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Ungarns Oppositionskandidat: Die Wahl zwischen Fidesz oder Nicht-Fidesz

Der ungarische Oppositionskandidat Péter Márki-Zay nach seinem Sieg in der Abstimmung in Budapest am 17. Oktober Bild: AFP

Ungarns Oppositionsbündnis ist äußerst heterogen. Dass es sich trotzdem auf den gemeinsamen Kandidaten Péter Márki-Zay einigen konnte, liegt vor allem an Ministerpräsident Viktor Orbán.

Die zusammengeschlossene Opposition in Ungarn hat sich per Urwahl auf einen gemeinsamen Spitzenkandidaten geeinigt, der bei der Parlamentswahl 2022 Ministerpräsident Viktor Orbán herausfordern soll. Es ist der christlich-konservative Péter Márki-Zay, Bürgermeister der südungarischen Stadt Hódmezövásárhely. Er führt damit die Liste des äußerst heterogenen Bündnisses von sechs Parteien zwischen linksgrün und rechtskonservativ an, die das Ziel eint, Orbán und seine national-konservative Partei Fidesz abzulösen.

Der Zusammenschluss ist eine Konsequenz des von Orbán maßgeblich zu eigenen Gunsten gestalteten ungarischen Wahlrechts mit starkem Mehrheitscharakter, in dem eine zersplitterte Opposition keine Chance hat. Die nun veranstaltete Vorwahl war für Ungarn präzedenzlos. Teilnehmen durften alle Wahlberechtigten in zwei Runden. In der Stichwahl, deren Ergebnisse am Sonntagabend vorlagen, setzte sich Márki-Zay mit 57 Prozent klar gegen die andere verbliebene Bewerberin Klára Dobrev durch. Als Erfolg feierten die Veranstalter, dass mehr als 600.000 Ungarn teilgenommen haben.