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Umfrage-Hammer in letzter Erhebung zur Bundestagswahl: Scholz oder Laschet - der aktuelle Stand im Überblick

Wie haben sich die Umfragewerte vor der Bundestagswahl 2021 entwickelt? Alle Prognosen, Hochrechnungen und Zahlen im Überblick. 

Berlin – Am 26. September endet die Ära von Angela Merkel* auf der politischen Bühne. Die Bundestagswahl 2021* steht bevor. Wer wird den Posten der Bundeskanzlerin übernehmen? Welche Parteien ziehen in den Bundestag? Konkrete Antworten wird es erst am Wahltag geben. Der Ausgang der Bundestagswahl: unvorhersehbar bis zum Schluss.

Umfragen lassen jedoch erste Tendenzen erkennen, die in eine konkrete Richtung zeigen. So dürfte es 2021 einen deutlichen politischen Umbruch geben. Besonders Bündnis 90/Die Grünen dürfen noch immer auf einen Zuwachs an Wählerinnen und Wählern hoffen, auch wenn sie aktuellen Umfragen zu Folge auf Platz drei liegen. Unklar bleibt jedoch bis zum Wahltermin am 26. September*, ob die Stimmungslage in Deutschland stabil bleibt respektive sich die Prognosen bewahrheiten.

Bundestagswahl 2021: Sonntagsfrage lässt erste Tendenzen erkennen

„Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, welche der folgenden Parteien würden Sie dann wählen?“ Regelmäßig in den letzten Monaten haben große Meinungsforschungsinstitute diese Frage gestellt, um die Stimmung in Deutschland zu eruieren. 2021 bahnt sich eine deutliche Verschiebung der Kräfteverhältnisse der Parteien an. Voraussichtlich werden allerdings dieselben Parteien in den Bundestag einziehen dürfen wie bei der letzten Bundestagswahl 2017.

Die Ergebnisse der Bundestagswahl 2017 in der Übersicht:

Gespannt blicken nicht nur Wählerinnen und Wähler auf die Umfragenwerte*. Auch für die Parteien* und Politiker ist die Sonntagsfrage ein Anhaltspunkt für den Wahlkampf. Die Ergebnisse der verschiedenen Umfragen stellen wir Ihnen hier in einer Übersicht zur Verfügung.

Bundestagswahl 2021: Die Entwicklung der Umfragewerte in der Übersicht

InstitutDatum CDU/CSUSPDGrüneFDPAfDDie LinkeSonstige
RTL/ntv-Trendbarometer20.04 202121 %13 %28 %12 %11 %7 %8 %

Bundestagswahl 2021: Baerbock als erste Kanzlerkandidatin der Grünen

Die Grünen zogen 2017 mit nur knapp 9 Prozentpunkten in den Bundestag ein. Seither hat sich das Blatt deutlich gewendet. 2021 könnte die Partei drittstärkste Kraft werden. Auch wenn Annalena Baerbock und ihre Partei vor Wochen noch deutlich bessere Umfragewerte vorzeigen konnte, zeichnet sich ein deutlicher Gewinn im Vergleich zu 2017 ab. Klimaschutz ist eines der großen Themen der Grünen. Nicht zuletzt durch die Bewegung „Fridays For Future“ um Greta Thunberg* und Luisa Neubauer gewann die Thematik einen großen Stellenwert in Deutschland - zugunsten der Partei.

Erstmals in der Parteigeschichte hat sich Bündnis 90/Die Grünen für eine Kanzlerkandidatur entschieden. Am 19. April kürte der Bundesvorstand Annalena Baerbock* zur Kandidatin für das Amt der Regierungschefin. Nach der Bekanntgabe schnellten die Grünen-Werte in die Höhe, die CDU/CSU wurde auf Platz zwei verwiesen. Recht schnell wurde die Euphorie allerdings getrübt. Dazu trug wohl unter anderem bei, dass Baerbock ein „blödes Versäumnis“ einräumen musste. So hatte sie Nebeneinkünfte zu spät an die Bundestagsverwaltung gemeldet. Hinzu kamen Ungereimtheiten in ihrem Lebenslauf, und Ende Juni Plagiatsvorwürfe. Sogar in einem Bericht der „taz“ wurde die Kanzlerkandidatin zum Rückzug aufgefordert*.

Werden die Grünen um Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock drittstärkste Kraft im Bundestag?

Langfristiger Umfragetrend vor Bundestagswahl 2021 zeigt: SPD verliert an Wählerstimmen

Die SPD setzte sich dagegen genau zum richtigen Zeitpunkt auf die Überholspur. Mit 20,5 Prozent stellte die Partei 2017 die zweitstärkste Kraft - 2021 könnte man als stärkste Partei den Kanzler stellen. Lange schien es auf einen dritten Platz hinauszulaufen, doch pannenbehaftete Wahlkämpfe der Union und Grünen spülten die Sozialdemokraten in der Wählergunst plötzlich ganz nach vorne. Bis kurz vor der Bundestagswahl konnte Kanzlerkandidat Olaf Scholz* und seine SPD die Spitzenposition halten - doch die Union um Konkurrent Armin Laschet robbte sich zuletzt mehr und mehr an die SPD heran.

Umfragewerte vor der Bundestagswahl 2021: Langfristige Verluste für CDU/CSU?

Mit 35 Prozent startete die Union in das Wahljahr 2021 - eine gute Ausgangsposition und sogar besser als das Ergebnis der Bundestagswahl 2017 (32,9 Prozent). Doch blickt man auf die Entwicklung der Umfrageergebnisse*, so ließ sich schon früh ein wechselhafter Trend feststellen. 2020 war die Zustimmung für die Union angestiegen. Der Hintergrund: Die Corona-Politik und das Vertrauen in die Regierung um Angela Merkel. Im Frühjahr dann verzeichnete die Partei einen Verlust an Zustimmung, der nicht zuletzt auf die „Masken-Affäre“ zurückzuführen ist. Den Tiefpunkt erreichte die Partei an dem Tag, an dem die Grünen Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin verkündeten: 21 Prozent.

Der Showdown um den Kanzlerkandidaten* sorgte für enormen Wirbel. Am Ende konnte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet den offenen Machtkampf für sich entscheiden. Doch nach seinem unglücklichen Auftritt nach der Flutkatastrophe sanken die Werte weiter nach unten. Mittlerweile haben sich die Umfragewerte wieder halbwegs stabilisiert – ein Wechsel von der Regierung in die Opposition nach der Bundestagswahl 2021 ist jedoch keinesfalls ausgeschlossen.

Im Rennen um den Posten des Kanzlerkandidaten lieferten sich Armin Laschet (CDU) und Markus Söder (CSU) einen Showdown.

Bundestagswahl 2021: Die Linke, AfD und FDP voraussichtlich im Parlament

Die AfD pendelt sich seit Beginn des Wahljahres 2021 bei rund zehn Prozent ein, ähnlich wie die FDP. Die Linke kommt nicht so recht vom Fleck und verharrt aktuell bei rund 6 Prozentpunkten. In Sachen Koalition bleibt es für FDP und Linke weiterhin spannend - die AfD wurde bereits im Vorfeld von den etablierten Parteien von jeglichen Koalitions-Gedankenspielen ausgeschlossen.

Auf Merkur.de bekommen Sie alle Infos rund um die Bundestagswahl. Darüber hinaus versorgen wir Sie mit allen wichtigen Daten und Zahlen auf unserer interaktiven Karte mit allen Ergebnissen für Wahlkreise und Gemeinden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (mbr)

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