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UN-Generalsekretär Guterres fordert Ende von „Krieg gegen unseren Planeten“

Sechs Wochen vor dem Weltklimagipfel COP26 im britischen Glasgow hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem Ende des „Kriegs gegen unseren Planeten“ aufgerufen. Er forderte die bei einem UN-Treffen zur Klimakrise in New York versammelten Staats- und Regierungschefs am Montag auf, weitreichende Maßnahmen zu ergreifen. Großbritanniens Premier Boris Johnson zeigte sich „frustriert“ über ausbleibende Klimahilfen der Industriestaaten. „Gute Nachrichten“ mit Blick auf die jährlichen Aufwendungen zum Klimaschutz sind laut einem UN-Mitarbeiter hingegen am Dienstag von US-Präsident Joe Biden zu erwarten. 

Guterres ermahnte die Staatengemeinschaft, „sich bis 2050 zu Netto-Null-Emissionen zu verpflichten, ehrgeizige Klima- und Biodiversitätspläne zu verabschieden, ab 2021 keine neuen Kohlekraftwerke mehr zu planen und einhundert Milliarden Dollar pro Jahr für den Klimaschutz zu mobilisieren“.

Die reicheren Länder hatten sich 2009 dazu verpflichtet, die Klimahilfen bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden Dollar zu steigern. Vergangene Woche teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit, dass dieses Ziel voraussichtlich verfehlt werde. 2019 betrugen die Hilfszahlungen für den Kampf gegen den Klimawandel und dessen Folgen demnach knapp 80 Milliarden Dollar (67,9 Milliarden Euro).

Zuvor hatte sich der britische Regierungschef Johnson „frustriert“ über Industrieländer gezeigt, die bei der Auszahlung von Klimahilfen an ärmere Staaten hinter ihren Versprechen zurückbleiben würden.

Der britische Premier kritisierte laut einer Erklärung bei dem UN-Treffen hinter verschlossenen Türen wenig diplomatisch: „Alle nicken und wir sind uns einig, dass etwas getan werden muss“. Er sei jedoch „zunehmend frustriert, dass das, wozu sich viele von Ihnen verpflichtet haben, bei weitem nicht ausreicht.“

„Die reicheren Nationen haben über Generationen hinweg von der ungebremsten Umweltverschmutzung profitiert – oft auf Kosten der Entwicklungsländer“, hieß es in Johnsons Erklärung weiter. „Da diese Länder nun versuchen, ihre Wirtschaft auf eine saubere, grüne und nachhaltige Art und Weise zu entwickeln, haben wir die Pflicht, sie dabei zu unterstützen.“

„Gute Nachrichten“ mit Blick auf die geforderten einhundert Milliarden Dollar pro Jahr könnten laut einem UN-Mitarbeiter von US-Präsident Joe Biden kommen. Biden, der seine erste Rede vor der jährlich stattfindenden Generalversammlung am Dienstag halten wird, ließ sich bei dem Treffen von seinem Klimabeauftragten John Kerry vertreten. 

„Wir haben von dem US-Vertreter im Saal gehört, dass (...) einige gute Nachrichten bevorstehen“, sagte der UN-Vertreter. Es seien noch keine Details bekannt, „aber wir hoffen, dass sie dazu beitragen werden, Klarheit darüber zu schaffen, wie die USA die Mobilisierung der einhundert Milliarden Dollar unterstützen wollen“. 

Auch bei der am Dienstag beginnenden Generaldebatte der UN-Vollversammlung zählt der Kampf gegen die Erderwärmung zu den zentralen Themen. Bei dem Treffen am Montag fehlten Berichten zufolge die Staats- und Regierungschefs der drei größten Umweltverschmutzer, der USA, China und Indien.

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