthern und Glessen gibt es überdachte Stationen mit Schautafeln.

Eine Kurzfassung der Erklärseite für Smartphone-Nutzer gibt es unter www.erlebnisbach.de.

www.erlebnispfad-pulheimer-bach.de

Ausflug zur Papier-Ausstellung in der Villa Zanders

Die Villa Zanders in Bergisch Gladbach

Die Villa Zanders in Bergisch Gladbach

Foto:

Bettina Willumat (Archiv)

Auf Papier lässt sich nicht nur schreiben oder malen. Das wird eindrucksvoll in der Ausstellung „Neu aufgestellt“ des Kunstmuseums Villa Zanders gezeigt. Die Sammlung „Kunst aus Papier“ zeigt knapp 500 Arbeiten renommierter Künstler und überrascht mit den grenzenlosen Möglichkeiten der Verarbeitung von Papier, Pulp, Pappe oder Karton.

Die zweite Schau der Villa ist die neu eingerichtete Ausstellung „Leere Kisten als plastisches Thema bei Joseph Beuys“. Das mag sperrig klingen, entpuppt sich aber als humorvolle Präsentation, die neue Perspektiven auf das Werk Beuys’ bietet. Auf der ersten Etage findet man mit den expressiven Skulpturen und Arbeiten auf Papier von Bildhauerin und Beuys-Schülerin Hede Bühl die dritte aktuelle Ausstellung.

Infos zum Tipp

Zuerst die Kunst, dann der Sport: Da die Geschichte des Museums als ehemalige Villa der Papierfabrikanten-Familie Zanders eng mit dem Fluss Strunde verbunden ist – die Fabrik bediente sich des Wassers – bietet sich im Anschluss eine schöne Wanderung durch das Strundetal an.

Museum: Ein Besuch in der Villa Zanders ist wieder ohne Anmeldung und Corona-Test möglich. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und die Angabe Ihrer Kontaktdaten sind notwendig.

Öffnungszeiten: Di und Fr 14 – 18 Uhr, Mi und Sa 10 – 18 Uhr, Do 14 – 20 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 – 18 Uhr.
Kunstmuseum Villa Zanders, Konrad-Adenauer-Platz 8, 51465 Bergisch Gladbach, Tel.: 02202-142303

www.villa-zanders.de

Wanderung: Rundweg durch das Strundetal auf dem Max-Bruch-Weg über historisches Rathaus, Buchmühlenpark, Max-Bruch-Denkmal, Rommerscheid, Herrenstrunde, Burg Zweiffel, Gut Schiff, Unterhombach, Dombach und zurück in die Stadt

www.ich-geh-wandern.de/max-bruch-weg-durchs-strundetal

Länge: Etwa 12 km, Dauer: 3 Stunden

Lebensraum für Tiere – so hilft man den Stadtbäumen

Eine Baumallee, zwei Radfahrer fahren hindurch

Stadtbäume haben es nicht leicht – Hitze und schwierige Bodenbegebenheiten setzten ihnen zu.

Foto:

Fabian Strauch/picture alliance/dpa

Zwischen all den grauen Geschäften, Büros, Parkhäusern und asphaltieren Straßen leben zahlreiche Bäume in der Stadt. Sie sorgen nicht nur für ein schöneres, grüneres Stadtbild, sondern auch für bessere Luft. Sie binden Schadstoffe und kühlen das Klima ab. Sie sind Lebensraum für Tiere und reduzieren Lärm.

Stellen Sie sich mal vor, Sie gingen durch die Straßen von Köln und weit und breit wäre kein Baum zu sehen – kein schöner Gedanke. Ein Stadtbaum zu sein ist aber kein leichtes Schicksal. Die Lebensbedingungen unterscheiden sich von denen des Waldes. Selbst in der größten Hitze muss der Stadtbaum an seinem Platz bleiben. Kein Ausflug zum nächsten See oder in den Wald. Der Boden ist trocken und liefert weniger Nährstoffe. Die Bäume haben häufig nicht viel Platz. Und steht ein Baum alleine, kann er unter Einsamkeit leiden. Schädlinge und Hitzeperioden tun ihr Übriges. Das Leben als Stadtbaum ist hart. Deswegen ist es an der Zeit, die Bäume mehr zu würdigen, anstatt einfach schnell an ihnen vorbeizurennen.

Infos zum Tipp

Der bekannte Eifelförster Peter Wohlleben kennt sich aus mit dem Leben der Bäume. Er und sein Team geben zum Thema Führungen in Köln. Ziel ist es, den Blick der Städter für die Bäume um sie herum zu schärfen und ihren Wert im Alltag zu erkennen. Wieso sind Bäume Gemeinschaftswesen? Wie überleben sie, wie schlafen sie? Tut ihnen der Baumschnitt weh und welche Bedeutung haben sie für die Menschen?

Führungen gehen mitten durch die Stadt – zu Orten, an denen das Stadtbaum-Leben gut funktioniert, aber auch zu verkrüppelten, einsamen oder eingesperrten Bäumen.

Termine: Am 8. und 23. Juni sowie im Juli, August und September, jeweils 18.30 – 20 Uhr; Führungen: zwei bis vier Kilometer Länge. Treffpunkt an der Kirche „Groß St. Martin“.

Tickets: 29 Euro

www.wohllebens-waldakademie.de 

Das literarische Köln mit der „LIK.map" entdecken

Ein aufgeschlagenes Buch liegt auf einem Tisch

Für Leseratten und Bücherwürmer hat Köln einiges zu bieten. (Symbolbild)

Foto:

Getty Images/iStockphoto/Stadtratte

Nicht nur der Rhein hat über die Jahrhunderte viele Schriftsteller inspiriert, auch die Domstadt brachte so manch einen Autor zum Schwärmen – ob als Station einer Reise wie beim romantischen Schriftsteller Victor Hugo, oder als Heimatstadt wie bei Heinrich Böll, der lange in der Hülchrather Straße im Agnesviertel wohnte. Wer sich auf die Spuren der literarischen Größen begeben will, kann sich zum Beispiel online die „LIK.map“ anschauen. Auf dem interaktiven Stadtplan sind Orte und Plätze markiert, an denen große Literaten gelebt, geschrieben und gewirkt haben. Nicht nur Gebäude, sondern auch Denkmäler oder Straßen geben hier mit einem Klick ihre literarischen Geheimnisse preis. Zu den einzelnen Stationen gibt es Hintergrundinformationen, wie etwa Biografien der Autorinnen und Autoren.

Für alle, die mal wieder frischen Lesestoff benötigen, bietet sich ein Besuch bei den öffentlichen Bücherschränken an, die auf dem ganzen Stadtgebiet verteilt stehen. Die Schränke wurden Großteils als „Projekt Eselsohr" von der Bürgerstiftung Köln aufgestellt. In vielen Veedeln können Bücherwürmer und Leseratten in den der großen Auswahl der öffentlichen Bücherregale stöbern und auch selbst ausgelesene Werke einstellen.

Infos zum Tipp

Literarischer Stadtplan: „LIK.map“

Die „LIK.map“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Köln und der Stadtbibliothek Köln mit dem Heinrich-Böll-Archiv. Der literarische Stadtplan soll Literatur in Köln erfahr- und erlebbar machen und wird laufend ergänzt und aktualisiert.

www.literaturinkoeln.de

Bücherschränke in Köln:

Bücherschrank in Köln am Rathenauplatz

In vielen Kölner Vierteln stehen die öffentlichen und kostenlosen Bücherschränke. 

In Köln stehen aktuell mehr als 30 Bücherschränke, die über das gesamte Stadtgebiet verteilt sind. Die meisten Schränke sind rund um die Uhr zugänglich, manche stehen in öffentlichen Gebäuden und sind nur zu den jeweiligen Öffnungszeiten erreichbar. Es muss kein 1:1-Tausch erfolgen, Interessierte können auch nur Bücher einstellen oder ausschließlich welche mitnehmen.

buergerstiftung-koeln.de/projekte/buecherschraenke

Familienzeit auf dem Naturerlebnispfad

Naturerlebnispfad monheim_Thomas_Lison

Insgesamt gibt es auf dem Naturerlebnispfad elf interaktive Stationen über die heimische Tier-und Pflanzenwelt.

Pralinen, Blumen oder Parfum sind gängige Geschenke zum Muttertag und bestimmt freut sich jede Mama darüber, vom Kind beschenkt zu werden. Doch viele finden, dass das kostbarste Gut die gemeinsame Zeit ist. Ein Ausflug mit der ganzen Familie ist da genau das Richtige. Und wenn die Mama doch lieber mal Zeit für sich haben möchte, kann sich zumindest der Mann mit den Kindern zu einer Exkursion aufmachen.

Der kindgerechte Naturerlebnispfad im Landschaftspark Rheinbogen am Fuße der Monheimer Altstadt bietet sich an, um mal Abstand vom Alltag zu gewinnen, sich an der frischen Luft zu bewegen und dabei spielerisch noch etwas über die heimische Tier-und Pflanzenwelt zu lernen. Im ersten Teil des Pfades geht es um die Themen Wildkräuter, Feuchtbiotop, Bienen sowie den Rhein und seine Wege. Weitere sieben Stationen gibt es seit einiger Zeit zu den Themen Streuobstwiese, Hochlandrinder, Jagd mit dem Fernrohr, Kopfweiden, Landwirtschaft, Stockwerke der Landschaft und Landschaftsrahmen.

Informationen zum Naturerlebnispfad in Monheim

Insgesamt gibt es auf dem Naturerlebnispfad elf Stationen, vier vor und sieben hinter dem Deich. Der Pfad beginnt an der Tourist-Information im Landschaftspark Rheinbogen.

Länge : 2,67 Kilometer
Öffnungszeiten des Pfades: Ganzjährig geöffnet

Weitere Attraktionen im Landschaftspark Rheinbogen: Spielplätze, Skateranlage, Gokart-und Radverleih, Wanderwege

Adresse: Am Vogelort (Landschaftspark), 40789 Monheim am Rhein
Fahrtzeit aus Köln: Etwa 35 Minuten

Eine detaillierte Karte mit den einzelnen Stationen als pdf-Datei zum Herunterladen sowie weitere Informationen gibt es unter www.monheim-entdecken.de.

Mit dem Rad auf der Apfelroute unterwegs

Apfelbaum Reiche Symbolbild

Wie ein Geschenk der Natur: Wenn die Obstbäume blühen...

Erstmalig hat am letzten Freitag im April 2021 europaweit der „Tag der Streuobstwiesen“ stattgefunden. Dadurch soll die Bedeutung der Wiesen sowohl für uns Menschen als auch für die Tier- und Pflanzenwelt betont werden. Das Datum passt perfekt, denn derzeit stehen die Obstbäume in vielen Regionen Europas – genau wie bei uns im Rheinland – in voller Blüte. Wer sich das genauer anschauen möchte, kann sich aufs Fahrrad schwingen und auf der rheinischen Apfelroute die Blütenpracht in der Region aktiv erleben.

124 km durch NRW-Obstregionen

Die Strecke führt auf 124 Kilometern durch die größte Obst- und Gemüseanbauregion in NRW. Blühende Obstplantagen, bunte Gemüsefelder, grüne Streuobstwiesen und regionale Höfe säumen die Strecke. Als Partnerbetriebe der Apfelroute bieten viele dieser Höfe besonderen Service, zum Beispiel E-Bike-Ladestationen oder Pannenhilfe. Unterwegs gibt es zwölf Erlebnisstationen, die das Thema Natur-und Kulturlandschaft interaktiv an die Gäste, insbesondere an Familien mit Kindern, vermitteln.

Ohne Nebenschleifen ist der im Jahr 2019 eröffnete Rad-Rundkurs im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis 124 km lang und daher an einem Tag kaum machbar. Je nach Gusto und Fitnesslevel kann er in zwei bis vier Tagesetappen aufgeteilt werden.

Streckenlängen 15 bis 40 km

Die Route führt durch die Gemeinden Alfter, Bornheim, Meckenheim, Rheinbach, Swisttal und Wachtberg, in denen Wegschleifen mit Streckenlängen von etwa 15 bis 40 km die Hauptroute ergänzen . Jeder der Orte eignet sich gut als Startpunkt, denn alle sind mit Auto und Bahn erreichbar. Starten kann man aber von jedem Punkt auf der Runde. Schilder mit dem Apfellogo weisen den Weg.

Kartenmaterial zu Haupt-und Nebenrouten gibt es online oder auf Bestellung kostenlos per Post zugeschickt.

Anstieg: 688 Meter

Weitere Informationen und GPX-Daten finden Sie auf www.apfelroute.de

Frische Waldluft atmen im Arboretum Burgholz

Arboretum Burgholz, Wald mit Sonne

Durch das Arboretum Burgholz führen gleich mehrere, thematische Wanderwege.

Foto:

Martin Barth, Wald und Holz NRW

Sattes Grün, Vogelzwitschern und frische, klare Luft: Im Wald erwartet uns Erholung pur für Körper und Geist. Nicht nur unsere Augen empfinden die natürlichen Farben des Waldes als eine Wohltat; diverse Studien legen nahe, dass unser Stresslevel bei einem Spaziergang durch die grünen Oasen nachweislich sinkt.

Gleichzeitig beobachten Forstfachleute immer mehr Schäden am heimischen Baumbestand, verursacht etwa durch den Borkenkäfer oder Stürme. Umso wichtiger erscheint am 25. April der „Tag des Baumes“, der auf die Bedeutung des Waldes für Mensch und Umwelt aufmerksam machen soll. Wer den Tag angemessen begehen möchte, kann dies zum Beispiel im Arboretum Burgholz bei Wuppertal tun. Dort erwarten Besucherinnen und Besucher auf einer Fläche von rund 250 Hektar circa 100 verschiedene Laub- und Nadelbaumarten aus fast allen Kontinenten der Welt. Im „Arboretum“ (von lateinisch „arbor“ für „Baum“) soll die Vielfalt der Wälder bewahrt und zugänglich gemacht werden.

Infos zum Tipp:

Das Arboretum Burgholz bietet vier verschiedene Rundwanderwege an, alle mit höchstens leichten Steigungen. Die kleineren Wanderrouten erstrecken sich über zwei, der größte über sechs Kilometer Länge. Der Staatswald ist ganzjährig zugänglich. Es gelten die aktuellen Corona-Regeln.

Startpunkt für die meisten Wanderwege ist das Forsthaus Burgholz, Friedensstraße 69, 42349 Wuppertal

Länge der Strecken: Zwischen 2 und 6 km, Dauer: circa 1,5 oder 3 Stunden

Weitere Infos gibt es hier: www.wuppertals-gruene-anlagen.de/naturerlebnisse/arboretum-burgholz/

Und beim Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen: www.wald-und-holz.nrw.de/wald-erleben/infozentren/wpz-burgholz

Köln ganz neu erleben – mit Schnitzeljagd und Audiotour

Frau mit Rucksack vor dem Kölner Dom-Panorama

Die Stadt nochmal aus anderen Perspektiven entdecken – das geht mit einer Schnitzeljagd oder einem Audiowalk.

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Die Kirschbäume stehen in voller Blüte, Tulpen und Stiefmütterchen strahlen in kräftigen Farben am Wegesrand und das frische Grün an Bäumen und Büschen macht einen Spaziergang aktuell noch schöner. Seit dem letzten Jahr rückt das Erkunden des eigenen Wohnortes mehr in den Fokus, wir entdecken neue Wege und erleben Highlights in der Heimat, die wir sonst immer in der Ferne gesucht haben.

AlternativeCologneTours_Credit_Eva Himmighofen_neu

Das Logo von „AlternativeCologneTours".

Foto:

AlternativeCologneTours/Eva Himmighofen

Für alle, die neue Inspiration für einen Bummel durch die Stadt suchen, gibt es gleich zwei spannende Angebote, um Köln von einer anderen Seite kennenzulernen. AlternativeCologneTours bietet Touren, um verschiedene Viertel zu erkunden und zum Beispiel bei einer Schnitzeljagd Neues in der Domstadt zu entdecken.

Auch ein rechtsrheinisches Angebot lädt zum Spaziergang ein: Der Kulturbunker Köln Mülheim hat mit „muelheimat.cologne“ einen Audioguide für den Stadtteil entwickelt, der durch das Veedel führt und dabei Menschen zu Wort kommen lässt, die Mülheim aktiv mitgestalten.

Ein Plakat für den Audiowalk „muelheimat.cologne"

Der Kulturbunker Köln Mülheim hat mit „muelheimat.cologne“ einen Audioguide für den Stadtteil entwickelt, der durch das Veedel führt und dabei Menschen zu Wort kommen lässt, die Mülheim aktiv mitgestalten.

Foto:

Kulturbunker Köln Mülheim

Infos zum Tipp:

Die Schnitzeljagd von AlternativeCologneTours führt mit Quizfragen einmal quer durch die Altstadt und kann jederzeit gestartet werden. Die Tour kostet 9,90 Euro und dauert circa 1,5 Stunden, die Teilnehmenden brauchen nur ein Smartphone und die gekaufte Anleitung.

Der Audiowalk „muelheimat.cologne“ des Kulturbunker Köln Mülheim ist kostenlos, es können entweder verschiedene Touren ausprobiert, oder nur einzelne Stationen besucht werden, wie etwa das Carlswerk oder die Mülheimer Brücke.

Die Schnitzeljagd von AlternativeCologneTours finden Sie hier: www.alternativecolognetours.com

Den Audiowalk vom Kulturbunker Köln Mülheim finden Sie hier: www.muelheimat.cologne

Radtour zum Spargel – vom Kölner Dom bis nach Marsdorf

Vater fährt mit zwei Kindern Fahrrad

Durch grüne Wälder und an sanften Gewässern entlang. (Symbolbild)

Foto:

Hauke-Christian Dittrich/picture alliance/dpa

Die Sonnenstrahlen der letzten Wochen brachten nicht nur Frühlingsgefühle ins Rheinland: Seit Ende März ist wieder Spargel-Zeit! Schon der niederländische Maler Hieronymus Bosch lobte den Spargel als „Liebliche Speis für Leckermäuler“. Das war Ende des 15. Jahrhunderts. Daran hat sich bis heute kaum etwas geändert: Auch heute kommt das Frühjahrsgemüse noch in Suppen oder mit etwas Sauce Hollandaise auf den Essenstisch. Tipp: Wer seinen Spargel nicht kochen will, sollte ihn einfach mal braten. Die geschälten Spargelstangen kann man nämlich ganz einfach gedrittelt in der Pfanne brutzeln lassen, mit etwas Weißwein ablöschen, einen Thymianzweig drauf und bei geschlossenem Deckel etwa 20 Minuten durchziehen lassen.

Spargel auf einem Teller

Es ist wieder Spargelzeit – und frischer Spargel direkt vom Bauern schmeckt am allerbesten.

Foto:

picture alliance / Felix Hörhager/dpa

Auch der Beller Hof in Köln bietet schon wieder frisch gestochenen Spargel an. Zwischen dem Kölner Dom und dem Hofladen liegen 25 Kilometer Radweg mit Blick auf die schönsten Orte Kölns: Den Einkauf kann man also wunderbar mit einer Fahrradtour verbinden.

Infos zum Tipp:

Die Fahrradtour ist sowohl für Familien mit Kindern als auch für Erwachsene geeignet. Vom Kölner Dom aus geht es entlang des Rheins am Zoo und der Flora vorbei. Von dort aus radelt man durch den Lentpark und den Mediapark zum Clarenbachkanal. Mitten in der Natur angelangt, führt der Radweg bis zum Lindenthaler Tierpark und Stadtwald. Weiter geht es zur Toyota-Allee, die im Frühling von blühenden Kirschblütenbäumen umsäumt ist. Vor Corona konnte man nach dem Einkauf am Beller Hof weiterradeln zum Restaurant Kölsch Kultur in Köln-Klettenberg, um dort den Spargel der Region direkt zu probieren. Doch der Weg am Decksteiner Weiher entlang lohnt sich gerade trotz Pandemie, weil er erneut durch einen Weg voller Kirschblüten führt.

Die komplette Radtour finden Sie hier: www.spargelstrasse-nrw.de/radtouren/1775

Auf spirituellen Wegen – der Jakobsweg im Rheinland

Altenberger Dom

Der Altenberger Dom ist eine wichtige Station auf dem Jakobsweg im Bergischen Land.

Ostern ist für viele Menschen die Zeit der inneren Einkehr, der Stille, der Pilger. Bereits zum zweiten Mal findet all das unter erschwerten Pandemie-Bedingungen statt. Die Natur bleibt dabei ein wichtiger Ort zum Kraft tanken, um die neue Energie dann mit nach Hause zu bringen.

Jakobsweg durch das Bergische Land

Es gibt Wege, die eine symbolische Wucht haben: Der wohl berühmteste Pilgerweg der Welt führt Wallfahrerinnen und Wallfahrer seit mehr als 1000 Jahren zum Grab des Apostels Jakobus im nordspanischen Santiago de Compostela. Auch durchs Rheinland führen viele dieser nach historischem Vorbild rekonstruierten Routen.

Eine wichtige Station auf dem Bergischen Jakobsweg etwa, ist das Kloster Altenberg: Schon im Mittelalter machten die Pilger auf ihrem beschwerlichen Weg nach Santiago Rast im Bergischen Dom und besuchten den Altenberger Reliquienschatz. Die Spiritualität der ehemaligen Zisterzienserabtei strahlt aber auch weit in die Natur hinein bis auf die umliegenden Wanderwege – von der Hexenroute bis zum Mönchsweg.

Infos zum Tipp

Insgesamt sind die Routen des Jakobswegs in NRW über 1000 Kilometer lang. Der Rheinische Jakobsweg führt auf einer Strecke von rund 160 Kilometern in mehreren Etappen von Wuppertal- Beyenburg durch das malerische Bergische Land bis zur Rheinmetropole Köln und weiter bis zur Kaiserstadt Aachen.

Die einzelnen Etappen sind in drei bis fünf Stunden zu bewältigen. Gekennzeichnet sind die Jakobswege alle durch die berühmte gelbe Jakobsmuschel auf blauem Hintergrund.

Hier finden Sie Infos, Sehenswürdigkeiten und alles rund um die Etappen: www.deutsche-jakobswege.de 

Buchtipp:

Ingrid Retterath: „Jakobsweg Via Coloniensis von Köln nach Trier“, aus der Reihe „Outdoor – Der Weg ist das Ziel“, Band 241, Conrad Stein Verlag, 14,90 Euro.

Spannende Mikroabenteuer direkt vor der Haustür erleben

Mutter entdeckt mit Kindern den Wald

Bei sogenannten „Mikroabenteuern" können Kinder Spannendes direkt vor der Haustür erleben – die Heimat wird zum Erlebnis. (Symbolbild)

Foto:

Getty Images/iStockphoto/SolisImages

Eine Wildwassertour in Brasilien oder eine Wanderung durch die Schluchten des Himalayas. So stellt man sich ein Abenteuer vor. Es geht aber auch eine Nummer kleiner. Raus aus der Tür, hinein ins Mikroabenteuer – so werden kleine Erlebnisse genannt, die sich in den Alltag integrieren lassen. Keine Flucht, vielmehr eine Verbesserung des Alltags, sagt Christo Foerster, Wegbereiter der Idee in Deutschland. Für Kinder sind Mikroabenteuer ebenfalls eine tolle Abwechslung. Ganz unbeschwert lässt es sich mit Kindern aber nicht aus der Haustüre spazieren. Hunger, Durst und Müdigkeit müssen genauso bedacht werden wie Aktivitäten und Orte. Gleich neben einer Klippe zu schlafen ist mit Kindern keine so gute Idee. Das wissen auch Jana und Patrick Heck, passionierte Abenteurer, die ihr Hobby zur Berufung gemacht haben. Das Paar war schon ohne Nachwuchs viel unterwegs, doch auch die Geburten ihrer Kinder haben ihre Abenteuerlust nicht gebremst. Aus ihrer Expertise und Erfahrung ist kürzlich ein Buch entstanden.

In „Ausgebüxt – Mikroabenteuer mit Kindern“ zeigen die Hecks den Wert von Naturerlebnissen, teilen Outdoor-Wissen und Ausrüstungstipps und stellen viele Abenteuerideen vor. Damit ist das Buch ein toller Starthelfer für alle, die mit Kindern Mikroabenteuer planen – auch als Urlaubsersatz. Das Buch dient aber auch als Hilfestellung für erfahrene Familien und lässt dabei immer genügend Raum für Spontanität. Damit alles klappt und es nicht zum Abbruch kommt, wird der Leser auf 320 Seiten, lebensnah erzählt, von der losen Idee bis zu fixen Zielen und Ausbüx-Ideen für Zwischendurch durch das gemeinsame Abenteuer geführt.

Jana und Patrick Heck: „Ausgebüxt – Mikroabenteuer mit Kindern“, Malik Verlag, 336 S., 18 Euro 

6 Ideen für spannende Mikroabenteuer in und um Köln finden Sie hier.

Mit den Ohren in die Welt – Podcasts hören gegen Fernweh

Wer gerne reist, hat es gerade schwer. Die Sehnsucht nach der nächsten Tour in ferne Länder wächst mit jedem Tag der Pandemie. Der Start der Osterferien macht es nicht leichter. Doch es gibt Lichtblicke – zumindest zur Überbrückung. Kopfhörer auf und los geht’s!

„Man muss nicht weit reisen, um zu reisen"

Jochen Schliemann und Michael Dietz vom Podcast „Reisen Reisen“ haben sich – nach rund 100 bereisten Ländern wie Japan, Tansania oder Jamaika – auf Entdeckungstour vor die eigene Haustür in NRW begeben. Herausgekommen ist ein Gute Laune-Podcast mit Inspirationspotential.

„Man muss nicht weit reisen, um zu reisen. Um seinen Horizont zu erweitern. Um etwas zu erleben, mit allen Sinnen…“, sagt Schliemann. Und dann entführt er die Hörer unter anderem ins Bergische Land: Voller Faszination erzählt er aus Wuppertal, vom pittoresken Ortsteil Beyenburg oder vom Gelpetal – „als einem der schönsten Orte Deutschlands“. Nicht alles ist neu, doch die Perspektiven sind frisch und machen Lust auf mehr Reisen vor unsere Haustür.

Der Podcast „Reisen Reisen“ von und mit Jochen Schliemann und Michael Dietz nimmt die Hörer mit auf anregende , teils lustige, teils ernste , aber durchweg informative und inspirierende Reisen um die Welt.

Die Folge „Nordrhein-Westfalen Outdoors! Ruhrgebiet, Düsseldorf und Bergisches Land“ ist mit Hilfe von Tourismus NRW entstanden.

Dauer des Podcasts: 1 Std. 35 Min.

Erschienen im März 2021

www.dein-nrw.de

www.reisen-reisen-der-podcast.de

Seit vergangenem Jahr haben die beiden Macher von „Reisen Reisen“ eine Partnerschaft mit dem Reisemagazin GEO Saison und schreiben dort unter „Stimmwechsel“ über Reiselust und andere Dinge.

Planetariums-Angebot – das Weltall vom Sofa aus entdecken

Ein schöner Sternenhimmel

Der Sternenhimmel fasziniert immer wieder aufs Neue. (Symbolbild)

Foto:

Solange Strand und Meer als Urlaubsziele ausbleiben, müssen wir neue Wege finden, eine Auszeit vom Alltag zu nehmen - wie wäre es zum Beispiel mit einer Reise zu den Sternen? Mit „[email protected]“ nimmt das Planetarium Bochum Interessierte mit in die unendlichen Weiten des Weltalls. Auf den Internetseiten des Planetariums findet sich ein vielfältiges Programm mit Angeboten für kleine und große Astronomiefans. Die Youtube-Reihe: „Streifzüge durch das Universum" wartet zum Beispiel mit Wissenswertem rund um nahe und ferne Galaxien auf. Im aktuellsten Video betrachtet man den nächtlichen Frühlingshimmel und entdeckt gemeinsam mit der Planetariumsleiterin Prof. Dr. Susanne Hüttemeister das Sternbild „Jungfrau“, dessen Galaxiehaufen bis zu 2000 verschiedene Galaxien umfasst.

Hinter den Kulissen des Planetariums

Außerdem gibt es Materialien für Kinder und Familien, mit denen sich das Weltall auf spielerische Art erkunden lässt, etwa mit Ausmalbildern für kleine Sternenforscher oder in Form eines Astroquiz mit kniffligen Rätseln. 

Wer schon immer mal hinter die Kulissen eines Planetariums schauen wollte, kann dies in den „Behind the Scenes“-Videos tun. Auch Livestreams werden im Rahmen von „[email protected]“ angeboten, bei denen Zuschauerinnen und Zuschauer sich aktiv einbringen und Fragen stellen können.

Wunderschöne Bilder von Sternen, Monden und Planeten gibt es regelmäßig auf dem Instagram-Kanal des Planetariums Bochum, über den auch aktuelle Veranstaltungen angekündigt werden.

Das Planetarium Bochum auf Instagram: www.instagram.com/planetarium.bochum

Das gesamte Angebot des „[email protected]“ finden Sie hier: www.planetarium-bochum.de

Wandern auf dem Kapellenweg im Siebengebirge

Nikolauskapelle_HeisterbacherrottWiki

Eines gleich vorweg: Festes Schuhwerk ist fürs Siebengebirge schon ratsam, denn nicht alle Wege sind geteert oder fest geschottert. Das heißt, vor allem nach feuchter Witterung kann es unterwegs schon mal rutschig unter den Schuhsohlen werden.

Die Rheinstadt Königswinter steht nicht bloß für Rheinromantik am Drachenfels: Es gibt drei schöne markierte Wanderrunden, die rings um den Ort durch Bachtäler, über hochgelegene Felder, vorbei an Obstplantagen und Streuobstwiesen führen – und  unterwegs nicht nur teils steile Anstiege und weite Panoramablicke bieten, sondern viele Wegekreuze und Kapellen verbinden. Diese sind die ständigen Begleiter auf den Wanderungen durch das Hügelland.

Lieblingstouren im Siebengebirge

Weil die Gesamtstrecke über 40 Kilometer lang ist, gibt es die drei kürzeren Schleifen auch als Wander-Variante für einen Nachmittag. Wanderer können die genaue Tour mit allen GPX-Daten auf ihr Handy, Garmin, iPad oder Wander-Navigationsgerät herunterladen. Die Routen selber sind bestens erprobt: Ortsansässige haben für das Projekt ihre Lieblingstouren preisgegeben.

Die Kapellen-Schleifen sind jeweils rund 14 Kilometer lang, ihr Höhenniveau liegt zwischen 108 und 348 Metern über NN. Sie sind Rundtouren zur Kapellen-Wanderung, die auf insgesamt 42 Kilometern zwölf Kapellen verbindet. 

Kapellenschleife 1 - Felder, Wiesen und Weiden

Kapellenschleife 1 zum Beispiel startet am Parkplatz Haus Schlesien, Weilbergstraße. Diese erste Wanderung der Kapellenschleife führt von der Nikolauskapelle in Heisterbacherrott über die Kasseler Heide nach Vinxel zur Kapelle Mariae Heimsuchung. Nach dem Start am Haus Schlesien, geht es leicht bergauf Richtung Kasseler Heide und Vinxel. Von Feldern und Obstplantagen geprägt, bietet die Kasseler Heide schöne Ausblicke zum Oelberg, nach Rauschendorf und Rott mit seiner markanten Kirche. Von dort geht es weiter nach Rauschendorf zur Donatuskapelle mit Blick auf den Michaelsberg nach Siegburg, der Stieldorfer Kirche und den namensgebenden Sieben Bergen. Von hieraus geht es in Richtung Oelinghoven auf dem RRR Radweg ins Lauterbachtal zurück zum Parkplatz.

Streckenlänge: 13,5 km, Steigung/ Gefälle 131m
Laufzeit: etwa 3 Stunden 40 min. bei 4km/Std.

Einzelheiten zu den Kapellenschleifen, Karten und GPX-Daten zu den Wanderungen finden Sie auf: www.siebengebirge.com

Eifel hautnah - eine Gegend, ein Buch und Hotspots 

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Bäche, Täler, Wälder: Die Eifel ist groß und vielseitig

Die Eifel – sie löst ein pures Glücksgefühl in uns aus. Sie steht für „Raus aus dem schnellen Alltag“ und „Rein ins langsame Wochenende“. Weg von Stadtlärm, Dreck und Menschenmassen, hin zu Vogelgezwitscher, Wiesen und Wäldern. Freiheit. Ruhe. Erholung. Vor allem seit Beginn der Pandemie steht die Eifel noch mehr für eine gelungene „Flucht“ nach draußen. Schließlich wird bei einer Familienwanderung mit Kind und Kegel, etwa entlang der plätschernden Kyll, so einiges in die Balance zurückgerückt was durch fehlendes Fußballtraining und enge Stadtwohnungen aktuell stark strapaziert wird.

Überfüllter Nationalpark Eifel

Nun macht der Ansturm auf die Eifel nicht alle glücklich: Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW und das Nationalparkforstamt Eifel bemerken, dass vor allem der Nationalpark stark überlaufen sei. Doch der ist mit einer Größe von 107 km2 nur ein Bruchteil der wunderschönen Landschaft, die sich auf deutscher Seite auf einer Fläche von 5300 km2 ausbreitet.

Tipp: Halten Sie sich einfach fern von Hotspots - die Eifel hat noch ganz viele andere schöne Orte neben dem Nationalpark.

Außerdem werde leider oft beobachtet, dass Besucher in Naturschutzgebieten einfach querwaldein liefen und regelmäßig die Wege verließen, beklagen Förster in der Eifel. Dies ist nicht erlaubt. Vielen sei mitunter gar nicht bewusst, dass sie dabei möglicherweise wichtige oder seltene Flora und Fauna zerstören. Auch Hunde müssen in ausgewiesenen Naturschutzgebieten an der Leine geführt werden.

Inspiration für die Eifel

Eifel hautnah - Das Buch 2021 zeigt was es alles in dieser besonderen Gegend

Eifelhautnah_Buchcover Reiche

Eifel hautnah – Das Buch 2021/2022

Foto:

Katrin Reiche (Foto Buchcover)

zu entdecken gibt: Auf 336 Seiten wird Altes, Neues, Wissenswertes, Geschichtliches und einfach Erstaunliches über Land und Leute erzählt. Da punkten Ost- oder Nordeifel, Süd- oder Vulkaneifel, Schneifel sowie Mosel-Eifel und auch das Ahrtal mit eigenen Geschichten. Das Buch ist weder Reise- noch Wanderführer. Stattdessen wird die Vielfalt der Eifel hervorgehoben – vom Mineralwasser bis zum eigenen Eifel-Gin. Es ist eine kleine Inspiration für alle, die jetzt schon mal in Gedanken reisen möchten.

Eifel hautnah – Das Buch 2021/2022: Jahrbuch-Verlag Foester & Partner, ISBN 978-3-89296-301-1, 24 Euro

So bauen Sie einen Nistkästen selber

Nistkasten

Meisen, Stare, Kleiber und Sperlinge brauchen Nistkästen.

Vögel und andere Tiere, wie der Gartenschläfer, finden für ihre Nester immer weniger Platz in der Natur und sind froh, wenn man ihnen Nistkästen bereitstellt. Der Februar ist die perfekte Zeit, um diese aufzuhängen, erklärt die Deutsche Wildtier Stiftung. Auch der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) weist darauf hin, dass man noch im Winter an die Kinderstuben der heimischen Tiere denken sollte.

Ende Februar Nisthilfen aufhängen

Werden die Nisthilfen Ende Februar aufgehängt, haben die Vögel Zeit, diese gemütlich einzurichten und zu beziehen. Ab Mitte März starten die meisten Singvögel mit ihrer Brut- und Aufzuchtphase. Je nach Vogelart gibt es verschiedene Nistkastenformen und Größen der Einfluglöcher. Der BUND empfiehlt, Nisthilfen für verschiedene Vogelarten bereitzustellen. Die Kästen sollten vor direkter Sonne geschützt und nach Osten oder Südosten angebracht werden. Außerdem sollten sie außer Reichweite von Katzen, Mardern und Eichhörnchen liegen. Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich Nistkästen selbst bauen.

So bauen Sie einen Nistkasten

Für Nistkästen eignen sich Materialien ohne Chemie. Der BUND schlägt Fichten- oder Tannenholz vor. Auf der Website gibt es einen Bauplan mit Maßen. Die Größe des Häuschens ist Vögeln nicht wichtig, die Maße funktionieren also für viele Arten.

Hat man die Bauteile nach Plan gesägt, raut man die Fronten an und schleift die Ränder ab. Dann den Kasten zur Probe ohne Nägel zusammensetzen. Passt alles, sägt man das Eingangsloch. Durch verschiedene Lochgrößen kann man die Vogelart bestimmen, die dort brüten soll. Das Loch abschleifen und die Seiten mit Rückwand und Boden vernageln. Das Dach und eine Leiste auf der Rückseite als Aufhängung folgen.

Um den Kasten reinigen zu können, sollte man die Vorderwand nur an den oberen Enden der Seiten vernageln, um sie aufklappen zu können.

Imprägnieren kann man das Holz mit Leinöl.

www.bund-rvso.de 

Glitzernde Wiesen und Wälder am Windsborn-Kratersee

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Vulkanlandschaft in der Eifel

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Mit Frost und Schneefall verändert sich das Gesicht der Eifel im Nu. Von tristem Wintergrau wechselt die Farbe der Landschaft in ein glitzerndes Silberweiß, hinter dem das dunkle Grün der Nadelwälder einen reizvollen Kontrast bildet.

Schnee gab es hier im Mittelgebirge in diesem Jahr schon recht viel - der Blick auf die weißen Winterlandschaften ist immer wieder urromantisch. Als märchenhaft und romantisch gilt auch die winterliche Atmosphäre am Windsborn Kratersee in der Vulkaneifel, dem einzigen Kratersee nördlich der Alpen, wenn seine Wasseroberfläche gefroren ist.

Der See ist umgeben von einem bis zu 30 Meter hohen Ringwall. Ein anstrengendes, aber lohnenswertes Muss ist der Aufstieg zum Kraterrand. Hat man das erst mal geschafft, bietet sich vom Gipfelkreuz ein einzigartiger Blick auf die umliegende Eifellandschaft und die Mosenberg-Meerfelder-Vulkangruppe. Hier kommt man auf der 15 km langen Wandertour „Meerfelder Maar und Windsborn Kratersee“ vorbei.  

Infos zum Tipp: 

Als längere Tour, die am Windsborn-Kratersee vorbei führt, bietet sich die 15 km lange Wandertour „Meerfelder Maar und Windsborn Kratersee“ an, die am Maarmuseum in Manderscheid startet.  

Strecke: Maarmuseum Manderscheid, „Wittlicher Str.“, Dombachhof, Wasserfall, Wolfsschlucht, „Horngraben“, Mosenberg-Gipfel, Windsborn-Kratersee, Bettenfeld, Meerfeld, „Maarweg“, Meerbachtal, Manderscheid.

Ein Besuch am Windsborn Kratersee bietet sich auch in Verbindungen mit kürzeren Spaziergängen an.

Parken und Wandern: Vom Parkplatz Hinkelsmaar/Kratersee oder vom Parkplatz am Angelersatzgewässer führt ein 20 minütiger Fußweg bis zum See.
www.gesundland-vulkaneifel.de

Die Wettervorhersage für die Region kündigt für das Wochenende weiterhin Minustemperaturen und Sonnenschein an. 

Der Vulkan-Maar-Pfad ist vom Wandermagazin nominiert als schönster Wanderweg. Hier können Sie für die Tour abstimmen.  

Mehr Wanderungen in der Vulkaneifel finden Sie auch bei Outdooractive.

Weitere Ausflüge und Tipps in der Vulkaneifel:
>Zehn schöne Ausflugsziele und Wanderungen in der Vulkaneifel

Kölner Gastro-Buch: "Niemals geht man so ganz"

Das Buch: „Niemals geht man so ganz" der Kölner Gastro-Szene

Der Fotoband „Niemals geht man so ganz“, dokumentiert in Bildern die ersten Stunden des zweiten Lockdowns in Kölner Bars, Cafés, Clubs und Restaurants.

Eine Stadt ist aus vielerlei Gründen bunt. Wegen seiner Menschen, dem kulturellen Angebot und wegen der gastronomischen Betriebe, die ihr Leben einhauchen. Dank Karneval wird üblicherweise sogar der Winter richtig bunt. Aber nicht in diesem Jahr. In den Kneipen bleibt es dunkel. Den Wirten geht das Karnevalsgeschäft durch die Lappen. Was bleibt? Sich zu Hause einkuscheln – am besten mit einem schönen Buch. Und welches wäre derzeit passender als eines, das der gebeutelten Gastronomie zugutekommt. Die Rede ist vom Fotoband „Niemals geht man so ganz“, der mit Bildern die ersten Stunden des zweiten Lockdowns dokumentiert und geschlossene Kölner Bars, Cafés, Clubs und Restaurants in Zeiten von Corona zeigt. Ganz in Schwarz-Weiß sieht man, wie eintönig Köln ohne seine Gastronomien ist. Der Band lässt uns an vergangene Zeiten in der Lieblingskneipe denken. Und macht dank Vorwort, verfasst von Daniel Rabe und Maike Block des IG Kölner Gastro e.V., Hoffnung. Sie sagen: „Kölns Gastronomie kommt wieder. Sehr bald. Sehr bunt“.

Infos zum Buch

Die Frontansicht der Kölner „Ubierschänke"

Die Ubierschänke in der Kölner Südstadt im Lockdown.

119 Kneipen, Restaurants, Cafés und Bars haben aus den ersten Stunden des zweiten Lockdowns im November 2020 Fotos an den IG Kölner Gastro e.V. geschickt. Daraus ist dieses Buch entstanden. Jeder Einrichtungen ist eine Seite mit Bild gewidmet, die den geschlossenen Betrieb zeigt.

Bis auf Vorwort und Index kommt der Bildband ohne Text aus. Im Index wird verraten, um welche Betriebe es sich auf den vorangegangenen Seiten handelt. 5 Euro pro verkauftem Buch gehen zur Unterstützung der Kölner Gastronomielandschaft an den IG Kölner Gastro e.V.
ig-koelner-gastro.de

Buchtipp:„Niemals geht man so ganz“, DuMont Buchverlag, 20 Euro

Brot backen erlebt eine Renaissance - so geht's!

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Brot selberbacken ist zur Zeit sehr angesagt.

Foto:

Getty Images/iStockphoto/Cleardesign1

Der Duft von frisch gebackenem Brot löst ein besonderes Wohlgefühl in uns aus. Erst sanft, dann immer stärker strömt er durchs Haus und hüllt uns in seine Duftwolke ein. Wenn wir dann noch in ein selbst gebackenes, warmes und zugleich krosses Brot mit Butter reinbeißen, dann sind alle Sinne auf einmal beglückt. Gerade in den Corona-Krisentagen entwickeln viele Menschen auch eine neue Wertschätzung für einfache Dinge – wie Brot backen.

Ein gutes Brot braucht nicht viele Zutaten: Mehl, Flüssigkeit (Wasser, Milch oder Buttermilch), Salz und ein Triebmittel wie Hefe oder Sauerteig lassen das Brot schön aufgehen. Danach gibt es keine Grenzen mehr, um den Geschmack zu bestimmen, weiß Christin Geweke. In ihrem Buch „I love Brot“ verrät sie tolle Rezepte aus aller Welt: Vom Pistazien-Babka (süßer Zopf) bis zum italienischem Tortano (Kranzbrot), vom würzigen Roggenbrot bis zum Zupfbrot mit Parmesan, Ricotta und Thymian. Brot ist ein Seelentröster und am besten schmeckt es frisch gebacken –den Duft gibt’s gratis dazu.

Brot backen kann jede und jeder! Es muss vor allem nicht schwer sein. Neben unendlich vielen Rezept-Portalen im Internet – von Chefkoch bis Pinterest – und genauso vielen Youtube-Videos, gibt es auch immer mehr Online-Workshops von Bloggern und Backschulen für Hobbybäcker, die Neues lernen möchten. Der Heimbäcker in Köln Deutz bietet zum Beispiel viele verschiedene Brotbackkurse an - vom Sauerteig-Intensivkurs bis zum Baguette- und Ciabatta Kurs. 

Workshops werden zum Beispiel angeboten bei:

heimbaecker.de
bakenight.com
www.brotbackkunst.de

Buchtipp: „ I Love Brot“

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Christin Geweke: „ I Love Brot“, 93 Seiten, Hölker Verlag, 20 Euro

Lust auf Brot backen machen auch die vielfältigen Rezepte von Christin Geweke – von klassischem Schwarz- und Sauerteigbrot bis zu süßen Frühstücksbroten. Einfach und übersichtlich, stellt die Autorin die verschiedenen Mehlsorten vor, gibt eine ausführliche Anleitung, um Sauerteig richtig herzustellen und listet Zubehör auf, das man zum Brotbacken benötigt. Die Rezepte - von deftigem Roggen- oder Kartoffelbrot bis zum Nussbrot oder süßem Hefezopf  - sind gut erklärt und sehr verlockend. Auch Brotrezepte aus aller Welt sind dabei - vom Pistazien-Babka über Chili Cornbread bis zum dänischen Knäckebrot.

Buchtipp:

„ I Love Brot“, Christin Geweke: 93 Seiten, Hölker Verlag, 20 Euro

Spazieren in Köln: Neuer Kulturpfad mit 17 Stationen

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Der Hermeshof wird wie alle Stationen des Pfades per QR-Code erklärt.

Obwohl ich seit Jahren hier lebe, entdecke ich Köln nun durch die vielen Spaziergänge neu“, sagte eine junge Frau am Wochenende. Spazierengehen scheint das neue Lieblings-Hobby der Kölner zu sein. In den vergangenen Wochen, insbesondere als Schnee lag, war das gut zu beobachten. Ob in der Natur, am Rhein oder in den Straßen der Stadt – der Konsens ist: Es bleibt nichts anderes übrig als Spazieren. Dabei lassen sich die Abstandsregeln einhalten, man bekommt den Kopf frei, Gedanken können schweifen. Für einige ist es die beste Möglichkeit, eine andere Person mit Abstand zu treffen und ein bisschen zu plaudern. Aber gibt es auch Spaziergänge der besonderen Art? Wer seinen Spaziergang ein wenig aufpeppen möchte, ja ihn sogar mit Kultur verbinden will, sollte sich eine Runde in Alt-Niehl vornehmen. Seit neuestem gibt es dort nämlich einen interaktiven Kulturpfad, den es zu entdecken gilt. Auf diese Weise kann man interessante, unterschätzte oder unbekannte Ecken in dem früheren Fischerdorf erkunden.

Infos zum Tipp

Der Kulturpfad hat 17 Stationen, an denen Schilder mit kurzen Informationen und einem QR-Code angebracht sind. Scannt man den Code mit dem Handy, bekommt man darauf weitere Erklärungen zu dem Ort angezeigt. Die Auswahl der vorgestellten Gebäude oder Orte ist breit gefächert. Unter den 17 Punkten befinden sich beispielsweise die historische Kirche Alt St. Katharina, der Hermeshof und der alte Brunnen „Krakels Pump“. Aber auch die Niehler Hafenbrücke und das weitläufige Rheinpanorama haben Schilder bekommen. Als Ausgangspunkt für die Runde empfiehlt sich die Endhaltestelle der Linie „Sebastianstraße“, da hier auf einer Tafel alle Stationen eingezeichnet sind. Weitere Stationen sollen noch hinzugefügt werden. Die Runde kann also frei nach Interesse angegangen werden.

niehler-buerger-verein.de/kulturpfad-niehl 

Virtuell ins Theater mit Dramazon Prime

Szene aus der Inszenierung von Elfriede Jelineks „Schwarzwasser“.

Eine Szene aus Stefan Bachmanns Inszenierung von Elfriede Jelineks „Schwarzwasser“.

Foto:

Tommy Hetzel/Schauspiel Köln

Das Leid der Kulturschaffenden und derer, die sie so sehr vermissen, kann nicht oft genug in Erinnerung gerufen werden. Besuche im Theater oder in der Oper, im Konzert oder Kino – sie wirken wie ein Luxusgut aus alten Zeiten.

Doch viele Kreative haben sich längst angepasst und bieten tolle digitale Möglichkeiten, Kultur zu erleben. Ein gelungenes Beispiel ist Stefan Bachmanns Inszenierung von Elfriede Jelineks „Schwarzwasser“, die zu Beginn der Pandemie im März erstaufgeführt werden sollte. Der Kölner Schauspiel-Chef entschlackte das Stück Corona-gerecht und zeigte es stattdessen im September – mit Erfolg! Wer die Aufführung verpasst hat, kann sie sich jetzt als Film ansehen. Es lohnt sich. Virtuos verknüpfen Jelinek und Bachmann aktuelle Geschehnisse. Der Keim, von dem gesprochen wird, ist nicht Covid, sondern rechtspopulistische Positionen, die sich analog zum Virus ausbreiten, und sämtliche Lebensbereiche infizieren. Dafür wurde „Schwarzwasser“ als bestes Stück mit dem Nestroy-Preis 2020 ausgezeichnet.

Infos zum Tipp

„Schwarzwasser – Der Film“ von Elfriede Jelinek , inszeniert von Stefan Bachmann im Schauspiel Köln, gibt es noch bis zum 24. Januar als On-Demand-Stream zu sehen.

Mitwirkende: Vera Flück, Nicola Gründel, Lola Klamroth, Peter Knaack, Tom Radisch, Jörg Ratjen

Regie: Stefan Bachmann

Tickets: Unter dem Motto „Pay what you want“ gibt es Tickets von 1-100 Euro. Jeder entscheidet selber, wie viel er oder sie zahlen möchte und kann.

Weitere Infos:www.schauspiel.koeln/spielplan/dramazon-prime 

Aktuell bei „Dramazon Prime“, dem Online-Programm am Schauspiel Köln, laufen Don Karlos von Friedrich Schiller (bis 17.1.), Schwarzwasser (bis 24.1.), Die Lücke 2.0 (ein Hörstück), Gesprächsreihen, Workshops und Podcasts. 

„Die schönste Zeche der Welt“ virtuell erleben

Die Sonne scheint durch den Förderturm der Zeche Zollverein. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Die Sonne scheint durch den Förderturm der Zeche Zollverein. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

An Tagen, an denen wir nicht hinaus können, bleiben wir einfach drinnen und kümmern uns um ... Heimatkunde. Jetzt nicht gleich weiterblättern, denn es könnte ungeheuer spannend werden.

Blicken wir dafür einfach mal vom Rhein hinüber an die Ruhr – ins Zeitalter der Kohle. Zwischen Rhein und Ruhr nämlich hat die Steinkohleförderung ein gewaltiges Erbe hinterlassen, das immer noch präsent ist, auch wenn die letzten Förderstätten längst geschlossen wurden: Kein anderes Bundesland neben Nordrhein-Westfalen verfügt über so viele Zechen, Gasometer, Kokereien, Hochöfen oder Hebewerke. Manche dieser Orte sind heute Besucherstätten oder Museen, und einige davon – und das ist das Interessante in Lockdown-Zeiten – kann man auch virtuell erkunden.

Touren durch die Zeche Zollverein

Auf der berühmten Zeche Zollverein in Essen zum Beispiel – viele sagen auch „die schönste Zeche der Welt“ – führt diese Tour durch denkmalgeschützte Gebäude und mitten hinein in den Alltag der Bergleute von Europas größter Kokerei.  

Denkmalpfad Zeche Zollverein Virtuelle Besucher können den Weg der Kohle in den authentisch erhaltenen Anlagen der Zeche nachvollziehen. Gigantische Maschinen, Transportbänder, Förderwagen, Bunker und Trichter stehen dort für eine bewegte und bewegende Industriegeschichte. Wo einmal bis zu 12 000 Tonnen Kohle am Tag gefördert und aufbereitet wurden, erleben Gäste nun die Arbeitsorte mehrerer Generationen von Bergleuten.

Der Zollverein-Bergmann Peter berichtet in Videoclips aus seinem Alltag auf der Zeche und erklärt, wie die die Maschinen funktionieren.

Tickets für diese virtuelle Führung kosten 3,80 Euro und können über den Dienst PayPal bezahlt werden. Der Internet-Zugang endet automatisch nach Ablauf von 24 Stunden.
museum-virtuell.com
zollverein.de 

Mit Rezept – so gelingt der Kuchen zum Dreikönigsfest

Ein leckerer Dreikoenigskuchen mit einer Pappkrone als Deko

Im traditionellen Dreikönigskuchen wird entweder eine Bohne, eine Mandel, oder sogar eine kleine Figur eingebacken. Wer sie findet, wird gekrönt, geküsst und hat im neuen Jahr besonderes Glück.

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Am kommenden Mittwoch, dem 6. Januar, ist der „Dreikönigstag“ oder auch das „Dreikönigsfest“, an dem an die „Heiligen Drei Könige“ erinnert wird. Die eigentliche Bezeichnung für den Tag ist „Erscheinung des Herrn“. Gewidmet ist der Tag den drei Weisen aus dem Morgenland, die, der Geschichte zufolge, nach Bethlehem reisten, um dem Jesuskind zu huldigen und es zu beschenken.

Traditionen zum Dreikönigstag

Ob und in welcher Form diese Überlieferung wahr ist, ist unklar. Dennoch segnen Kinder hierzulande als die „Heiligen Drei Könige“ heute noch Häuser und sammeln Geld für gute Zwecke. In Spanien findet am 6. Januar die weihnachtliche Bescherung statt. Dazu gibt es den Dreikönigskuchen, der an diesem Feiertag auch in vielen anderen Ländern, darunter Frankreich, aufgetischt wird. Darin eingebacken wird eine Bohne, Mandel oder sogar eine kleine Figur. Wer diese findet, hat, je nach Tradition, einen Glücksbringer, wird gekrönt, geküsst und soll im nächsten Jahr zum Kuchen einladen.  

Das Rezept (aus Frankreich):

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Backform mit Butter einfetten und mit Mehl bestäuben. Eine Scheibe runden Blätterteig (vorher präpariert oder gekauft) in die Form legen, Ränder anpassen. 125 g Zucker mit 150 g geschmolzener Butter zu einer schaumigen Masse schlagen, dann zwei Eier nacheinander hinzufügen. 200 g gemahlene Mandeln dazugeben. Gut rühren. Masse auf den Teig verteilen.

Eine Porzellanfigur oder eine Bohne darauflegen. Alles mit einer zweiten Scheibe Blätterteig zudecken. Die Ränder zusammendrücken. Oberfläche mit Eigelb bepinseln. Mit einer Gabel Rautenmuster bilden. 30 Minuten backen; lauwarm genießen. Die jüngste Person muss unter dem Tisch sagen, für wen das gerade geschnittene Stück ist. Danach essen alle vorsichtig. Wer die Figur findet, bekommt die Krone aufgesetzt.

Wandern auf der Heimatblick-Runde in der Voreifel

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Bei klarer Sicht geht der Blick vom Vorgebirgskamm zwischen Bonn und Bornheim im Osten über das Siebengebirge bis ins Bergische Land, nach Norden ist der Kölner Dom zu sehen und im Westen der Kottenforst. 

In der Voreifel führt ein Rundweg mit dem schönen Namen „Heimatblick“ durch die  Landschaft zwischen Rhein und Eifel: Streuobstwiesen wechseln sich ab mit Pferdekoppeln, kleinen Gemüsefeldern und Waldstücken, getrennt durch dichte Hecken und  Buschland. Darin eingebettet liegen die „Quarzsandgrube Brenig“ und die „Kiesgrube an der Roisdorfer Hufebahn“. Vorbei geht es auch am „Kamelleboom“, einem Grenzbaum, in dem es Süßigkeiten „regnet“, weiter nach Alfter, wo der Jakob-Wahlen-Park zu einer Pause einlädt. Zurück führt der Weg auf dem Vorgebirgskamm nach Bornheim.

Phantastische Blicke in die Heimat -  die verspricht auch der LSV-Aussichtsturm auf dem Vorgebirgskamm zwischen Bonn und Bornheim. Hier schaut man über die Quarzsandgrube und die Rheinebene.

Heimatblick-Runde: Der Weg ist 15,4 km lang und gut markiert. Vom Wanderparkplatz Ville führt der Weg durch den Kottenforst bis zum Vorgebirgskamm.


www.rheinland.info

Anreise: Mit dem Auto Parkplatz Alfter/ Alanus Hochschule.
Mit der Bahn Linie 18 bis Haltestelle Alfter/ Alanus Hochschule.

Der Parkplatz und die Haltestelle liegen nicht direkt am Wanderweg. Über die „Bahnhofstraße“ und „Am Herrenwingert“ kommt man am Schlosspark in Alfter zur Heimatblick-Runde. 

Eine Karte mit der Heimatblick-Runde finden Sie hier.

Wandern in der Eifel mit Aussicht auf Vulkane und Maare 

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Blick von der Aussichtsplattform nach Süden; Meerfelder Maar, Meerfeld, im Hintergrund Bettenfeld. Links auf dem Plateau die Vulkangruppe Mosenberg.

Wandern durch jahrhundertealte Erdgeschichte, umringt von Millionen Jahren vulkanischer Geologie: Es ist schon außergewöhnlich, was die Vulkaneifel zu bieten hat. So schaffte es auch 2020 zum dritten Mal in Folge ein Wanderweg aus der Region aufs Treppchen des Wettbewerbs „Deutschlands schönster Wanderweg“. Das war der Manderscheider Burgenweg. 2021 will nun auch der „VulkaMaar-Pfad“ berühmt werden und hat beste Voraussetzungen dafür.

Herrliche Weitblicke

Hoch über der Lieser entfaltet der 27 Kilometer lange Weg seinen ganzen Zauber. Wunderbare Einblicke in das Kerbtal der Lieser und herrliche Weitblicke krönen das Vergnügen. Besonders die Aussichten hoch über Meerfeld und die vielen Burgenblicke kurz vor Manderscheid erfreuen das Wanderherz.

Es geht an Zeugnissen explosiver Zeiten vorbei, an der Wolfsschlucht und dem Mosenberg mit dem Windsborn Kratersee und dem Aussichtsturm „Landesblick“ am Meerfelder Maar. Von hier aus hat man eine wunderbare Weitsicht. Besonders schön ist auch der Abschnitt um die Bleckhausener Mühle, die zurückgezogen im Tal der Kleinen Kyll liegt.

Infos zum Tipp

Der „VulkaMaar-Pfad“ führt in zwei Etappen über insgesamt 27 Kilometer durch die Vulkaneifel.

1. Etappe: Start in Manderscheid über Bettenfeld bis zum Ziel in Meerfeld, Länge 13,2 km, Aufstieg 434 m, Abstieg 454 m, Gehzeit etwa 4 Stunden

2. Etappe: Start in Meerfeld, Ziel Manderscheid Länge 13,8 km, Aufstieg 548 m, Abstieg 528 m, Gehzeit etwa 4,5 Stunden

Die Auszeichnung „Deutschlands schönster Wanderweg“ wird alljährlich von der Zeitschrift Wandermagazin vergeben. Die Abstimmung läuft vom 4. Januar bis zum 30. Juni 2021. Die Stimmabgabe ist online sowie per Postkarte in allen GesundLand Tourist Informationen möglich.

www.gesundland-vulkaneifel.de

 Zwischen Heide, Moor und Pfeifengras in der Eifel

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Schon in historischen Karten ist dieses Heidegebiet gekennzeichnet, heute gehört es zum Naturpark Hohes Venn-Eifel.  Auf über 450 Höhenmetern thront der Struffeltkopf zwischen den Ortslagen Rott und Roetgen: Kaum Wald, dafür Gräser und Moorlandschaft prägen das Naturschutzgebiet. Viele seltene Pflanzen- und Tierarten leben in diesem einmaligen Biotop.

Pfeifengras ist typisch für den Struffelt

Typisch für den Struffelt ist zum Beispiel das Pfeifengras. Die langen Halme mit den violettgrauen Ähren wurden früher als Pfeifenputzer benutzt. Sie galten als knotenfrei und blieben beim Durchziehen nicht im Pfeifenhals stecken. Holzstege sorgen heute dafür, dass auch Wanderer das geschützte  Hochmoor durchqueren können – und zwar ohne nasse Füße zu bekommen. 

Rundwanderung an der Dreilägerbachtalsperre

Silbergraue Birken stehen auf dem hölzernen Weg durchs Moor Spalier. Eine Rundwanderung  führt durch das Wasserzufuhrgebiet der Dreilägerbachtalsperre. Tafeln erklären die Besonderheiten der Wanderlandschaft, von der Aussichtsplattform gibt es einen tollen Blick auf die Staumauer der Talsperre. Eine optimale Tour für die ganze Familie.

Die Wanderung Struffeltour: Mitten durch den Struffelt verläuft die Wanderroute Eifelsteig. Die Struffelttour als Teil davon führt durch Moore, Sümpfe und Bruchwald, ist  9,7 km lang und startet am Parkplatz Filterwerk Roetgen – eine leichte,  familienfreundliche Runde mit geringer Steigung und interessanter Wegführung. Mit Markierung und Infotafeln an der Strecke.

Start der Wanderung: Parkplatz Filterwerk Roetgen,
Länge: 9,7 km
Auf Google Maps anzeigen

www.eifelsteig.de

So helfen Sie der Kunst mit dem Kulturgenerator

OdeonKino

Das Odeon Kino in der Südstadt

Kultur ist nicht alles, aber ohne Kultur ist alles nichts“. Diese Weisheit, die gerade auch in großen Lettern über dem Odeon-Kino in der Kölner Südstadt prangt, scheint aktueller denn je: Theater, Tanz, Kunst, Kinos sind schwer getroffen von der Corona-Krise. Da ist es umso beeindruckender zu sehen, wie sich Einrichtungen mit Kreativität, Solidarität und Optimismus versuchen über Wasser zu halten.

Ein Bespiel dafür ist der gerade gestartete „Kulturgenerator“, eine solidarische Online-Galerie, auf Initiative des Kölner Kulturrats, der Niehler Freiheit e.V. und des Kunstzentrums Wachsfabrik. Künstler und Kulturschaffende können ihre Arbeiten online verkaufen, sie entscheiden dann selber ob und in welchem Umfang ihre Erlöse auf ein solidarisches Konto eingezahlt werden. Im Februar gibt es eine Ausschüttung an alle Teilnehmenden, auch an die, deren Angebote nicht verkauft wurden.

Neben Objekten der bildenden Kunst sollen hier in Kürze auch kulturelle Angebote in Form von Erlebnissen verkauft werden.

Infos zum Tipp

Der „Kulturgenerator“ ist eine solidarische Online-Galerie, die darauf abzielt, die durch Verkäufe generierten Einnahmen unter allen teilnehmenden Kunst- und Kulturschaffenden zu verteilen.

Kosten: Die Preisspanne der Werke liegt zwischen 25 und 5000 Euro. Sobald ein Angebot verkauft wird, rückt ein neues nach. Der aktuelle Stand des gemeinsam generierten Geldes ist auf der Webseite permanent einsehbar.

„Mit dem Projekt wollen wir die Sichtbarkeit von Kunst und Kultur aufrecht erhalten“, erläutert Katherina Gorodynska vom Verein Niehler Freiheit e.V.. “Es ist ein Vorschlag, wie Solidarität mit aber auch innerhalb der Kunst- und Kulturszene gestaltet werden kann.“
www.kulturgenerator.de

Blaues Wunder, die schönsten Flüsse in NRW

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Wuppertalsperre bei Remscheid

Foto:

Getty Images/iStockphoto/eurotravel

Wie Lebensadern schlängeln sich die vielen Flüsse und Bäche auf rund 50.000 Kilometern durch Nordrhein-Westfalen. Wasser ist essenziell für unser Leben. Wir trinken es, wir schwimmen drin, wir paddeln drauf oder spazieren entlang. Flüsse und Seen gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen in NRW.

Auch wenn unsere Freizeit-Aktivitäten derzeit stark eingeschränkt und touristische Reisen mit Übernachtungen wegen der hohen Infektionszahlen auch innerhalb des Bundeslandes nicht gestattet sind, allein die theoretische Beschäftigung mit der Natur löst ein Wohlgefühl aus: Es tut gut, sich die Zeit zu nehmen, einen schönen Natur-Bildband durchzublättern. Fotograf Wolfgang Schomberg und Autor Peter Rüther haben sich die schönsten Flüsse in NRW angesehen und in einem Bildband festgehalten. Sie bieten viel Inspiration für den nächsten Ausflug, nebenbei gibt es noch einiges zu lernen über unsere Lebensadern. Und nicht vergessen: Mit der Kraft des Wasser haben wir schon einiges geschafft!

Infos zum Tipp

Lippe, Ruhr, Sieg, Wupper und Ems, Rhein, Lenne, Weser, Erft und Rur – was diese Flüsse in NRW so besonders macht, das zeigen vor allem die Fotos in dem neu erschienenen Bildband von Wolfgang Schomberg und Peter Rüther.

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Blaue Wunder, Die schönsten Flüsse in NRW, ist erschienen im Droste Verlag

Foto:

Reiche/Buchcover Blaues Wunder

Als Leiter der Biologischen Station im Kreis Paderborn-Senne rückt Rüther unsere Flüsse und Bäche in den Mittelpunkt des neuen Bildbands. Viele Worte braucht es nicht, um die Schönheit und Vielfalt der Flusslandschaften in NRW zu zeigen. Denn die Flüsse präsentieren sich von ihren schönsten Seiten: Wild und ungezähmt, urban und artenreich.

Das Buch: Blaue Wunder, Die schönsten Flüsse in NRW, ist erschienen im Droste Verlag, 207 Seiten, 29 Euro

Leuchtender Zechenpark zur Landesgartenschau

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Die Landesgartenschau 2020 läuft noch bis zum 25. Oktober. Abends erleuchtet der Zechenpark in bunten Lichtern.

Das Zisterzienserkloster „Kloster Kamp“ und der grüne Zechenpark erinnern in zwei Parks der Landesgartenschau 2020 an die Vergangenheit der Stadt Kamp-Lintfort. Verbunden werden die beiden Bereiche durch eine „Erlebnisachse Wandelweg“, auf der auch das „Kamper Gartenreich“ mit barocken Terrassen und Weinbergen zu sehen ist.

Über einen Weg durch die Paradiesgärten geht es zum Abteiberg. Wer hoch hinaus möchte, besteigt den 70 Meter hohen Förderturm des ehemaligen Bergwerks West, der nun als Aussichtsturm dient. Das 40 Hektar große Gelände sieht von dort oben gar nicht mehr so riesig aus. Im Zechenpark befinden sich außerdem die Blumenhallen, der Gärtnermarkt, sowie das Zentrum für Bergbautradition.

Für  kleinere  Besucher ist die Spiel-und Tieroase, inklusive Streichelzoo, besonders aufregend. Führungen werden auch angeboten.

Ein Highlight  für die letzten Tage: Das Zechenparkleuchten bietet bis 24. Oktober an den Abenden auf einem Rundgang spektakuläre Lasershows und Lichtinstallationen. 

Infos zum Tipp

Die Landesgartenschau 2020 läuft noch bis zum 25. Oktober

Öffnungszeiten: täglich geöffnet von 9 bis 18 Uhr. Der Aussichtsturm kann von 10 bis 16 Uhr bestiegen werden.

Wegen des Zechenparkleuchtens müssen Tagesgäste das Gelände bis 18 Uhr verlassen. Einlass für die Lichtshow ist um 19 Uhr. Sie geht bis 21.30 Uhr, um 22.30 Uhr schließt der Park.

Eintritt: Mit einem Kombi-Ticket für 26,50 Euro können Sie beide Veranstaltungen besuchen. Ein Einzelticket für die Landesgartenschau kostet für Erwachsene 18,50 Euro, die Lichtshow  12 Euro.

Tickets gibt es online und an der Besucherkasse. Die Gastronomiebetriebe, zwei Restaurants und ein Café, sind geöffnet.

Anfahrt: Die Adresse lautet Friedrich-Heinrich-Allee 90 in 47475 Kamp-Lintfort.

Unter kamp-lintfort2020.de finden Sie weitere Informationen, auch zu den Corona-Maßnahmen.

Gameskultur in Bonn entdecken

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Das Computerspiel „Moorhuhn" war ein großer Spaß.

Wer sich vom herbstlichen Wetter abschrecken lässt und lieber nicht nass werden möchte,  findet in und um Köln viele spannende Ausstellungen, die sich für einen Ausflug anbieten.

Unser Tipp: Gameskultur im Deutschen Museum in Bonn entdecken

Die Geschichte der Computerspiele ist ein wichtiges und zugleich buntes Stück unserer Alltags- und Kulturgeschichte geworden. Die interaktive Wanderausstellung „Gameskultur in Deutschland" aus dem Computerspielemuseum in Berlin zeigt Meilensteine aus fast vier Jahrzehnten und macht die Entwicklung der digitalen Spielkultur erlebbar - quer durch die Generationen.

Die Ausstellung befasst sich mit vielen Aspekten und Geschichten rund um Kreativität, Kultur und Kommerz von Computerspielen.

Acht Games können vor Ort gespielt werden: Mit dabei sind der visionäre Videospielautomat „Nürburgring Power-Slide"von 1982 und die klassischen Geschicklichkeitsactionspiele wie „Turrican"(1989) oder „Indiana Jones – Greatest Adventures"(1994). Auch der Spaß-Hit von 1999 nicht: das „Moorhuhn" fehlt nicht.

Geeignet ist der Ausstellungsbesuch für Kinder ab 12 Jahren.

In den Herbstferien werden verschiedene Workshops zum Thema angeboten. An drei Tagen finden zum Beispiel der Workshop "Familien zocken - Videospiele gemeinsam erleben" für Kinder ab 6 Jahren mit einem begleitenden Erwachsenen statt. Mehr Infos zu Ferienworkshops finden Sie hier. 

Ausstellung: läuft bis 10. Januar 2021

Deutsches Museum Bonn, Ahrstraße 45, 53175 Bonn

Geöffnet: Dienstag bis Freitag und Sonntag 10 - 17 Uhr, Samstag 12 - 17 Uhr

Eintritt: 9 Euro Erwachsene, 5 Euro (6-18 Jahre), 20 Euro Familienticket

Aktuell müssen vorab Online-Tickets bestellt werden. Eintritt ist nur mit einer festen vorab festgelegtem Buchungsdatum möglich. 

www.deutsches-museum.de

Radtour Wasserburgen-Route Rhein-Erft

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Schloss Gracht am Radweg „Wasserburgen-Route" im Rhein-Erft-Kreis.

Foto:

© Rhein-Erft Tourismus e.V.

Für viele Familien starten heute die Herbstferien – und einige mussten ihre Pläne für die freie Zeit aufgrund von neu definierten Risikogebieten vielleicht noch im letzten Moment über Bord werfen. Doch auch wenn Sie bei uns im Westen jetzt keine Sonne mehr tanken können wie in der Toskana: Im Rheinland gibt es viel zu entdecken. Es gibt sogar mehr Wasserburgen als an der Loire.

Wasserburgen-Route: 380 km Radweg

Mehr als 120 Burgen und Schlösser liegen an der Wasserburgen-Route am Rande der Eifel und der Kölner Bucht. Auf 380 Kilometern verteilt ist es damit die wasserburgenreichste Region Europas.

Mit dem Fahrrad geht es vorbei an den vielen prachtvollen Häusern und ihren Geschichten, von Burg Adendorf bis zur Zitadelle Jülich, von Burg Gudenau bis zum Schloss Bedburg, wo bis 1922 der Nachwuchs des rheinischen Adels ausgebildet wurde. Der Weg führt weiter durch idyllische, naturbelassene Flusstäler und Bördelandschaften, durch historische Orte, an Klöstern und Mühlen entlang. Er bietet sogar Einblicke in das Rheinische Braunkohlerevier.

Radwanderkarten „Wasserburgen-Route“ 

Für Radtouristen gibt es eine neue Radwanderkarte mit vielen Informationen zu Sehenswürdigkeiten entlang der „Wasserburgen-Route“ – ausgesprochen steigungsarm und somit perfekt auch für Familien-Radtouren geeignet!

Die Route verläuft auf mehreren Etappen und insgesamt 380 Kilometern von Bonn aus durch den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis nach Euskirchen und weiter nach Aachen über Eschweiler und Düren zurück nach Bonn.

Die Radwanderkarte
Zum Preis von 12,95 Euro ist die Karte im Buchhandel erhältlich. ISBN 978-3-87073-943-0

www.die-wasserburgen-route.de
www.rhein-erft-tourismus.de

Prämierte Weinberg-Blicke an der Ahr

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In den Steillagen über Mayschoß befindet sich die Saffenburg oder auch Saffenberg genannt. Diese Burganlage ist die Ruine einer hochmittelalterlichen Höhenburg und die älteste Burgruine des Ahrtals. 

Die Römer wussten schon, wo Reben von der Sonne am besten verwöhnt werden – und diejenigen, die sie genießen auch. Das Weinland Rheinland-Pfalz ist zum Glück nur einen Tagesausflug von den Kölner Domspitzen entfernt. Auf den Höhen am Rhein, an der Ahr und an der Mosel können Wanderer in dieser Jahreszeit über endlos weite Weinberge staunen: Reben, so weit das Auge reicht.

„Schönste Weinsichten 2020“

Gut zu wissen: Von den insgesamt 13 gewählten „Schönsten Weinsichten 2020“ in Deutschland liegen sechs in Rheinland-Pfalz. Darauf ein Prosit. Das Deutsche Weininstitut (DWI) hatte in diesem Jahr wieder in einer offenen Online-Abstimmung auf seiner Website zu diesem Wettbewerb aufgerufen.

An der Ahr bekam den Titel der grandiose Blick von der Burgruine Saffenburg auf die steilen Terrassen des Ahrbogens und die Weinbergslage Mayschosser Mönchberg mit Kirche und Kloster. Vom Bahnhof in Mayschoß startet ein 8,5 Kilometer langer Rundweg „Rund um die Saffenburg“ zu diesem Aussichtspunkt.

Infos zum Tipp: 

Bei der Wanderung „Rund um die Saffenburg“ zeigt sich das Ahrtal von seinen schönsten Seiten. Die Rundtour von Mayschoß bietet grandiose Aussichten auf den Flusslauf der Ahr, die Weinterrassen und Orte im Tal.

Länge 8,5 km, höchster Punkt 221 m, leichte Wanderung, festes Schuhwerk empfohlen.

In den Steillagen über Mayschoß befindet sich die Saffenburg – oder auch Saffenberg genannt, die Ruine einer hochmittelalterlichen Höhenburg und die älteste Burgruine des Ahrtals. Heute sind nur noch die Grundmauern erhalten.

Tipp: Besuch der ältesten Winzergenossenschaft der Welt mit Besichtigung des historischen Fasskellers und Weinbaumuseum ist ein Erlebnis. Auch für Einzelbesucher werden Kellerführungen angeboten.
www.wg-mayschoss.de 

Der Mythenwanderweg im Bergischen Land

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Der mystische Wald regt die Fantasie an...

Das Licht der Sonnenstrahlen fällt durch die hohen Baumkronen und liefert ein immer neues Farbenspiel.  So ein Waldspaziergang ist wie eine Ansprache an die Sinne, und schon 30 Minuten im Wald können helfen, den Stress zu senken.

Forscher haben herausgefunden, dass eine halbe Stunde Draußensein unterm Blätterdach bei uns Menschen deutlich die Anzahl der Stresshormone senkt – vorausgesetzt man geht bei Tageslicht in die Natur, treibt einmal keinen Sport dabei, surft und daddelt nicht auf dem Handy, sondern genießt einfach nur die Umgebung. 

Magische Orte

Im Wald ist nicht nur die Luft zum Durchatmen besser als anderswo, der Wald ist in seiner Vielfalt auch ein magischer Ort. Die Faszination uralten Lebens und das ruhige Naturerlebnis regen die Fantasie an. Denn manche Lebensabläufe im Wald lassen sich mit  Gleichnissen erklären – und nicht umsonst spielen die besten Volksmärchen auch im Wald. Denn dort gibt es geheimnisvolle Wesen, von denen die Menschen seit Jahrtausenden annehmen, dass sie im Wald zu Hause sind: Kobolde, Zwerge, Feen, Elfen, Riesen – oder auch der böse Wolf.

WaldmythenwegDer bergische Streifzug Nr. 23 geht den faszinierenden Mythen des Waldes auf den Grund. An elf Infotafeln und acht Audiostationen am Wegesrand gibt es geheimnisvolle Fabelwesen zu entdecken. 

Länge: 12,8 km

Dauer:  3-4 Stunden 

Start/Ziel: Vierbuchermühle, 51545 Waldbröl
www.bergisches-wanderland.de

Dünenlandschaft in Dortmund entdecken

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Dünenlandschaft im Rombergpark

Foto:

Botanischer Garten Rombergpark

Muscheln knirschen unter den Schuhen, Wind bläst leise durch Strandhafer und Kiefern. Steine flankieren einen Holzsteg und dort drüben liegt die „Blueberry“ gestrandet im Sand.

Wer ausreichend Fantasie hat, stellt sich jetzt noch ein fernes Meeresrauschen vor und schon fühlt es sich an wie im Urlaub an der See. Nur befinden wir uns mitten im Ruhrgebiet, in Dortmund. Wer Sehnsucht nach Nordsee-Flair hat, der kann diese bei einem Besuch im Rombergpark kurzzeitig stillen. Angrenzend an die Moorheide wurde am Botanischen Garten vor zwei Jahren eine künstlich angelegte Dünenlandschaft errichtet, die Besucher ins Staunen bringt.

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Dünenlandschaft im Rombergpark

Foto:

Botanischer Garten Rombergpark

Inspiriert von seinem ersten Nordsee-Urlaub wollte der Direktor des Botanischen Gartens, Dr. Patrick Knopf, Strandflair in die Stadt bringen. Inzwischen sind 2500 Quadratmeter des Parks in eine Küstenlandschaft verwandelt worden. Zwischen Dünenrosen und Sanddornsträuchern erheben sich bis zu fünf Meter hohe Dünen in den Himmel, bepflanzt mit Hunderten Stauden und Gräsern.

Infos zum Tipp

Botanischer Garten Rombergpark Der heute 68 Hektar große Park im Süden von Dortmund hat seinen Ursprung in einem englischen Landschaftspark aus dem Jahr 1822. Der Botanische Garten wurde 1927 integriert und wird bis heute erweitert. Zuletzt vor zwei Jahren mit der Dünenlandschaft, die nun den neuen Eingangsbereich in nördlicher Himmelsrichtung darstellt.

Von hier führt ein Steg aus recyceltem Material knapp 150 Meter durch die Dünen, die an den höchsten Stellen bis zu fünf Meter messen. Der Eingang Nord bietet auch einen schnelleren Zugang zu den Schaugärten und den Einrichtungen im Botanischen Garten. Die Pflanzenschauhäuser sind aktuell als Corona-Schutzmaßnahme geschlossen.

Dünenlandschaft Rombergpark, Am Rombergpark 35a, 44225 Dortmund
Der Park ist rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Eintritt frei. 

Urlaub für die Füße auf dem Barfußpfad

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Kinder gehen auf dem Barfußpfad in Neuss auf Entdeckungstour.

Foto:

Ob am Strand, im Park oder Garten: Im Sommer gehen wir barfuß. Das fühlt sich nicht nur gut an, sondern ist auch gesund. Denn unsere Füße leisten Schwerstarbeit und werden dafür meist in enge Schuhe gequetscht. Zudem liegen an den Füßen viele Nerven, was Barfußlaufen zum Erlebnis für die Sinne macht. Das lässt sich besonders intensiv auf Barfußpfaden erfahren. Dort kann man das Barfußlaufen erleben und trainieren. Durch die ungewohnten Reize lernt man, seine Füße neu zu spüren.

Barfuß in der Kölner Südstadt

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Erlebnis für die Füße: der neue Barfußpfad am Bürgerhaus Stollwerck.

In Köln hat kürzlich ein kleiner Barfußpfad am Bürgerhaus Stollwerck eröffnet. In unterschiedlich bestückten Feldern tastet man sich dort auf nackten Sohlen vorwärts. Danach geht's auf einen Kaffee ins Café Franz.

Wer einen größeren Ausflug unter dem Motto „Barfußlaufen“ machen will, kann sich in die idyllische Erftaue begeben. Im Neusser Hochzeitshain wurden 18 Erlebnisstationen angelegt, die es ohne Strümpfe und Schuhe zu erkunden gilt. Die Füße werden dabei angeregt und verwöhnt. Das soll Geist und Körper Erholung verschaffen.

Infos zum Tipp

Barfußpfad Köln, Dreikönigenstr. 23, 50678 Köln, barfuesseln.cargo.site

Barfußpfad in Neuss, Hochzeitshain am Berghäuschenweg an der L380
www.verkehrsverein-neuss.de/barfusspfad

Besuchertipp: Parken am Wanderparkplatz, Eintritt frei. Eingebettet in die  Erftlandschaft können Besucher anschließend auf ihren getrimmten Füßen im Landschaftsschutzgebiet Erfttal auf Wanderschaft gehen. Beispielsweise der Erft in Richtung Rhein folgend oder in Richtung Selikumer Park. Zu den Sehenswürdigkeiten dort zählen Schloss Reuschenberg, das westlich an den Park grenzt, das Wildgehege Selikum mit Damwild und der 1978 eingerichtete Kinderbauernhof Neuss. Im anliegenden Café Zimmermann kann man auf ein Eis, Kaffee oder Schnitzel einkehren.

(Laura Klemens)

Märchen aus uralten Zeiten – im Landschaftspark Loreley

Blick vom Loreleyfelsen auf den Rhein

Rheinromantik pur: Der Blick vom Loreleyfelsen in das Rheintal.

Sie ist Mythos und sagenumwobener Felsen am Rhein. Der Sage nach sitzt da eine Nixe und verdreht den Schiffern mit ihrem Gesang den Kopf. Dass sich diese Geschichte ins Gedächtnis der Menschheit eingebrannt hat, ist dem Dichter Heinrich Heine zu verdanken. Der schuf 1823 die unvergesslichen Zeilen: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin, ein Märchen aus uralten Zeiten, das kommt mir nicht aus dem Sinn.“ Ein Werk der Romantik, für die der Stoff der Loreley glänzend geeignet war.

Loreleyfelsen am Rhein mit Schiff davor

Der Loreleyfelsen am Rhein bei St. Goarshausen. Der Sage nach sitzt eine Nixe auf dem Felsen und verdreht den Schiffern mit ihrem Gesang den Kopf.

Foto:

Thomas Frey dpa/lrs 

Auf einer Landzunge an der Hafenmole bei St. Goarshausen, zu Füßen des berühmten Felsens, thront heute eine 3,30 Meter hohe Loreley-Figur aus Bronze. Ein Treppenweg führt von dort unten etwa 30 Minuten fußläufig bergan zum Loreley-Plateau. Vor gut einem Jahr wurde in der Höhe der Kultur- und Landschaftspark Loreley eröffnet: Besucher können an sechs Aussichtspunkten die spektakuläre Aussicht auf das Durchbruchstal des rheinischen Schiefergebirges erleben. Und den Schiffern nachblicken natürlich auch.

Infos zum Tipp:

Im neuen Kultur- und Landschaftspark Loreley, welcher im April 2019 eröffnet wurde, können Besucher dem Mythos nachspüren und das Naturdenkmal Loreley erleben.

Die Wege sind barrierefrei. Ob bei einem gemütlichen Spaziergang auf dem Mythenpfad, der zur Felsenspitze führt, oder über den Strahlenweg – stets gelangt man zu den sechs Aussichtspunkten im Park. Dort eröffnen sich spektakuläre Blicke in das canyonartige Durchbruchstal des rheinischen Schiefergebirges. Wo Mythenpfad und Strahlenweg zum letzten Mal aufeinandertreffen, führt ein schmaler Durchgang durch eine Felsspalte zur Felsenspitze – bei Stromkilometer 555, knapp 194 Meter über dem Rhein.

Ein Begleitheft ist bei der Loreley-Touristik im Besucherzentrum erhältlich. Infos unter: www.loreley-besucherzentrum.de

Lass uns Schleifen drehen – Wandern in der Nordeifel

Eisvogel im Flug

Das schillernde Gefieder der Eisvögel ist unverkennbar. Auf dem „Eisvogelwanderweg“, einer der Eifel-Schleifen, kann man sie mit etwas Glück entdecken.

Foto:

Julian Stratenschulte/dpa

Halten Sie mal die Augen offen! Unterwegs können Sie nicht nur die herrliche Hügellandschaft der Nordeifel überblicken, sondern entdecken vielleicht auch die Höckerlinie des ehemaligen Westwalls. Ganze 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sind in den Bauresten von Bunkern und Panzersperren, die zur militärischen Verteidigungslinie von Hitlers Deutschland gehörten, friedliche Biotope entstanden. Wer auf dem „Eisvogelwanderweg“ bei Hellenthal unterwegs ist, kann diese Natur hautnah erleben.

Eisvogel auf Ast

Ein Eisvogel sitzt auf einem Ast. Die scheuen Tiere fressen kleine Fische, die sie direkt aus dem Wasser schnappen.

Foto:

Julian Stratenschulte/dpa 

Der Name der Eifel-Schleife macht deutlich, wonach der Wanderer Ausschau halten darf: Mit etwas Glück taucht am munteren Bachlauf der scheue Eisvogel auf – ein Indikator für gesunde Gewässer und reine Natur. Eisvogelpärchen bauen ihre Nisthöhle ans lehmige Steilufer – die Brutzeit dauert noch an! – und leben von kleinen Fischen. Ihr schillerndes Gefieder ist unverkennbar, je nach Lichteinfall wirkt es kobaltblau bis türkisfarben. Auf der Jagd nach Beute stößen sie kopfüber wie ein Pfeil in die Wasseroberfläche.

94 Eifel-Schleifen bieten vielfältigste Möglichkeiten, die Nordeifel zu erkunden. Alle Wanderwege tragen einen griffigen Namen. In Bad Münstereifel gibt es die Schleife „Von Sternen und Römern“, das rheinische Nationalgericht „Himmel un Äd“ gibt es in Zülpich als Wanderstrecke. „Dem Himmel ganz nah“ kann man in Dahlem sein.

Infos zum Tipp:

Die Touren sind unterschiedlich anspruchsvoll mit Streckenlängen zwischen 4 und 22 km. Möglich sind somit Spaziergänge, kürzere Wanderungen, aber auch anspruchsvolle Touren mit einigen Höhenmetern, die es zu bewältigen gilt. Alle sind als Rundwanderwege angelegt, so dass jede Wanderung einfach zu planen ist – verlaufen ist praktisch unmöglich. Vielfach befindet sich ein Bahnanschluss in der Nähe.

Infomaterial und Wanderkarten: www.wanderwelt-nordeifel.de

Hoch hinaus klettern an ehemaligen Bunkern und Türmen im Landschaftspark Duisburg-Nord

Frau klettert Wand hoch

Im Landschaftspark Duisburg-Nord kann man wunderbar klettern – wenn man schwindelfrei ist.

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Wer klettern will, der muss dafür nicht eigens fern in die Berge reisen. Auch Nordrhein-Westfalen bietet spannende Kletterpartien – wohlgemerkt, wir reden nicht von knackigen Wanderungen bergauf, sondern von echten Kletterpartien mit Sicherheitsseil, Haken und Ösen. Im Rheinland bieten verschiedene Kletterparks tolle Aussichten dafür.

Die ehemalige Erzbunkeranlage im Landschaftspark Duisburg-Nord zum Beispiel ist als Kletterroute ausgebaut. Früher wurden dort Koks und Eisenerze zwischengelagert, heute ist das ehemalige Industriegelände ein Paradies für Kletterer. An den Wänden der ehemaligen Bunkeranlage und den erhalten gebliebenen Türmen gibt es etwa 400 Kletterrouten – für jeden Schwierigkeitsgrad. Auf dem Klettersteig mit Leitern, Hängebrücken und Gratüberschreitungen geht es hoch hinaus. Schwindelfrei sollte man für solche Höhenflüge schon sein: Im Hochseilgarten zwischen Hochofen 1 und 2 balancieren Mutige auf 55 Metern Höhe von einem Schachtofen zum anderen.

Infos zum Tipp:

Der Deutsche Alpenverein, Sektion Duisburg, betreibt im Landschaftspark Deutschlands größten Klettergarten – Emscherstraße 71 in 47137 Duisburg.

Via Ferrata Monte Thysso ist der Name des  längsten außeralpinen Klettersteigs nördlich der Alpen. Er bietet auf einer  Länge von 530 Metern die Schwierigkeitsbereiche A – E, der Ausbau geht weiter. Egal ob in der Wand über Leitern, Eisenstiften oder Betonstrukturen, selbst eine Schlucht kann mit Hilfe einer Hängebrücke  oder auf einem ausgesetzten Grat überwunden werden.

Schnupperkurse immer sonntags von 10 bis 15 Uhr, Teilnahme 50 Euro  p.P, maximal acht Personen (ab 14 Jahre). Der Indoor-Kurs besteht aus einer kurzen Theorieeinheit und einem Praxisteil als Schwerpunkt.
dav-duisburg.de/klettergarten

Entdecken Sie wild lebende Flamingos am Zwillbrocker Venn

Flamingos in der Abendsonne

Flamingos in der Abendsonne

Foto:

Station Zwillbrock/ Hubert stroetmann

NRW steckt mitten in den Ferien, genau genommen ist es Halbzeit. Doch in diesem Jahr verläuft bekanntlich alles anders als sonst. Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für Business Insider, macht jeder dritte Deutsche Urlaub im eigenen Land. 20,2 Prozent gaben an, ganz zuhause zu bleiben und 21,6 Prozent hatten keine Pläne. Sind Sie auch noch auf der Suche nach Urlaubsglück?

Wie wäre es mit etwas Exotik in freier Wildbahn, mitten in NRW? Die Attraktion im Zwillbrocker Venn ist rosa. In der Moor-, Heide- und Feuchtwiesenlandschaft, rund 150 Kilometer von Köln entfernt, an der niederländischen Grenze, befindet sich das nördlichste Brutgebiet frei lebender Flamingos. Gut zu erkunden ist das Reich der Vögel auf der Flamingo-Radroute. Es gibt auch sieben Rundwanderungen durch Moor und Heide.

Inspiration und Ideen für Ihren Sommer zuhause oder im eigenen Land finden Sie in unseren Sommer-Serien, die Sie immer auch auf www.ksta.de/freizeit wiederfinden.

flamingo dpa

Ein Kuba-Flamingo. Kein Witz: In Deutschland gibt es wilde Flamingos. Die rosa Tiere leben in einer Moorlandschaft in Nordrhein-Westfalen, dem Zwillbrocker Venn.

Infos zum Tipp

Lust auf Heimaturlaub bekommt man beim Durchblättern eines neuen Reiseführers für Deutschland, der gerade erschienen ist: „Urlaubsglück in Deutschland – Das ultimative Handbuch für den Urlaub vor der Haustür“.  Jede Menge originelle Ideen quer durch alle 16 Bundesländer sind übersichtlich unterteilt in Themenfelder wie „Mal richtig abschalten“, „Die Welt von oben sehen“ oder „Raus in die Natur“. NRW ist gleich 26 Mal vertreten – wenn auch nicht in allen Rubriken, dafür aber mit Flamingos und Wildpferden. Ein  Blick über die Landesgrenzen zu werfen lohnt sich aber  auch.

„Urlaubsglück in Deutschland – Das ultimative Handbuch für den Urlaub vor der Haustür“, Gräfe und Unzer Verlag, 352 Seiten, 20 Euro

Mit dem Rad die Flusslandschaften an der Sieg erkunden

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Mit Blick auf die Abtei Michaelsberg in Siegburg: Der Siegtal Radweg

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Von der Quelle im Siegerland schlängelt sich zwischen Bergischem Land und Westerwald  die Sieg bis zu ihrer Mündung in den Rhein. Wer’s  sportlich mag, schafft die 67 Kilometer von Windeck-Au bis zur Mündung der Sieg in den Rhein bei Niederkassel-Mondorf (oder umgekehrt) sicher an einem Tag. Doch wer die Abwechslung liebt, sollte sich durchaus zwei, drei Tage Zeit nehmen, um den Siegtal-Radweg abzuradeln und dabei die  Natur zu genießen.

Über Deiche und durch Wälder zum Siegwasserfall

Entlang weiter, ursprünglicher Flussauen und bunter Streuobstwiesen, über Deiche und durch Wälder führt die Tour, die wegen ihrer breiten und asphaltierten Wege gerade auch für Gelegenheitsradler und Familien  geeignet ist – zumal es lediglich vor Schladern, also am östlichen Anfang oder auch Ende der Radtour, eine anspruchsvolle Steigung zu bewältigen gilt. Belohnt werden die Radfahrer dann mit einem beeindruckenden Naturschauspiel: Auf einer Breite von 84 Metern tost in Schladern der mehrstufige Siegwasserfall hinab, der übrigens der größte Wasserfall Nordrhein-Westfalens ist.

Infos zum Tipp

Radweg Sieg Start: Windeck-Rosbach; Ziel:  Niederkassel-Mondorf (Rheinfähre);

Länge: 67 km;

Schwierigkeitsgrad: mittel, familienfreundlich. 

Da die Strecke   größtenteils parallel zur Eisenbahnstrecke Köln-Gießen verläuft, ist eine bequeme und umweltfreundliche An- und Abreise mit der Bahn  möglich.

Zeitreise ins Mittelalter

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Mal Hand auf’s Herz, wann haben Sie denn zum letzten Mal Ritter oder Burgfräulein gespielt? Eine kleine Wanderung führt hinauf zur Burg Eltz. Die Höhenburg aus dem 12. Jahrhundert liegt im Tal der Elz, die das Maifeld von der Eifel trennt. Die Burg ist in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes: Sie hat mit ihren Erkern und Türmen eine unvergleichliche Architektur, Interieur aus acht Jahrhunderten und eine Schatzkammer mit Gold- und Silberarbeiten von Weltrang.

Sie steht auf einem Fels und liegt trotzdem im Tal. Sie gehört seit über 800 Jahren – und mehr als 30 Generationen – der gleichnamigen Adelsfamilie. Diese verteidigte ihr Anwesen gegen Feinde und schaffte es, durch geschickte Heiratspolitik Frieden zu bewahren. Deshalb wurde die Burg auch nie zerstört und ist in ihrer alten Pracht erhalten. So thront sie auch heute noch fernab von Siedlungen, stark befahrenen Straßen oder Eisenbahnstrecken mitten im Grünen – als sei die Zeit spurlos an ihr vorüber gegangen. Kurz gesagt: Sie ist die perfekte Märchenburg.

Burg Eltz in Wierschem hat das große Burgtor wieder für Besucher geöffnet. Für viele ist sie die Burg der Burgen: Die Rüst- und Schatzkammer mit Gold- und Silberschmiedearbeiten, Porzellan, Schmuck, Glas, Elfenbein, Münzen, Kuriosa und Waffen gilt als eine der bedeutendsten ihrer Art in Europa.

Infos zum Ausflug

Einer der schönsten Wege, sich der Burg zu nähern, ist der Traumpfad, der nach ihr benannt ist: „Eltzer Burgpanorama“ – ein zertifizierter Premium-Wanderweg mit rund zwölfeinhalb Kilometern Länge (Abkürzen möglich!).

Führungen durch die Burg in kleinen Gruppen. Die Zahl der Besucher ist im Moment auf 200 Personen und die Verweildauer auf zwei Stunden begrenzt. Täglich geöffnet 9.30 - 17.30 Uhr.

Eintritt 11 Euro, Kinder 7 Euro, Familien 30 Euro.

burg-eltz.de 

Heilsames Waldbaden Gut Leidenhausen

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Der Begriff „Waldbaden“ hat natürlich nichts mit einer Badewanne im Wald zu tun...

Es knistert und knackst unter den Füßen, die frische Waldluft strömt durch die Nase, ganz bewusst verteilt sie sich im ganzen Körper, ein Wohlgefühl breitet sich aus: Waldbaden wird die heilende und stärkende Auszeit in der Natur genannt. Der aus Japan stammende Begriff „Shinrin-Yoku“, der so viel bedeutet wie „die Atmosphäre des Waldes aufnehmen“, drückt die vielseitige Wirkung des Waldes auf Körper, Geist und Seele aus.

Nach der japanischen Tradition geht es nicht darum,  möglichst weit zu laufen. Entspannung ist das Ziel. Die Ursache für die heilende Wirkung der Waldluft liegt in den Terpenen. Das sind die mikrobiologischen Duftstoffe, die Bäume und Pflanzen freisetzen, um sich gegenseitig vor Schädlingen zu warnen. Bäume fahren daraufhin ihr Immunsystem hoch, um sich zu schützen. Das Gleiche tut der Mensch auch, wie Studien belegen: Nach einem Waldspaziergang hat sich die Zahl der weißen Blutkörperchen, die fremde Keime bekämpfen, beinahe verdoppelt. Schon eine Stunde Waldbaden senkt den Blutdruck, reguliert den Puls und senkt die Stresshormone.

Mehr Waldbesuche durch Corona

Aktuelle Untersuchungen des „European Forest Institute“ haben ergeben, dass die Zahl der Waldbesucher in Zeiten von Corona um den Faktor 2,4 angestiegen ist. Die Bedeutung von stadtnahen Wäldern für unser Wohlbefinden ist damit erneut belegt worden. Hier finden Sie schöne Wälder rund um Köln, die sich auch zum Waldbaden anbieten.

Waldbaden in Köln

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. bietet im Rahmen ihres Jahresprogramms Veranstaltungen zum Thema „Waldbaden“ und „Waldachtsamkeit“ an.

Termine 2020:

Achtsamer Waldspaziergang:

Wald und Gesundheit: Entdecken, wie der Wald zur Förderung der eigenen Gesundheit und Prävention von Stress genutzt werden kann. Samstag 20.09., 14:00-16:00 Uhr

Anmeldungen und weitere Infos unter www.sdw-nrw-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen

Treffpunkt Waldschule, Gut Leidenhausen, 51147 Köln

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Mit dem Mountainbike durch die Eifel touren

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Früh morgens ist man im Wald meist ungestört unterwegs.

Foto:

Getty Images/iStockphoto/Uwe Moser

Durchquerungen von Gebirgszügen stehen bei Bikern hoch im Kurs. In der Regel handelt es sich dabei jedoch um die Alpen, als hätten wir Rheinländer die Mittelgebirge nicht direkt vor der Haustür. Und manche behaupten, Mountainbiken in der Eifel sei die wohl schönste Art, diese naturbelassene Ecke Nordrhein-Westfalens zu entdecken.

MTB-Routen mit viele Höhenmetern

Nirgendwo sonst im Land kann man an einem Tag so viele Höhenmeter machen und an der eigenen Fahrtechnik feilen, wie dort draußen, wo verschiedene MTB-Routen die Region durchziehen. Wechselnde Vegetationen, breite Waldwege, steile Pfade und viel Auf und Ab machen jede Runde über Eifelhöhen zu einer höchst abwechslungsreichen Panoramafahrt. 

Touren in der Rureifel

Also treten wir los zu einer Tagestour – wobei man ein paar Sprenkel Dreck auf der Kleidung und Sand zwischen den Zähnen  schon einplanen sollte, wenn es auf den Herbst zugeht. Das Tourennetz in der Rureifel bietet Strecken für Profis und Hobby-Biker – 500 Kilometer in Schwierigkeitsgraden von leicht bis schwer in einem Mix aus  seichten Asphaltwegen, Schotter und steilen, holprigen Single-Trails .

Informationen zur Radtour 

Rund um Heimbach:

Länge: ca. 38 km, Route ist mittelschwer

Aus dem Rurtal im Uhrzeigersinn Richtung Osten hinauf an den Rand der Börde. Von dort aus geht es wellig weiter bis Hergarten. 

Start: Ab den Parkplätzen der Bahnhöfe Nationalparktor Heimbach oder Abenden, am Badestrand Eschauel oder am Staudamm Schwammenauel.

www.freifahrt-eifel.de

>Weitere Mountainbike-Touren in der Region finden Sie auch hier.

Wenn das Eifelgold ruft – Wandern durch gelbe Landschaften

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Ginsterblüte auf der Dreiborner Hochfläche in der Eifel.

Alljährlich verwandelt sich die Eifel in ein gelbes Blütenmeer. Nach den Narzissen im Frühjahr folgt die Ginsterblüte Ende Mai und im Juni. Besonders auf der Dreiborner Hochfläche im Nationalpark Eifel ist das „Eifelgold“ wie es hier auch genannt wird, weit verbreitet. 

Der Besenginster bildet auf den seit längerem nicht mehr gemähten oder beweideten Flächen des ehemaligen Truppenübungsplatzes ausgedehnte Gebüsche, die mit ihrem leuchtenden Gelb das Landschaftsbild im Frühsommer prägen.

Fledermäuse im Ginsterbusch

Die Sträucher bieten Lebensraum für zahlreiche Insekten und dienen auch größeren  Tierarten als Rückzugsräume. Beispiel Fledermaus: Im Ginster verstecken sich Insekten – und die wiederum locken die Flugakrobaten an.   

Ganz in der Nähe von Dreiborn befindet sich auch die Rothirsch-Aussichtsempore. Von dort aus hat man vollen Blick auf die Ginsterblütenlandschaft und sieht zur richtigen Uhrzeit vielleicht auch noch einen Rothirsch, der hier umherstreift.  Ranger vom Nationalpark Eifel unternehmen geführte Touren über die Dreiborner Hochfläche.

Wandertouren-Broschüre für das Schleidener Tal

In der Wander-Broschüre für das Schleidener Tal und die Dreiborner Höhe sind 18 Touren jeweils auf einer Doppelseite abgebildet, mit Karten und Routenbeschreibung, Wegverlauf und Höhenprofil. Die Wanderbroschüre ist kostenlos erhältlich in der Touristen-Information im Nationalpark-Tor Gemünd. und im Bürgerbüro in Schleiden.

>Hier können Sie die Wander-Broschüre mit 18 Touren runterladen.

Nationalpark-Tore als Eingang zum Schutzgebiet

Die Nationalpark-Tore sind die idealen Ausgangspunkte für einen Besuch im Nationalpark Eifel. Dabei handelt es sich um Informationshäuser, die eine Tourist-Info und unterschiedliche Ausstellungen zu Themen des Nationalparks Eifel beinhalten.
Als Eingangsportale zum Nationalpark finden Sie fünf Nationalpark-Tore an verschiedenen Zugängen zum Schutzgebiet:

www.nationalpark-eifel.de

Wie im Märchen: Unterwegs zwischen Schloss und Förstersteig

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Selten findet man heute noch ein uraltes Schloss, das seit Hunderten von Jahren einsam in einer unzersiedelten Landschaft steht, mit Bächen und waldigen Berghängen ringsum. Schloss Bürresheim wurde nie erobert oder verwüstet – im Gegensatz zu fast allen anderen Burgen im Rheinland. 

Vom Bergfried, dem ältesten Teil der Burg, bis zum spätmittelalterlichen Palas sind Tore, Türme und das Amtshaus im Originalzustand. Etwas abseits liegt das Barockgärtchen, das schon auf Gemälden aus dem 17. Jahrhundert abgebildet ist. Besonders schön ist der Schlosshof mit buntem Fachwerk unter Dächern, die von Schiefer gedeckt und mit Helmen verziert sind. Seit dem 11. Jahrhundert haben dort viele Generationen von Burgbesitzern ihre Spuren hinterlassen. Genau wie im Inneren, wo die  Einrichtung mit Möbeln und Gemälden erhalten blieb.  Das Schloss liegt auf halbem Weg des Traumpfades Förstersteig.

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Wie im Märchen: Schloss Bürresheim ist ein Ausflug wert. 

Foto:

Wanderung

Der 15 Kilometer lange Rundweg beginnt in Mayen-Kürrenberg und führt durch den Mayener Wald, das Ruppental und das Eiterbachtal mit schönen Ausblicken über Mayen, das Maifeld, aufs Schloss und das Nettetal.

Infos zum Tipp

Schloss Bürresheim kann auch im Winter bis Mitte März an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Die Bauten rund um den Burghof stammen aus fünf verschiedenen Epochen. Anfahrt über die L83 bis Nettetal/Ortsteil St. Johann.

Eintritt 5 Euro, Kinder und Jugendliche 3 Euro.

www.burgen-rlp.de

Auf eiszeitlichen Wegen durchs Wildgehege Neandertal

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Heckrinder im Hainbuchen-Hutewald im Eiszeitlichen Wildgehege Neandertal.

Auf Entdeckungstour, wo einst der erste Neandertaler der Welt ausgegraben wurde: Neben dem Neanderthal Museum, wo Wissenswertes rund um die Entstehung der Menschheit erzählt wird, liegt das Eiszeitliche Wildgehege.

Hier spaziert man durch schöne Wälder und kann dabei urzeitliche Tiere wie Auerochsen, Wisente und Tarpane beobachten. In den Wintermonaten können die Tarpane (Wildpferde-Rasse) auf der Winterweide nahe der Steinzeitwerkstatt beobachtet werden, während sie den Sommer zum größten Teil auf den Hangwiesen im Süden des Geheges verbringen.

Rundweg durchs Wildgehege

Der Rundweg rund um das Wildgehege ist besonders beliebt. In etwa 60 bis 80 Minuten lässt sich das Gehege bequem umwandern, wobei immer wieder Bänke zum Ausruhen und Beobachten der Tiere einladen. Freier Eintritt.

Eiszeitliches Wildgehege Neanderthal
Thekhauser Quall 2, 40699 Erkrath
www.wildgehege-neandertal.de

Abstecher ins Neanderthal-Museum

Wer nach der ausgiebigen Wanderung noch nicht genug hat, kann einen kleinen Abstecher in das Neanderthal-Museum unternehmen. Hier findet momentan die Sonderausstellung „Löwe, Mammut und Co.“ statt, die zu einer spannenden Safari durch vergangene Eiszeitwelten einlädt.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr; an Feiertagen gesonderte Öffnungszeiten
Eintritt (Daueraustellung & Eiszeit-Safari): Erwachsene 11 Euro, Ermäßigt 8 Euro, Kinder von 6 bis 16 Jahren 6,50 Euro, Kinder von 4 bis 5 Jahren 5 Euro

Kostenlos mit der RheinlandCard besuchen!

Adresse: Talstraße 300, Mettmann.

www.neanderthal.de

Das Neanderthal-Museum auf Google Maps anzeigen.

Wohltuende Kraft der Natur in der Vulkaneifel genießen

Hohenzollernturm

Wie wohltuend die Kraft der Natur auf uns wirkt, ist natürlich Allgemeingut. Eine Landschaft wie gemacht für Natur-Exkursionen ist die Vulkaneifel. Drei Trockenmaare und sechs Schlackenkegel prägen das Vulkangebiet rings um den Heilkurort Bad Bertrich. Vor etwa 65.000 Jahren tobte ein Magmafeuer über dieser Gegend und die Vulkanexplosionen hinterließen mit dem ausgeflossenen Magma eine urige Vulkanlandschaft.

Als geologische Besonderheit entstand dort die einzige Glaubersalzquelle Deutschlands. Unsere Wanderung beginnt im wilden Üßbachtal an der Naturbasaltgrotte „Käsegrotte“ und führt im Aufstieg über schmale Felspfade durch ein großes Naturbuchsbaumgebiet im Kraterkessel. Die vermoosten Steilhänge, mit Stockeichen bewachsen, bieten ein besonderes Bild von Wildwuchs und uriger Natur.

Am Kraterrand des Hardtmaars steigen wir durch eine 20 Meter hohe Lavawand mit Steinzeithöhlen – gewaltige Zeugnisse der Vulkangeschichte. Auf der Höhe, vom Bismarckturm und Hohenzollernturm aus, haben Wanderer beste Sicht auf die Landschaft zu ihren Füßen.

Infos zum Tipp:

Natur-Erlebniswanderung zwischen Kratern und Vulkanen – geführte Wanderung am jeweils 1. und 3. Samstag im Monat. Start um 13.30 Uhr am Haus der GesundLand Tourist Information in Bad Bertrich. Dauer 3 bis 4 Stunden, Teilnehmergebühr 7 Euro. Anmeldung nicht erforderlich.

gastlandschaften.de 

Tour durch das ehemalige Regierungsviertel in Bonn

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Blick auf Bonn vom Drachenfels.

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Als sich in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 die Mauergrenzen zum Inselstaat Berlin öffneten, stand das Kanzleramt noch an der Bonner Adenauerallee. Die  provisorische Bundeshauptstadt am Rhein war nicht nur Regierungssitz-West. Sie beherbergte infolge der deutschen Teilung auch Institutionen, die es  längst nicht mehr gibt. 

Herzstück der Spionage

Wer heute diese Schauplätze im politischen Bonn von damals sucht,  hat beinahe Mühe, sie zu finden. Das Bundesministerium für innerdeutsche Angelegenheiten war zuletzt in den Allianzbauten am Tulpenfeld untergebracht.  Die Ständige Vertretung – nicht die gleichnamige Kneipe, sondern die der DDR, hatte bis 1990 ihren Sitz an der Godesberger Allee – Zufall oder Absicht – in einem eher gesichtslosen Plattenbau. DDR-Diplomaten und Stasi-Agenten gingen dort ein und aus. Das Haus galt als Herzstück der Spionage beim Klassenfeind, bis es seine Daseinsberechtigung verlor.   

Erst bei der Sanierung für die Länder Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, die das Gebäude zunächst übernahmen, verschwanden die Wanzen unter den Tapeten. Heute arbeitet hier die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. 

Infos zum Ausflug

Der Weg der Demokratie führt zu insgesamt  64 zeithistorischen Orten im ehemaligen Regierungsviertel und im Bonner Umland, die die deutsche Demokratie geprägt haben. Mit neun verschiedenen Routenvorschlägen und Navigationshilfe für Smartphone. Rundgänge starten am Haus der Geschichte an der Bonner Museumsmeile.

wegderdemokratie.de

Vulkankeller in der Eifel erkunden

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Lavakeller in Mendig in der Eifel

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© Vulkanregion Laacher See

Gut 200 000 Jahre ist es her, dass in der Eifel der Wingertsbergvulkan ausbrach und dafür sorgte, dass in seiner Umgebung in späteren Zeiten Basalt abgebaut werden konnte. Allerdings unterirdisch, denn vor 13 000 Jahren brach auch noch der Laacher-See-Vulkan aus und überlagerte die Fläche mit Löss und Bimstuffen. Die Menschen in der Region mussten daher im 18. Jahrhundert unter die Erde, um den Basalt abzubauen. Dabei entstanden die Lavakeller unter der Stadt Mendig.

Netz aus unterirdischen Gängen

In 32 Metern Tiefe spannt sich dort ein fast drei Quadratkilometer großes Netz aus unterirdischen Gängen, Stollen, Schächten und Kellern. Nach dem Ende des Bergbaus Mitte des 19. Jahrhunderts nutzten die zeitweilig 28 Mendiger Brauereien die Keller zum Lagern von Bier. Denn dort herrschten gleichbleibende 6 bis 9 Grad Celsius.

Lavakeller erkunden

Heute steigen Besucher 150 Stufen hinab, um in diese Lavakeller zu gelangen. Wer keine Treppen steigen kann, benutzt den Fahrstuhl. Bei einer Führung sehen die Teilnehmer die dort lebenden Fledermäuse und erfahren viel Wissenswertes über die Geschichte.

Informationen:  

Lava-Dome/Deutsches Vulkanmuseum, Brauerstr. 1, 56743 Mendig, Tel.  02652 / 93 99 222.

Öffnungszeiten: Dienstags bis sonntags und feiertags 10 bis 17.30 Uhr. Zur Einstimmung gelangen Besucher in den zentralen Erlebnisraum „Im Land der Vulkane“, wo sie eine spektakuläre Show erwartet. Besichtigung der Lavakeller ist nur mit Führung möglich. Kombi-Eintritt 9,50 Euro.

www.lavadome.de

Lesen Sie hier mit KStA Plus 10 explosive Ausflüge in die Vulkaneifel 

Gipfel des Siebengebirges in einer Tour erwandern

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Blick vom Ölberg bei Königswinter im Siebengebirge

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Oliver Franke, Tourismus NRW

Bei diesem Anblick kommen Maler, Dichter und Reisende bereits seit Jahrhunderten ins Schwärmen: Schluchtenartige Täler, dicht bewaldete Gipfel und raue Felsen prägen das Siebengebirge, das hoch über dem Rhein thront. Heute steht das Siebengebirge unter umfassendem Schutz, weshalb das bewaldete Mittelgebirge einen wertvollen Lebensraum für zahlreiche, auch seltene, Tiere und Pflanzen darstellt.

Eine anspruchsvolle Rundwanderung über alle sieben Gipfel führt mitten hinein in diese Naturlandschaft aus Stein und Wald.

Tagestour mit Anspruch

Bei klarer Sicht reicht der Blick von dort oben bis zum Kölner Dom. Wegen der mehr als 1000 Höhenmeter Anstiege, die zu bewältigen sind, ist dies allerdings eine Tagestour für Wanderer mit etwas stärkerer Kondition. Die Siebengipfeltour führt im Uhrzeigersinn mit Start in Königswinter zuerst auf den Petersberg (331m), dann über Nonnenstromberg (335m), Großer Ölberg (460m), Lohrberg (432m),  Löwenburg (455m), Wolkenburg (324m) bis auf den berühmten Drachenfels (321m). Wer jetzt erschöpft ist, nimmt die Drachenfelsbahn zurück zum Ausgangspunkt.

Infos zum Tipp

Seven Summits Siebengebirge: Anspruchsvolle, aber sehr abwechslungsreiche Tour  mit vielen schönen Aussichtspunkten. Eine Wanderkarte ist zu empfehlen, da die Wege nicht immer gekennzeichnet sind. Auf ca. 18 km Strecke sind von Königswinter bis zum Drachenfels und zurück etwa 1000 Höhenmeter zu absolvieren. 

>Lesen Sie hier mit KStA PLUS unser Dossier zum Siebengebirge: 24 faszinierende Ausflüge ins Siebengebirge .

Lyrikpfad an der Strunde: Wandern mit Worten am Wegrand

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Herbstfarben in der Natur

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Die Strunde galt einst als fleißigster Fluss weit und breit. Fast vierzig Mühlen trieb sie an, darunter auch die Papiermühlen der Familie Zanders. Dass Wasserzeichen der Gohrsmühle zierte millionenfach Papierbögen made in Bergisch Gladbach.

Buchenwälder im Strundetal

Das fleißige Flüsschen begleitet auch eine  schöne Wanderstrecke bis vor die Tore der Stadt. In dieser Jahreszeit durch die Buchenwälder des Strundetals zu streifen, hat seine ganz eigene Poesie – immer am Flusslauf entlang, wo in schattigen Lagen die Perlgräser sprießen. 

Mit allen Sinnen das Tal erkunden, dazu werden Spaziergänger und Radfahrer auch auf dem Lyrik-Pfad eingeladen, der von der Quelle bis zur Stadtgrenze führt. Auf sechs Stelen präsentieren Autoren des Vereins „Wort und Kunst“ dort  Gedichte – mit Versen, die in Bezug stehen zu Stadt, Landschaft und dem Bergischen Land.

Die Strecke zwischen Bachquell im Örtchen Herrenstrunden und Papiermuseum Alte Dombach soll eine Inspiration sein für Spaziergänger und Liebhaber des Wortes.  Die Texte sind eine Einladung –  mitten hinein in die Natur und zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Lyrik.

Weinwanderung im Siebengebirge

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Offiziell ist das Siebengebirge zwar gar nicht als Weinanbaugebiet in Deutschland anerkannt – und kann sich an Größe und Bedeutung natürlich nicht mit prominenten  Regionen wie der Pfalz oder Rheinhessen messen. Aber wer Kulturlandschaften, alte Fachwerkhäuser und Gemütlichkeit schätzt, ist am Fuße des Drachenfels goldrichtig.

Wandern und Weingenuss

Denn der Mix aus Wandern und Weingenuss findet in unmittelbarer Nähe zum Rhein statt, wobei sich  ein  ums andere Mal  faszinierende Ausblicke auf Deutschlands großen Strom eröffnen.

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Laurentiusberg, Königswinter

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Im Örtchen Oberdollendorf, eigentlich ein Stadtteil von Königswinter, stoßen Ausflügler auf jene typische Weinlandschaft, wie man sie sonst eher von der Mosel kennt. Und mitten hindurch führt ein gut zwei Kilometer langer Wanderweg, der auf 15 Schautafeln viel Wissenswertes über die Region und ihre Reben verrät. So erfahren Wanderer en passant Details über Rebsorten, Hanglagen und Weinverarbeitung.

Besonders schön sind die Weinwanderungen im Siebengebirge während der Lese, die dieser Tage beginnt. Also genau die richtige Zeit für einen Wandertag.

Weinwanderweg:

Weinlehrpfad Königswinter-Oberdollendorf (Länge 2,2 km, 15 Stationen mit Weinbauinformationen).

Im einzigen Weinbaugebiet in NRW führt ein Lehrpfad durch die Wirtschaftswege der acht Hektar großen Rebenfläche mit den Lagen Laurentiusberg, Rosenhügel und Sülzenberg.   Es gibt eine Verbindung zum Rheinsteig. Einkehren kann man schön im Weingut Sülz.

Weingut Sülz, Bachstraße 157, 53639 Königswinter
weinhaus-gutsuelz.de

www.siebengebirge.de

>Mehr Artikel, Wissenswertes und Tipps über Ausflüge ins Siebengebirge finden Sie auch hier.

Neues Rad-Touren-Programm im Bergischen Land

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„Einfach bergisch radeln" heißt ein neues Radtouren-Programm im Bergischen.

Manchmal ist ja bekanntlich der Weg das Ziel. Da die heißesten Sommertage dieser Saison wahrscheinlich vorbei sind, kann das Fahrrad wieder für längere Touren aus der Garage geschoben werden. Nun ist das Bergische Land an sich vielleicht nicht die erste Wahl von Freizeitradlern am Wochenende.  Zu Unrecht, wie sich zeigt, wenn man die Radregion einmal näher erkundet. 

Für die ausklingende Sommerzeit bietet  ein neues Tourenprogramm durchs Bergische Land Anregungen. „Einfach historisch“, „Einfach natürlich“, „Einfach sportlich“ und „Einfach entdecken“ lauten die Titel von vier spannenenden  neuen Touren mit dem Rad, die in einem Heft für unterwegs beschrieben werden.

Sie führen entweder vorbei an tollen Sehenswürdigkeiten, welche zugleich die Geschichte der Region beleuchten. Sie lassen auch die wasser-, wald- und bergreiche Natur erleben. Oder sie bieten interessante  Blicke auf  die Städte. Für die Touren müssen im Schnitt zwei Tage eingeplant werden, wenn man sie komplett radeln will. Man kann  aber auch abschnittweise  fahren – immer entlang der schönsten Panoramastrecken. 

Infos zum Ausflug

Einfach bergisch radeln: Diese Panoramaradwege  führen streckenweise durchs Bergische Land:  der Bergische Panorama-Radweg (132 km), der Panorama Radweg Niederbergbahn (40 km) und der Panorama-Radweg Balkantrasse (51 km). Das neue Tourenprogramm „einfach bergisch radeln" durchkreuzt diese Panoramawege.   

Eine Broschüre und Routenübersichtskarten stehen im Internet zum Download bereit. www.einfach-bergisch-radeln.de

Libellen, die Elfen der Eifel, am Kratersee beobachten

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Stellen Sie sich vor, Sie müssten die Welt aus 30.000 Augen sehen und dabei sechs Beine und vier Flügel koordinieren. Das wäre vermutlich ganz schön kompliziert und würde mit ziemlichen Kopfschmerzen enden. Libellen schaffen das mühelos – und sind dabei auch noch so zierlich und elegant, dass sie ab und zu mit Elfen in Verbindung gebracht werden. Für ihren Lebensraum sind sie auf saubere, stille Gewässer angewiesen, denn sie machen eine erstaunliche Entwicklung durch. Die schwirrenden Farbtupfer beginnen ihr Leben nämlich  im Larvenstadium als Unterwasserbewohner. 

Mehr als die Hälfte ihres Lebens bringen sie im Larvenstadium zu, bevor sie an Halmen aus dem Wasser klettern. Dort schlüpfen die fertigen Libellen aus ihrer Larvenhaut, um von nun an ihr Leben als Luftjäger fortzusetzen. Sie fangen ihre Beute im Flug und  önnen sogar rückwärts fliegen. Die Frühe Adonisjungfer (Foto) kann man im Sommer sehr gut am Kratersee des Windsborn-Vulkans beobachten. Er gilt als einziger wassergefüllter Vulkankrater in Deutschland und ist mit seinen 24 Libellenarten ein wahres Libellenparadies.

Infos zum Tipp:

Windsborn Kratersee: Ein absolutes wenn auch schweißtreibendes Muss ist der Aufstieg zum Kraterrand. Vom Gipfelkreuz bietet sich ein einzigartiger Blick auf die umliegende Eifellandschaft und die Mosenberg-Meerfelder-Vulkangruppe. Vom Parkplatz  Hinkelsmaar/Kratersee sind es etwa  20 Minuten bis zum  See.

www.eifel.info

Auf unterirdischen Pfaden durch die Eifel

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 Vor Millionen Jahren wurde  die Höhle durch die  Kraft des fossilen Grundwassers aus dem Stein gewaschen.

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© Eifel Tourismus GmbH / D. Ketz

Vor Jahrmillionen reichte das einstige Nordmeer bis in die heutige Eifel, Flussmaterialien lagerten sich ab und Passatwinde brachten den Sand. Das Land war in Bewegung, es hob, senkte und verwarf sich, brach auf.

Kein Wunder, dass sich dadurch auch Höhlen bildeten. Hinzu kommt der Mensch, der über Jahrtausende Gestein und Erze abgebaut und viele Gänge hinterlassen hat, die zum Teil noch heute erkundet werden können. Festes Schuhwerk und Taschenlampe nicht vergessen!

Die Buchenlochhöhle liegt im Naturschutzgebiet Gerolsteiner Dolomiten und ist über den Vulkaneifelpfad „Gerolsteiner Felsenpfad“ erreichbar. Die Höhle ist ganzjährig über eine Leiter zugänglich. www.eifel.info

In NRW gibt es noch weitere Höhlen zu besichtigen - vom Sauerland über das Bergische bis in die Eifel haben wir hier noch weitere Tipps zusammengestellt.

Geheimnisse der „Grünen Hölle“ am Nürburgring aufdecken

Nürburgring

Der Nürburgring liegt in Adenau in der Eifel. Nicht nur an Renntagen ist dort viel los.

An Renntagen ist das Dröhnen der Motoren manchmal bis weit hinein in die Eifel zu hören: Am Nürburgring treffen sich Motorsportler aus der ganzen Welt. Auf der Mega-Rennstrecke über 20,8 Kilometer, der längsten permanenten Strecke weltweit, ist auch ohne Formel-1-Wettbewerbe das ganze Jahr Programm. Vor über 90 Jahren – am 18. Juni 1927 – drehten sich zum ersten Mal die Räder bei einem Rennen auf dem Nürburgring.

Führungen hinter sonst verschlossene Türen

Wöchentlich gibt es nun in den Sommermonaten auf der legendären Rennstrecke Motorsport zu sehen und zu erleben. Zudem tauchen im Erlebnismuseum Ringwerk Rennsport-Fans in die Geschichte der „Grünen Hölle“ ein, werfen einen Blick in die technischen Bereiche der Strecke  und geben auf der Kartbahn Vollgas.

Im Rahmen einer Tour öffnen sich sonst verschlossene Türen: Boxengasse, Siegerpodest, Fahrerlager oder Media-Center – beim  Rundgang hinter die Kulissen bleibt kein Geheimnis ungelüftet und keine Frage offen. Wer lediglich einen kurzen Blick auf Boxengasse und Start-Ziel werfen will, kann das auch schon bei einer Stippvisite auf der Schnuppertribüne tun.

Infos zum Tipp:

Backstage-Tour: Was passiert wirklich in der Boxengasse? Wo arbeiten bis zu 500 Journalisten während eines Renn-Wochenendes? Wie geht es im Fahrerlager zu? In einer rund 1,5-stündigen Führung werden Besucher zu Ring-Insidern. Täglich außer an großen Events. 7,50 Euro pro Person. Kinder bis 5 Jahre kostenfrei.

www.nuerburgring.de

Nuerburgring auf Google Maps anzeigen.

Kosmischer Blick von der Eifel ins All

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Radio Telescope Effelsberg

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Ließe ein unachtsamer Mondbesucher sein eingeschaltetes Handy dort oben liegen, wären dessen Signale die drittstärkste Strahlung, die Wissenschaftler im Grenzgebiet zwischen NRW und Rheinland-Pfalz  empfangen könnten. Der Mond nämlich ist knapp  400 000 Kilometer entfernt, die riesige Schüssel von Effelberg hat aber schon Signale aus  Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxien empfangen.

Mit dem Durchmesser eines Fußballfeldes gehört das Radioteleskop des Bonner Max-Planck-Instituts für Radioastronomie zu den größten der Erde. Von hier aus werden  Pulsare, kalte Gas- und Staubwolken, kosmische Magnetfelder,  entstehende Sterne, Schwarze Löcher und ferne Galaxien beobachtet – eines der leistungsfähigsten Observatorien in Europa und eine wichtige Station für das weltweite Zusammenschalten von Teleskopen.

Die Arbeit der Astronomen beflügelt nicht nur die Fantasie von Star-Wars-Fans. Besucher aus aller Welt kommen hierher und bewundern die 3200 Tonnen schwere Stahlkonstruktion mit dem riesigen Parabolspiegel, der in knapp sechs Minuten um nahezu 90 Grad gekippt werden kann.

Infos zum Ausflug

Drei Themen-Wanderwege zu den Entfernungen astronomischer Objekte in unterschiedlichem Maßstab (Planetenweg, Milchstraßenweg, Galaxienweg) starten in unmittelbarer Nähe zum Radioteleskop. Info-Schautafeln und Filme am  Besucherpavillon; beste Sicht vom Aussichtsplateau.

mpifr-bonn.mpg.de/effelsberg

Orchideen in der Wahner Heide und im Lohmarer Wald

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In der Natur haben die Orchideen ihren Glanzauftritt. Zu sehen gibt es sie in der Wahner Heide oder im Lohmarer Wald.

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Getty Images / EyeEm / Tom Meaker

Sie sind alle geschützt und dürfen nicht gepflückt werden, dabei halten sie sich zu Hause in der Vase ohnehin nur wenige Stunden. Will man sich länger an ihnen erfreuen, überlässt man diesen Gewächsen die grüne Bühne für einen Glanzauftritt – und  macht vom Weg aus schöne Fotos oder Zeichnungen von ihren Blüten. Orchideen gelten als ungewöhnlich, kostbarund  geheimnisvoll – wilde Orchideen einmal mehr.

36 Arten in NRW

Die Knabenkräuter existieren in fast jeder Ökozone. Wer dieser Tage aufmerksam durch die Wahner Heide oder den Lohmarer Wald spaziert, kann unterwegs welche entdecken. Denn Orchideen sind Bewohner nährstoffarmer Standorte: Magerrasen, Feuchtwiesen, Moore. Überall dort herrschen Bedingungen, die in unserer intensiv genutzten Landschaft heute Mangelware sind, so dass man fast alle Orchideenarten – in Nordrhein-Westfalen sind es 36 Arten, in der Wahner Heide mehr als zehn, im Lohmarer Wald vier – nur noch in wenigen Refugien bewundern kann. Auch in der Wahner Heide ist im 20. Jahrhundert  durch Forstwirtschaft und Flughafenausbau etwa ein Drittel des Artenbestands ausgelöscht worden.

Infos zum Tipp: Rund um Gut Leidenhausen gibt es schöne Wanderwege von unterschiedlicher Länge ins Naturschutzgebiet von Wahner Heide und Königsforst, die sich auch als Fahrradstrecke eignen. Am Startpunkt, einem alten Rittergut im Stadtteil Eil, ist das Umweltbildungszentrum der Stadt Kölnuntergebracht. Flyer mit Karte und Routenbeschreibung:

www.nabu-koeln.de 

Eifel: Zeitreise in die Stadt des Mittelalters

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Nideggen ist das Tor zur Eifel. Fachwerkhäuser, die Burg und Stadtmauer prägen das Stadtbild.

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Viele Städte und Orte in der Eifel haben ihren besonderen Charme rund um Denkmäler, historische Straßen und Plätze bewahrt. Wer auf Erlebnistour geht durch solche alt-erhaltenen   Ortskerne in Nordrhein-Westfalens einziger Nationalparkregion, der kann sich dort von Burgen und Gassen Geschichten erzählen lassen und den steinernen Zeugen vergangener Zeiten zuhören.

Mächtige Burg und Stadtmauern

Nideggen zum Beispiel, das Tor zur Eifel,  ist ein mittelalterliches Original. Vieles ist erhalten, vieles kann man sich heute noch lebhaft vorstellen: Wie im Mittelalter auf den  gepflasterten Straßen und Wegen der alten Ritterstadt die Funken stoben, wenn die Pferde mit ihrem eisernen Beschlag die schwer beladenen Karren zogen.

Häuser aus rotem Sandstein, der in den Steinbrüchen um Nideggen abgebaut wurde, sie prägen die Stadtsilhouette ebenso wie die alten Fachwerkhäuser und die mächtige Burg mit ihrer Stadtmauer. Zwei imposante Stadttore sind noch bestens erhalten. In einem Haus am Zülpicher Tor – zentral gelegen am Eingangsbereich zur historischen Altstadt –  gibt es eine Touristen-Information, die auch am Wochenende geöffnet hat.

„Erlebnisroute durch die historischen Stadt- und Ortskerne der Eifel“ heißt ein Flyer von Nordeifel-Tourismus, der durch Nideggen, Bad Münstereifel, Blankenheim, Dahlem-Kronenburg, Mechernich-Kommern, Schleiden-Olef und Hellenthal-Reifferscheid u.a. führt. Regionale Gästeführer bieten dort regelmäßig Führungen an.

www.erlebnis-region.de

www.nideggen.de

Naturpfad durch das Welterbe Zeche Zollverein

Zeche Zollverein dpa 2019

Die Zeche Zollverein hat auch Natur zu bieten.

Sie gilt als technisches und ästhetisches Meisterwerk der Moderne, das die Schwerstarbeit der Montanindustrie mit der Architektur der Neuen Sachlichkeit verbindet. Seit der Stilllegung und Sanierung ist die  Zeche Zollverein ein herausragendes Beispiel für die Neunutzung von Industrieanlagen – und dem Strukturwandel in der Region. 

Mehr als 1,5 Millionen Gäste besuchen jedes Jahr das Unesco-Welterbe Zollverein, um die authentisch erhaltenen Übertageanlagen der Zeche und der Kokerei, den Denkmalpfad oder das Ruhr Museum zu besuchen. 

Einzigartige Tier- und Pflanzenwelt

Darüber hinaus hat sich auf dem Gelände im Essener Norden eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Fledermäuse, Bienen, Tausendgüldenkraut – die Industrienatur auf Zollverein zeigt eindrucksvoll, dass große innerstädtische Brachen Tieren und Pflanzen in der stark besiedelten Region des Ruhrgebiets eine wichtige Zuflucht bieten.

Im Zollverein Park, der beliebtes Freizeitziel und Naherholungsgebiet ist, sind bereits mehr als 540 Farn- und Blütenpflanzenarten, etwa 100 Flechtenarten, rund 60 Vogel-, 20 Schmetterlings- und sechs Amphibienarten nachgewiesen.

Informationen zum Naturpfad

Eine Natur-Wanderkarte veranschaulicht anhand eines Rundwegs mit zwölf Stationen interessante Besonderheiten des Ökosystems auf dem Welterbe und liefert viele Hintergrundinformationen über Standort und Arten. Die Route ist kostenfrei und beginnt am Fuß der Rolltreppe vor der ehemaligen Kohlenwäsche,  Schacht XII.

www.zollverein.de

Sternenwanderung in der Eifel

Sternenhimmel dpa

Samstag, 30. März ist Tag der Astronomie.

Wenn es Nacht wird in der Eifel, funkeln die Sterne besonders hell und zauberhaft. Was in den rheinischen Städten ringsum mit ihren vielen künstlichen Lichtquellen unsichtbar geworden ist, offenbart sich dort im Sternenpark: Tausende von Sternen, die Milchstraße zum Greifen nah und ein Mond, der silberne Schatten wirft. 

Der Nachthimmel über dem Nationalpark Eifel bietet ein einmaliges Naturerlebnis –  selbst in hellen Nächten kann man den Lauf des Mondes und der Planeten verfolgen und zahlreiche Sternbilder und kosmische Objekte ausmachen. Denn auf dem Gebiet  des Nationalparks, wo die Natur sich selbst überlassen bleibt, ist die Gegend nur dünn besiedelt und die Lichtverschmutzung entsprechend gering.

Das Schutzgebiet für die Wildnis von morgen hat eine Größe von 17 000 Fußballfeldern und  liegt nur 65 Kilometer südwestlich von Köln. Nachtschwärmern bietet die Astronomiewerkstatt „Sterne ohne Grenzen“ spannende Nachtwanderungen. Unbedingt mitnehmen sollte man Ferngläser und Teleskope, denn sie erweitern den Blick auf die Schätze des Nachthimmels.

Informationen zur Sternenwanderung

Harald Bardenhagen von der Astronomie-Werkstatt „Sterne ohne Grenzen“ in Vogelsang IP erklärt die Himmelskörper im Rahmen einer zweistündigen Tour - auch aktuell, diesen Samstag, 30. März 2019 am Tag der Astronomie.

Kosten: 15 Euro Erwachsene und 7,50 Euro für Kinder ab 12 Jahren.

Uhrzeit: 20.30 Uhr und 23 Uhr.

Termine und Anmeldung unter Tel. 0221/ 44900586  oder auf www.sterne-ohne-
grenzen.de

Bonn entdecken auf dem Weg der Demokratie

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Das ehemalige Gästehaus der Bundesregierung ist eine Etappe auf der „Weg der Demokratie".

Diesen Prachtbau ließ 4711-Parfümfabrikant Ferdinand Mülhens Ende des 19. Jahrhunderts errichten, und der Blick von dort reicht über das Siebengebirge und das Rheintal bis nach Bonn.

Nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst von US-Truppen beschlagnahmt, erlangte das Haus im Herbst 1949 geschichtsträchtige Bedeutung, als Kanzler Konrad Adenauer dort mit den Alliierten das Petersberger Abkommen aushandelte, das der Bundesregierung mehr Souveränität brachte und das Besatzungsstatut lockerte.

Erinnerung an die deutsche Demokratie-Geschichte

Das ehemalige Gästehaus der Bundesregierung ist eine von fünf neuen Stationen auf dem „Weg der Demokratie“, der in Bonn und Umgebung an wichtige Orte der deutschen Demokratiegeschichte erinnert. Hinzu gekommen sind auch Godesberger Stadthalle, in der die SPD vor 60 Jahren ihr Godesberger Programm verabschiedet hat, das Adenauer-Wohnhaus in Rhöndorf, das Willy-Brandt-Forum in Unkel sowie das Areal um Schloss Deichmannsaue, auf dem bis 1955 die US-Hochkommission die außen- und sicherheitspolitischen Geschicke Deutschlands lenkte und sich anschließend die amerikanische Botschaft befand.

Details zum „Weg der Demokratie"

Der „Weg der Demokratie" mit 60 beschilderten Stationen an zeithistorischen Orten in Bonn und Umgebung: Startpunkt ist am Haus der Geschichte. Im ehemaligen Regierungsviertel warten auf einem knapp zweistündigen Rundgang 13 Stationen. Andere Orte sind per Rad oder Pkw erreichbar. 

wegderdemokratie.de

Bonn-Information bietet geführte Rundgänge an.

Bonn-Information
Windeckstraße 1 / am Münsterplatz
53111 Bonn
0228 - 77 50 00

Auf dem Steinhauerpfad im Oberbergischen

Steinhauerpfad Lindlar Guido Wagner

 Unterwegs auf dem Steinhauerpfad in Lindlar

Diese Entdeckung galt als archäologische Sensation: Der älteste Wald unserer Erde mit den ältesten baumförmigen Pflanzen überhaupt stand womöglich in Lindlar im Oberbergischen Land. Rund 390 Millionen Jahre alt sind jedenfalls die Fossilienfunde, die aus der Ära des Mitteldevons stammen und vom Wuppertaler Geologen Peter Giesen in den Steinbrüchen von Lindlar freigelegt wurden.

Lindlar lag am tropischen Meer

Dabei handelt es sich um Versteinerungen von Urfarnen, die bereits kleine Wälder bildeten und auf einer Sandinsel in einem ausgedehnten Flachmeer wuchsen. Damals lag jener Ort, der heute Lindlar heißt, nämlich an einem warmen, tropischen Meer.

Große Flüsse lieferten von Norden Sand und Schlamm in ein ausgedehntes Deltagebiet mit zahlreichen Flussläufen, Sümpfen, Lagunen und Buchten. Der Wald wurde vermutlich durch einen Tsunami ins Meer gespült, mit Sand und Schlamm überdeckt – und so bis heute konserviert.

Steinbruch Lindlar Michael Lenzen

Spannende Ste­in­for­ma­tio­nen und Fossilien auf dem Stein­hau­er­pfad in Lindlar.

Das alles muss vor rund 390 Millionen Jahren geschehen sein, also lange bevor die ersten Dinosaurier auftraten. Wer Lindlar heute besucht,  der kann die faszinierende Welt der Steinbrüche selbst entdecken:

Der „Steinhauerpfad“ (Streifzug #8) führt  aus der Ortsmitte hinauf zu den Steinbrüchen auf dem Brungerst (6,2 km). Wer selbst auf Fossiliensuche gehen will, hat in einem der Lindlarer Steinbrüche die Gelegenheit dazu.

Ab Mitte April gibt es öffentliche Termine mit Guide. Gruppen bis maximal 30 Personen können auch Extratermine buchen. Kosten: 55 Euro pro Gruppe.

Anmeldung und Infos gibt es bei lindlar-touristik.de unter 02266 96407 oder [email protected]

Waldgeschichten im Nationalpark Eifel erleben

Nationalpark Eifel Wilder Weg Gemünd dpa

Besucher gehen im Nationalpark Eifel in Gemünd über den Wilden Weg.

Die Wälder der Eifel sind das Ergebnis einer Jahrtausende alten Entwicklungsgeschichte. Ursprünglich hatten sich hierzulande  nach der letzten Eiszeit vor rund 10 000 Jahren  wie auch sonst in Mitteleuropa nach und nach von Buchen dominierte Laubwälder gebildet. Erst durch den Einfluss des Menschen veränderten sich die Verbreitung und das Erscheinungsbild der Wälder in den letzten Jahrhunderten erheblich.

Erst Buchen, dann Fichten

Der Mensch brauchte Holz für sein Feuer, zur Holzkohleherstellung, und Eichenrinde zum Gerben von Leder. Und er brauchte Raum für  seine  Siedlungen, als Weideland und Ackerfläche – so verschwanden die Wälder der Eifel vielerorts. 

Dann wieder wurde aufgeforstet, vor allem mit der nicht heimischen Fichte – und der Wald wurde wieder dichter.
Heute darf der Wald wieder wild wachsen im Nationalpark Eifel.

Spuren im Wald

Aber die verschiedenen Epochen der Natur- und der Kulturgeschichte haben ihre vielfältigen Spuren hinterlassen. Wer den Nationalpark besucht, kann  viele unterschiedliche Waldformen erleben: Den ursprünglich anmutenden Wald, aber auch den früheren Wirtschaftswald.

Samstag im Nationalpark:

Das Nationalpark-Tor Gemünd ist ein perfekter Startpunkt für eine Tour in den unmittelbar angrenzenden Nationalpark.

Knorrige Eichen, bunte Spechte und spannende Waldgeschichte(n)“  ist das Thema der  Ausstellung im Infozentrum.

Jeden Samstag startet um 11 Uhr eine geführte Rangertour in den Nationalpark. Teilnahme kostenlos.
www.schleiden.de

Der Bierweg im Bergischen Land

Bier Kölsch

Hätten Sie’s gewusst? Ein frisches Bier sollte in maximal zwei Minuten gezapft sein. Andernfalls verliert es zu viel Kohlensäure und wird  womöglich  schal und warm. Auch wenn  Pils angeblich des Deutschen liebstes Bier ist – in  Köln und ringsum  sollte man natürlich auf  obergäriges Kölsch umsteigen. Und in Düsseldorf  auf  dunkles Alt.

Aber egal ob hell oder dunkel, und auch jenseits der jecken Tage: BeimThema Bier können wir hierzulande mit Superlativen aufwarten – mit den meisten Biersorten und dem höchsten Bierausstoß der Republik. 

155 Brauereien in NRW

Landesweit 155 Braustätten hat das Statistische Bundesamt zuletzt in Nordrhein-Westfalen gezählt.  Vielerorts entstehen  jetzt   kleine Spezialitätenbrauereien, die aromatisches Craft Beer anbieten. Mehr als zwei Drittel vom Gerstensaft stammen aber aus Großbrauereien mit über einer Million Hektoliter Jahresproduktion.  Auf der „Bierroute NRW“ dokumentieren Biermuseen die Geschichte der Braukunst, und  Brauereien und Brauhäuser öffnen ihre Türen zu Führungen und Verkostungen. NRW-Tourismus hat einen  interaktiven Tourenplaner dazu im Netz, mit dem sich Reiserouten zusammenstellen lassen.

Der Bierweg (Bergischer Streifzug Nr. 17): 

Auf 13,4 Kilometern führt der Rundweg  durch  Wiehl und entlang der Erzquell-Brauerei. Sieben Infotafeln erklären Bierherstellung, Inhaltsstoffe,  alles zu  Lagerung und Haltbarkeit sowie Fakten über Bier in der Welt. Start und Ziel am Bahnhofsplatz. Markierung in beide Richtungen.

www.bergisches-wanderland.de

Die Erft entdecken am Naturparkzentrum Gymnicher Mühle

Muehle_gymnich_ Bild R. Schlappal

Ein Ort mit Geschichte. Die alte Wassermühle von Gymnich an der Erft ist im Jahr 1315 erstmals urkundlich erwähnt, wahrscheinlich aber noch wesentlich älter. Im vorigen  Jahrhundert stellte sie bereits den Betrieb ein. 

Betriebsam geht es auf dem Gelände aber immer noch zu, denn heutzutage ist die Gymnicher Mühle ein Naturparkzentrum und beliebtes Ausflugsziel. Geboten werden Erlebnisprogramme rund um Kultur und Natur, dazu gehört auch die Dauerausstellung „Vom Korn zum Brot“ über regionale Besonderheiten und die Geschichte der Mühlen.

Leben an der Erft

Der große Wassererlebnispark hat jetzt Winterpause und ist erst in der warmen Jahreszeit wieder in Aktion. Wanderer und Radfahrer können aber das ganze Jahr über auf  ausgeschilderten Routen die nahe Erftaue erkunden. Wechselvoll ist die Geschichte des Heimatflusses der Region:  Er brachte seinen Anrainern Fluch und Segen – wurde gestaut, verlegt, begradigt und vielfältig wirtschaftlich genutzt –, bevor man ihn als wichtigen und schützenswerten Naturraum wiederentdeckte. Das Leben  an der Erft beleuchtet die aktuelle Ausstellung in der Mühle mit spannenden Themenführungen. 

„Vom Korn zum Brot“  – die  Ausstellung  im Erftmuseum ist über drei Etagen durch einen Aufzug verbunden und somit barrierefrei. Auch die so genannte Erftscholle, ein Aussichtspunkt über die Erftlandschaft, verfügt über eine asphaltierte Rampe. 

Termin: An jedem 4. Sonntag im Monat gibt es eine kostenlose Führung durch das KM-51 - Das Erftmuseum. Bezahlt werden muss nur der Eintritt ins Museum, Erwachsene 4 Euro, Kinder 2 Euro.

Das Erftmuseum und den WasserErlebnisPark können kostenlos mit der RheinlandCard besucht werden.

Öffnungszeiten: Sonntags 11 bis 17 Uhr.
gymnichermuehle.de

Ritterwelten auf Schloss Burg erleben

Schloss Burg dpa 08032018

Schloss Burg an der Wupper

Foto:

Die schmalen Gassen, der weite Blick in die Landschaft, die massiven Mauern, die engen Wehrgänge, die sonnigen Höfe und vor allem das muntere Treiben – Besucher sind jedes Mal neu fasziniert. Schloss Burg an der Wupper kann viele Geschichten erzählen.

Die Grafen von Berg residierten auf der Höhenburg nach dem Baubeginn um 1130 über mehrere hundert Jahre. Und herrschten von dort über große Teile des heutigen Nordrhein-Westfalen. Diese glorreichen Zeiten werden neuerdings nicht nur beim Rundgang durch die Rittersäle lebendig, sondern jetzt auch auf dem Bildschirm. 

Virtuelle Reise durch die Burganlage

Eine neue App nimmt Besucher mittels Augmented Reality und 360°-Ansichten auf eine virtuelle Reise in die Vergangenheit der Burganlage aus dem 12. Jahrhundert – und verwischt beinahe die Grenzen zwischen digitalem und realem Erleben.

Im mittelalterlichen Ambiente des Rittersaals treffen Besucher unter einer Wandmalerei der Schlacht von Worringen via Smartphone auf einen der wichtigsten Protagonisten der Schlacht, Graf Adolph V. mit seinem Pferd. Der Burgherr kommentiert das Schlachtgeschehen live auf dem Bildschirm.

Einen Überblick über die Geschichte der Solinger Burganlage bietet auch eine weitere App. An zwölf Standorten liefert sie kurze Texte und Bilder zu den Themenbereichen „Wissenswertes“, „Geschichte“, „Ruine“ und „Wiederaufbau“.

Hier können Sie sich die Apps runterladen: www.schlossburg.de

Traditionelle Führungen

Wer sich mehr von traditionellen Führungen angesprochen fühlt, findet auch diese natürlich noch im Angebot von Schloss Burg. Kosten: 3 Euro zuzüglich zum Eintrittspreis. 

Individuelle Führungen können auch gebucht werden: 0212 242 2619

Schloss Burg an der Wupper
Schlossplatz 2
42659 Solingen

Eintritt: Erwachsene 6 Euro, Studenten 5 Euro, Kinder und Schüler 3-18 Jahre 3 Euro. Bei Veranstaltungen gelten gesonderte Eintrittspreise. www.termine.schlossburg.de

Öffnungszeiten  Winter: Montag geschlossen, Dienstag bis Freitag 10 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag 10 bis 17 Uhr.

Warum Sie St. Engelbert in Köln kennen sollten

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Kirche St. Engelbert in Köln-Riehl (erbaut 1930-32) von Dominikus Böhm

Als Walter Gropius nach einer neuen Heimstätte für die Bauhaus-Schule suchte, stand wohl auch Köln zur Debatte. Ehefrau Ise Gropius sprach mit dem damaligen Oberbürgermeister Konrad Adenauer, der sich interessiert zeigte. Aber irgendwie verliefen die Gespräche im Sande und Dessau machte das Rennen.

Der Kölner Beitrag im Bauhaus-Jahr fällt folgerichtig etwas dünn aus. Schauen wir also,  was da ist, denn Zeugnisse zumindest in Anlehnung an die weltberühmte Bauhaus-Schule finden sich trotzdem.

Sogar in der Kirchenarchitektur, die zwar am profan ausgerichteten Dessauer Bauhaus   keine Rolle spielte, aber dessen geometrische Formen und neue Materialien übernahm. 

St. Engelbert im Kölner Stadtteil Riehl

Markantes Beispiel:  St. Engelbert im Kölner Stadtteil Riehl. Der Kölner Kirchenbaumeister Dominikus Böhm schuf mit diesem Bau Anfang der 1930er Jahre sein wahrscheinlich kühnstes Werk.

Auch als „Zitronenpresse“ bekannt

Gemäß der Formel „Ein Gott, eine Gemeinde, ein Raum“ erdachte er eine Kirche, deren Wände aus acht parabelförmigen Backsteinelementen bestehen. Ein eigenwilliger Zentralbau  wie ein Zelt –   im Volksmund  ist auch  von „Zitronenpresse“ die Rede.

St. Engelbert  Katholische Pfarrkirche  am Riehler Gürtel, erbaut  in den Jahren 1930-32,  Zentralbau mit getrennt stehendem Turm und Taufkapelle.

Geöffnet:  Montag 9-12 Uhr und 14-18 Uhr, Dienstag 9-11.30 Uhr, Mittwoch 7.30-12 Uhr,  Donnerstag 10-12 Uhr und 16-19 Uhr, Freitag 10-12 Uhr

Erlebnistouren: Wilde Heimat entdecken

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Die Natur in NRW hält zu Land und zu Wasser viel Wildes bereit: Wisente, Wildpferde und Flamingos leben in verschiedenen Schutzgebieten – und Orte wie die Externsteine, das Neandertal und der Drachenfels sind Natur- und Kulturwunder zugleich.

Auf gut 30 Seiten stellt das „Natur-Magazin“ Highlights im Land  vor, darunter die Wisente in Siegen-Wittgenstein und die Wildpferde und Flamingos aus dem Münsterland. Auch die zwölf Naturparks und der Nationalpark Eifel sind Thema. Dessen einzigartige Komposition aus Wäldern, Grasland, Gewässern, Felsen, Ginstergebüschen, Mooren und Feuchtgebieten sorgt dafür, dass heute schon mehr als 10 000 Tier- und Pflanzenarten im Nationalpark Eifel zu Hause sind. Darunter befinden sich über 2300 gefährdete Spezies.

Erlebnistouren im ganzen Jahr

Rund 60 Prozent der Flächen werden heute bereits sich selbst überlassen, so dass sich die ursprüngliche Flora und Fauna vergangener Tage wieder entwickeln kann – zum Beispiel der alte Buchen-Urwald. Seit 2004 arbeiten Nationalpark-Ranger an dem Projekt.  Erlebnistouren mit ihnen finden das ganze Jahr über statt.

Das „Natur-Magazin“ ist aufgrund der starken Nachfrage bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr überarbeitet und neu aufgelegt worden. Es kann über die Internetseite von Tourismus NRW  bestellt oder heruntergeladen werden.
www.nrw-tourismus.de

Auf der Käse-Route durch NRW

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Der Vulkanhof in der Eifel  hat Mitte der 90er-Jahre von Rindern auf Ziegen umgestellt.

Rheinischer Sauerbraten, Pumpernickel aus Westfalen und Bergische Waffeln – Nordrhein-Westfalen ist bekannt  für  eine ganze Reihe  regionaler Spezialitäten. Dass auch Käse dazu gehört, haben viele gar nicht auf der Rechnung.  Wer mehr darüber  wissen will, der geht am besten einmal  gezielt  auf Käsetour.

26 Hofkäsereien dabei

Mit der Käse-Route NRW  haben sich bisher 26 Hofkäsereien zusammengeschlossen, um Käse aus heimischen Landen bekannter zu machen – und natürlich auch, um ihn zu  vermarkten. Denn sie  alle stehen für seine handwerkliche Herstellung.

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Hofladen auf dem Vulkanhof in der Eifel

Das Gute daran: Wo Landwirtschaft betrieben wird, gibt es das Landerlebnis automatisch. Unterwegs  zu den Käsereien der  Heimatregion stoßen  Tagestouristen   deshalb auf interessante Kulturlandschaften mit Wanderwegen und Ausflugszielen ringsum. 

Und die Höfe, auf denen  Kühe, Ziegen und Schafe zu Hause sind, haben außer dem Hofladen und der Schaukäserei häufig auch einen  Streichelzoo. So wird der Ausflug zur Käserei  einer für  die  ganze Familie. Wer sich einen Überblick verschaffen  will, der  fährt ein bisschen weiter zum Deutschen Käsemuseum im westfälischen Nieheim. 

Tipp zur Käse-Route:

Ein  Genuss-Führer stellt  Käsereien und ihre Spezialitäten vor und hat passende Wandervorschläge und Ausflugstipps: Höfe und Handwerksbetriebe, aber auch  Genuss-Pilgerorte wie das Käsemuseum in Nieheim.

Julia Jansen: „Stadt, Land, Käse“,  Rheinischer Landwirtschafts-Verlag ,  150 S., 14,95 Euro

Wacholder-Wanderung im Oberbergischen

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Alina Miroshnichenko on Unsplash

Der Natur so richtig ins Auge schauen kann man auf einem Rundweg durch eine der letzten verbliebenen Wacholderheiden im Oberbergischen. Einst prägte der Wacholder hier weite Landschaften. Bei Branscheid im Ferienland Reichshof steht er unter Naturschutz. Heute wird die Heide nur mit menschlicher Hilfe sowie tierischer Unterstützung von Schaf- und Ziegenherden davor bewahrt überwuchert zu werden.

Mythen rund um den Todesbaum

Viele Mythen ranken sich um den sagenumwobenen Todesbaum. Früher opferte man dem Baum Wolle und Speisen, wenn ein Kind erkrankt war.

Geradezu widersprüchlich scheinen die vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert anhaltenden Vorstellungen des Wacholders einerseits als Todesbaum, anderseits als Lebensbaum. Man glaubte, dass sich die Seelen der Verstorbenen im Baum verstecken und durch bestimmte Umstände wieder zum Leben zurückkehren. Zugleich gilt er als Symbol der Fruchtbarkeit, Gesundheit und des ewigen Lebens.

Die Wanderung

Auf diesem Rundweg im Oberbergischen Land lassen sich alle Geheimnisse lüften. Fünf Infostationen erläutern den immergrünen Wacholderbaum in allen Facetten. Und in der Dämmerung kann sein ungleicher Wuchs wirklich furchteinflößend aussehen. Diese leichte Wanderung führt über gut befestigte Waldwirtschaftswege und ist auf einer kurzen Strecke Teil des „Bergischen Panoramasteigs“

Anreise: Rund 45 Minten von Köln mit dem Auto über die A4 Richtig Olpe.

Parken: Start und Ziel am Wanderparkplatz Landwehrstraße in Reichshof-Eckenhagen.

Details: Der Wachholderweg ist 5,5 km lang. Die Runde dauert etwa zwei Stunden. Auf fünf Info-Tafeln erfahren Sie alles rund um den Wachholder. Details zur Strecke finden Sie auch auf der Seite Bergisches Wanderland.

Waldbaden im Königsforst

Wer in diesen Tagen durch den Wald spaziert, erkennt im Unterschied zu den Vorjahren: Es gibt so viele Eicheln wie lange nicht mehr. Die Ursache liegt auf der Hand: Als die Eichenbäume in voller Blüte standen Anfang Mai, da herrschte optimale Witterung. Nun purzeln die Früchte in Massen zu Boden.

Die Eichenwälder im Königsforst sind mindestens 150 Jahre, zum Teil sogar bis über 200 Jahre alt. Ausflügler stoßen dort nicht nur auf ein dichtes Wanderwegenetz, sondern können in manchen Momenten auch auf das Hämmern von Schwarz- und Grauspecht horchen.

Eichenblätter im Herbst

Die urtümliche Waldlandschaft steht unter Schutz und gilt als eine der artenreichsten im Land. Wer dieser Tage eine Expedition in den Indian Summer im Königsforst unternimmt, der erlebt „Waldbaden“ von seiner schönsten Seite.

Die grüne Lunge der Region bietet gleich mehrere Rundwanderungen, die im Herbst besonders reizvoll sind. Eine davon startet am alten Forsthaus Steinhaus durchs Wahnbachtal, an gurgelnden Quellen und Bächen vorbei zum Tütberg, der höchsten Erhebung (212 Meter) des Königsforstes.

Einzelheiten zur Wanderung finden Sie hier.

Infozentrum Forsthaus Steinhaus
Steinhaus 1
51429 Bergisch Gladbach

Anfahrt auf Google Maps anzeigen

Warum die Grube Wohlfahrt in der Eifel eine Besonderheit ist

Grube-Wohlfahrt Hellenthal NRW Stiftung

Bergleute haben zwischen 1893 und 1907 Zeichen und Figuren in die glatten Steinwände des Stollens geritzt.

Kalt ist es, etwas feucht und dunkel, und stellenweise muss man den Kopf einziehen: Die Wurzeln der deutschen Montanindustrie finden sich auch in der Eifel.  Schon  vor mehr als 2000 Jahren wurde dort nach Erzen geschürft, Metall gewonnen und weiterverarbeitet.  

Fast  zweieinhalb Kilometer lang ist der  „Tiefe Stollen“ des ehemaligen Bleierzbergwerks Grube Wohlfahrt. 900 Meter  davon  können  im Rahmen einer spannenden, geführten Tour von Besuchern erkundet werden.

Graffitis von 1893-1907

Eine Grubenbahn ratterte hier hindurch, um die geschürften Bleierze aus den verschiedenen Schächten abzutransportieren.  Bergleute haben damals Zeichen und Figuren in die glatten Steinwände des Stollens geritzt. Ihre Graffitis geben Zeugnis von der Arbeitswelt unter Tage aus der Zeit zwischen 1893 und 1907.

Europaweit einmalig

Über 150 Zeichnungen und Signaturen sind ganz in der Nähe des Hauptschachtes auszumachen. So etwas ist in keinem anderen europäischen Besucherbergwerk zu sehen, sagen die   lokalen Grubenführer vom Heimatverein Rescheid . Über Tage können Besucher im Grubenhaus Mineralien und Fossilien und die Ausstellung zur regionalen Bergbaugeschichte besichtigen.

Tipp zum Ausflug:

Besucherbergwerk Grube Wohlfahrt, Hellenthal-Rescheid. Festes Schuhwerk und warme Kleidung bei  Temperaturen von 8°C empfohlen.

Führungen:  dreimal täglich 11, 14 und 15.30 Uhr. 
Eintritt: 5,50  Euro/Kinder 3 Euro/Familien 13 Euro.
http://grubewohlfahrt.de

Auf Google Maps anzeigen

Weitere Ausflüge in die Eifel:

>10 besondere Orte in der Eifel

>Maare in der Eifel

>Hirsche beobachten in der Eifel

>15 Ausflüge wie Kurzurlaub in der Eifel

Ruhezone im Kurpark Bad Neuenahr

die hockende bad neuenahr raus hier Dominik Kretz

Unter mächtigen Kastanien die Skulptur„DieHockende“ im Kurpark Bad Neuenahr.

Mächtige Baumalleen, versteckte Pfade durch weitläufiges Grün, schattige Plätze am Ahr-Ufer und plätschernde Gewässer – der Kurpark Bad Neuenahr ist eine Oase für Erholungssuchende.  An heißen Sommertagen bietet der Park viele Möglichkeiten zu Spaziergängen im Halbschatten. Besonders spektakulär ist die Heilquelle „Großer Sprudel“, die täglich Wasser aus 95 Metern Tiefe in einer bis zu zehn Meter hohen Fontäne an die Oberfläche befördert. Trinkbrunnen bieten Gelegenheit, das sanfte Heilmittel zu genießen.

Kurpark Bad Neuenahr täglich 9 bis 21 Uhr, Eintritt 3 Euro.
 Für Inhaber der Gästekarte frei.

www.das-heilbad.de

Zu Besuch bei den Bibern auf der Bislicher Insel

Biber 2017 dpa

Auch Biber trifft man wieder in NRW.

Mehr als 1000 Fußballfelder ist dieses Schutzgebiet groß. Die Bislicher Insel ist das reinste Wasserparadies. Sie gehört zu einer der wenigen naturnahen Auenlandschaften Deutschlands.

Jedes Jahr aufs Neue wird sie vom Rhein überschwemmt und zu Zeiten des Hochwassers bilden sich romantische Wasserlandschaften, die für zahlreiche Wildtiere Lebensräume bieten. An Sand- und Kiesufern, im Schilfröhricht und am Schlammufer des ruhigen Altrheins finden auch Biber Nahrung und Schutz.

Erkundungstouren starten am Naturforum Bislicher Insel. Im Informationszentrum in den Gebäuden des Eyländer Hofs erfahren Kinder und Erwachsene viel Wissenswertes über das Leben am und unter Wasser. In der Biberburg erleben Kinder spielerisch die Auenwelt.

Eine Dauerausstellung informiert über den Lebensraum Auenlandschaft. Außerdem beginnt ein Rundweg am Naturforum, der durch das Außengelände mit Obstwiesen, Ruhebänken und einem Hofteich führt.

Öffnungszeiten: 1. April bis 31. Oktober Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
1. November bis 31. März: 10 bis 17 Uhr.

Naturforum Bislicher Insel
Bislicher Insel 11
46509 Xanten

naturforum-bislicher-insel.de

Burg Reifferscheid in der Eifel

rundweg-heimatblick-128 rheinland.info

Heimatblicke im Naturpark Rheinland.

Hoch über dem Tal des Reifferscheider Baches in der Nordeifel, liegt die von weitem sichtbare Burganlage - ein Kleinod spätmittelalterlicher Baukunst. Das Matthiastor, die Ruine des ehemaligen Schlosses Burg Reifferscheid und der historische Ortskern sind ein Besuch wert.

Besonders nah für Kölner und schön im Sommer ist die Gegend um Hellenthal. Hier gibt es den Wildpark Hellenthal mit seiner bekannten Greifvogelstation. Außerdem: herrliche Wanderwege zum Beispiel um die Oleftalsperre.

Hier gibt’s was zu essen: Ein Ausflug auf die Burg Reifferscheid kann man mit einem Besuch in dem netten Café Eulenspiegel, das  auf dem Fußweg hoch zur Burg liegt, verbinden.

Hellenthal-Reifferscheid, Burg Reifferscheid

www.reifferscheid-eifel.de

NRW-Liebling Nationalpark Eifel

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Burg Reifferscheid in der Eifel

Der Nationalpark Eifel ist ein Besuchermagnet in NRW: Gut die Hälfte aller Gäste kommen wegen ihm in die Eifel, so das Ergebnis einer neuen Untersuchung. Zum zehnjährigen Bestehen des Schutzgebietes untersuchten Forscher die spannenden Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt. Die Natur lässt keinen draußen: Viele nutzen die Möglichkeit zum barrierefreien Naturerlebnis. Zum Beispiel am Wilden Kermeter, wo der Erkundungspfad „Der Wilde Weg“ hinführt.

Wildnistrail Eifel rureifel Wandern

Die 85 Kilometer lange Strecke des Wildnistrails führt einmal von Süden nach Norden durch den Nationalpark Eifel.

Foto:

Nationalpark Eifel Forstamt

Für Besucher mit Mobilitätseinschränkung Vier Wanderwege, zwischen 2,6 und 5 km lang, laden Familien zu leichten Spaziergängen ein.

www.nationalpark-eifel.de

Weitere Ausflugtipps in der Eifel:

Sprudelnde Quellen

Wanderungen rund um die Vulkane

Zum Biber in der Eifel

Wandern mit Kindern in der Eifel

Ins Hohe Venn

  1. Otter-Spotting im Rheinland
  2. Von der Quelle bis zur Mündung den Pulheimer Bach erkunden
  3. Ausflug zur Papier-Ausstellung in der Villa Zanders
  4. Lebensraum für Tiere – so hilft man den Stadtbäumen
  5. Der meistgesuchte Nationalpark Deutschlands
  6. Das literarische Köln mit der „LIK.map" entdecken
  7. Familienzeit auf dem Naturerlebnispfad
  8. Mit dem Rad auf der Apfelroute unterwegs
  9. Frische Waldluft atmen im Arboretum Burgholz
  10. Köln ganz neu erleben – mit Schnitzeljagd und Audiotour
  11. Radtour zum Spargel – vom Kölner Dom bis nach Marsdorf
  12. Auf spirituellen Wegen – der Jakobsweg im Rheinland
  13. Spannende Mikroabenteuer direkt vor der Haustür erleben
  14. Mit den Ohren in die Welt – Podcasts hören gegen Fernweh
  15. Planetariums-Angebot – das Weltall vom Sofa aus entdecken
  16. Wandern auf dem Kapellenweg im Siebengebirge
  17. Eifel hautnah - eine Gegend, ein Buch und Hotspots 
  18. So bauen Sie einen Nistkästen selber
  19. Glitzernde Wiesen und Wälder am Windsborn-Kratersee
  20. Kölner Gastro-Buch: "Niemals geht man so ganz"
  21. Brot backen erlebt eine Renaissance - so geht's!
  22. Spazieren in Köln: Neuer Kulturpfad mit 17 Stationen
  23. Virtuell ins Theater mit Dramazon Prime
  24. „Die schönste Zeche der Welt“ virtuell erleben
  25. Mit Rezept – so gelingt der Kuchen zum Dreikönigsfest
  26. Wandern auf der Heimatblick-Runde in der Voreifel
  27. Wandern in der Eifel mit Aussicht auf Vulkane und Maare 
  28.  Zwischen Heide, Moor und Pfeifengras in der Eifel
  29. So helfen Sie der Kunst mit dem Kulturgenerator
  30. Blaues Wunder, die schönsten Flüsse in NRW
  31. Leuchtender Zechenpark zur Landesgartenschau
  32. Gameskultur in Bonn entdecken
  33. Radtour Wasserburgen-Route Rhein-Erft
  34. Prämierte Weinberg-Blicke an der Ahr
  35. Der Mythenwanderweg im Bergischen Land
  36. Dünenlandschaft in Dortmund entdecken
  37. Urlaub für die Füße auf dem Barfußpfad
  38. Märchen aus uralten Zeiten – im Landschaftspark Loreley
  39. Lass uns Schleifen drehen – Wandern in der Nordeifel
  40. Hoch hinaus klettern an ehemaligen Bunkern und Türmen im Landschaftspark Duisburg-Nord
  41. Entdecken Sie wild lebende Flamingos am Zwillbrocker Venn
  42. Mit dem Rad die Flusslandschaften an der Sieg erkunden
  43. Zeitreise ins Mittelalter
  44. Heilsames Waldbaden Gut Leidenhausen
  45. Mit dem Mountainbike durch die Eifel touren
  46. Wenn das Eifelgold ruft – Wandern durch gelbe Landschaften
  47. Wie im Märchen: Unterwegs zwischen Schloss und Förstersteig
  48. Auf eiszeitlichen Wegen durchs Wildgehege Neandertal
  49. Wohltuende Kraft der Natur in der Vulkaneifel genießen
  50. Tour durch das ehemalige Regierungsviertel in Bonn
  51. Vulkankeller in der Eifel erkunden
  52. Gipfel des Siebengebirges in einer Tour erwandern
  53. Lyrikpfad an der Strunde: Wandern mit Worten am Wegrand
  54. Weinwanderung im Siebengebirge
  55. Neues Rad-Touren-Programm im Bergischen Land
  56. Libellen, die Elfen der Eifel, am Kratersee beobachten
  57. Auf unterirdischen Pfaden durch die Eifel
  58. Geheimnisse der „Grünen Hölle“ am Nürburgring aufdecken
  59. Kosmischer Blick von der Eifel ins All
  60. Orchideen in der Wahner Heide und im Lohmarer Wald
  61. Eifel: Zeitreise in die Stadt des Mittelalters
  62. Naturpfad durch das Welterbe Zeche Zollverein
  63. Sternenwanderung in der Eifel
  64. Bonn entdecken auf dem Weg der Demokratie
  65. Auf dem Steinhauerpfad im Oberbergischen
  66. Waldgeschichten im Nationalpark Eifel erleben
  67. Der Bierweg im Bergischen Land
  68. Die Erft entdecken am Naturparkzentrum Gymnicher Mühle
  69. Ritterwelten auf Schloss Burg erleben
  70. Warum Sie St. Engelbert in Köln kennen sollten
  71. Erlebnistouren: Wilde Heimat entdecken
  72. Auf der Käse-Route durch NRW
  73. Wacholder-Wanderung im Oberbergischen
  74. Waldbaden im Königsforst
  75. Warum die Grube Wohlfahrt in der Eifel eine Besonderheit ist
  76. Ruhezone im Kurpark Bad Neuenahr
  77. Zu Besuch bei den Bibern auf der Bislicher Insel
  78. Burg Reifferscheid in der Eifel
  79. NRW-Liebling Nationalpark Eifel

Football news:

ROMA-Generaldirektor: Shomurodov hat ein riesiges Potenzial. Seine Qualitäten passen zu Mourinho
Joan Laporte: Moriba wird nicht für Barça spielen und dann gehen. Wir akzeptieren sein Verhalten nicht
Agent Shomurodova: Der Übergang von Eldor zu Roma ist kein Märchen. Für 90% ist es das Ergebnis seiner Arbeit, für 10% - unsere qualitative Arbeit
Richter ALE empfahlen, nicht zu den fragwürdigen Elfmeter, als auf Sterling im Halbfinale der Euro 2020
Chelsea bot mehr als 100 Millionen Euro und Marcos Alonso für Lukaku. Inter weigerte sich, den Belgier zu verkaufen, der FC Chelsea will Inter-Stürmer Romelu Lukaku verpflichten. Laut der Website des Journalisten Gianluca Di Marzio boten die Londoner für ihn mehr als 100 Millionen Euro plus Marcos Alonso, aber Nerazzurri lehnte dieses Angebot ab
Shomurodov über den Wechsel zu Roma: Ich werde alles tun, um meine Fähigkeiten in einem der größten Clubs der Welt zu zeigen
Roma kaufte Shomurodov für 17,5 Millionen Euro von Genoa