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UN fordern Wiedereinsetzung der Regierung im Sudan

General Abdel Fattah al-Burhan, höchster Militärvertreter im Sudan, spricht während einer Pressekonferenz im Generalkommando der Streitkräfte in Khartum.

Militärputsch

UN fordern Wiedereinsetzung der Regierung im Sudan

Nach dem Putsch des Militärs im ostafrikanischen Sudan hat der UN-Sicherheitsrat die Wiedereinsetzung der Regierung gefordert. Ein UN-Sondergesandter hat inzwischen den Putschistenführer getroffen.

New York - Der UN-Sicherheitsrat hat nach dem Putsch im Sudan vom Militär die Wiedereinsetzung der zivil geführten Regierung verlangt.

Das mächtigste UN-Gremium forderte am Donnerstag nach tagelangen Verhandlungen über eine gemeinsame Stellungnahme zudem die Freilassung aller festgesetzten Regierungsmitglieder und einen Gewaltverzicht. Der Rat betonte zudem die „Bedeutung der uneingeschränkten Achtung der Menschenrechte, einschließlich des Rechts auf friedliche Versammlung und freie Meinungsäußerung.“

Ratsmitglieder in ernsthafter Sorge

Angesichts der „militärischen Übernahme“ machen sich die 15 Ratsmitglieder demnach ernsthafte Sorgen. Jeder Versuch, den demokratischen Prozess im Sudan zu untergraben, gefährde die Sicherheit, Stabilität und Entwicklung des ostafrikanischen Landes.

UN bestätigt Treffen mit Militärmachthaber

Die Vereinten Nationen bestätigten währenddessen ein Treffen zwischen dem UN-Sondergesandten im Sudan, Volker Perthes, und dem Putschistenführer General Abdel Fattah al-Burhan. Perthes habe in einem persönlichen Gespräch am Mittwoch Al-Burhan nahegelegt, alle politischen Gefangenen sofort freizulassen. Außerdem habe er Zugang zu den Inhaftierten verlangt, wie die UN-Mission in Khartum am Donnerstag bekannt gab.

Das Militär hatte am Montag in dem ostafrikanischen Land mit rund 44 Millionen Einwohnern die Macht übernommen. General Abdel Fattah al-Burhan, der bisher gemeinsam mit Regierungschef Abdullah Hamduk an der Spitze einer Übergangsregierung stand, verkündete die Entmachtung der zivilen Regierungsmitglieder und verhängte einen Ausnahmezustand. dpa