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Umscheltschutz: Müllproblem neben der Tesla-Baustelle

Wie ernst nimmt der US-Automobilkonzern Tesla den Umweltschutz wirklich? Bei einem Rundgang um das Baugelände der geplanten Fabrik in Freienbrink, Gemeinde Grünheide, entdeckte Thomas Löb, Landesvorsitzender der ÖDP Brandenburg, allerhand Arbeitsmaterial des Unternehmens.

Zwischen den Gleisen und dem Zaun des Tesla-Geländes lagen auf einer Länge von gut einem halben Kilometer eine Unzahl an Spanngurten und unzählige Schaumstoffplatten. Diese scheinen als Polsterung für den Transport von Bauträgern gedient zu haben und wurden vom Wind geradewegs ins angrenzende Waldgebiet geweht, dass sowohl als Naturschutz- als auch als Wasserschutzgebiet dient. „Daran sieht man, wie egal Tesla die Umwelt ist. Hier wird in einer enormen Schnelligkeit eine Fabrik hochgezogen, da spielt Umweltschutz keine Rolle“, kritisiert Thomas Löb.

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ÖDP will Anzeige gegen Tesla stellen

Der Ökologe Norman Heß (ÖDP) spricht von einer bedenklichen Sorglosigkeit. Es braucht Jahrhunderte, bis dieser Schaumstoff in der Umwelt sich aufgelöst hat, so Heß. Dazu stellt sich die Frage, aus welchem Material die Polsterung besteht. Wenn darin Schwermetalle enthalten sind, dann können diese Giftstoffe in das Grundwasser gelangen und werden später von uns Menschen wieder aufgenommen. „Wegen dieser Gefährdung des Trinkwassers wird die ÖDP eine Anzeige gegen Tesla stellen“, sagt Norman Heß.

Dabei hatte Tesla-Chef Elon Musk erst Anfang September bei einem Besuch der Baustelle in Freienbrink erklärt: „Alles, was wir tun können, um es für die Umwelt besser zu machen, wollen wir tun.“ Doch solche Aussagen hält Thomas Löb für gezielte Heuchelei. Trotz dieses Medienspektakels möchte Tesla scheinbar eher wenig mit der Presse zu tun haben. Im Internet findet sich keinerlei Ansprechpartner für dieses Tesla-Projekt. Selbst die Pressestelle des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums kann da nicht weiterhelfen. „Ich weiß, es ist für die Presse etwas kompliziert, einen Ansprechpartner bei Tesla zu finden“, vertröstet die Pressesprecherin.

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Musikerin Neigel endteckt Ölspur im Wald

Aber das ist bei Weitem nicht die einzige Umweltverschmutzung. Es wurden laut der Bürgerinitiative Grünheide Container mit Gefahrenstoffen entdeckt, die für jedermann zugänglich sind. Dazu beklagten sich Anwohner über Lärmbelästigung, da die Bauarbeiten länger angedauert haben sollen, als von den Behörden genehmigt sei. Auf einer Radtour Ende September durch den angrenzenden Wald entdeckte Julia Neigel, Mitglied der Bürgerinitiative Grünheide, unzählige Diesellachen auf einer Strecke von einem Kilometer.

Die bekannte Musikerin zeigte den Vorfall sofort bei der Polizei an. Als die Beamten eintrafen, weigerten diese sich, eine Strafanzeige aufzunehmen. Für die Polizisten, so Neigel, lägen keine Beweise vor, dass das Wasser kontaminiert wäre. Zudem sei sicherlich die Ölspur unabsichtlich entstanden. Sie sollen hinzugefügt haben, das sei eine Angelegenheit für das Ordnungsamt.

„Es schien fast so, als ob man sich dafür rechtfertigen muss, dass man die Behörden informiert. Dabei befanden wir uns in einem Trinkwasserschutzgebiet und ein Tropfen Benzin vergiftet tausend Liter Wasser. Da stellt sich die Frage, ob in den Behörden Brandenburgs das Wort Naturschutz und die Strafbarkeit von Handlungen in Sachen Umweltvergiftung eine unbekanntes Delikt ist“, kritisiert Julia Neigel.

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