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Urlaub 2021: Wohin Bremer und Niedersachsen im Sommer reisen können

Während die Einreise auf dem portugiesische Festland wie hier in Praia do Camilo in der Algarve untersagt ist, gelten auf den Inseln andere Regeln.

Während die Einreise auf dem portugiesische Festland wie hier in Praia do Camilo in der Algarve untersagt ist, gelten auf den Inseln andere Regeln. (Liubomir Paut)

„Alles wartet.“ So beschreibt Anja Rothe vom First Reisebüro am Bremer Herdentorsteinweg die Nachfrage ihrer Kundschaft. Denn großes Fernweh trifft auf die engen Grenzen von Test- und Quarantäneverordnungen: Wer eine Reise für den Sommer planen will, muss gut informiert und auf Einschränkungen vorbereitet sein. Weil alle europäischen Länder mit Ausnahme von Island laut Robert-Koch-Institut (RKI) als Risiko- oder Hochinzidenzgebiet gelten, gibt es bei jeder Grenzüberquerung diverse Regeln zu beachten.

Hinzu kommt: Mehrere europäische Länder haben die Einreise aus Risikogebieten, zu denen mit einem Inzidenzwert von mehr als 50 auch Deutschland zählt, komplett untersagt. Das sind Dänemark, Norwegen, Finnland, Tschechien und das portugiesische Festland. In Österreich dürfen Touristen nicht beherbergt werden.

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Die Quarantäne, die zum Beispiel in Italien, Belgien oder den Niederlanden direkt nach der Einreise ansteht, sei für viele Reisewillige ein Hindernis, berichtet Rothe vom First Reisebüro. Sie gilt nämlich in beide Richtungen: Wer aus einem Risikogebiet nach Bremen oder Niedersachsen zurückkehrt, muss sich derzeit zu Hause für mindestens fünf Tage isolieren. Zeigt dann ein PCR-Test ein negatives Ergebnis an, ist die Quarantäne vorzeitig beendet. Ohne Test sind es 14 Tage Selbstisolation. Bei Urlaub im Hochinzidenzgebiet, zum Beispiel in den Niederlanden, sind anschließend ohne Ausnahme zwei Wochen Isolation die Regel. Ältere, die nicht mehr arbeiten, vielleicht auch Selbstständige könnten sich diese Extratage erlauben, meint Rothe. Für alle anderen komme das kaum in Betracht.

Geimpfte müssen vielleicht nicht mehr in Quarantäne

Diskussionen um die Frage, wie die Regelungen für Geimpfte geändert werden, ließen die Kundschaft mit der Buchung zögern, berichtet Susanne Geisler vom Bremer Reisebüro Reiseland am Unser-Lieben-Frauen-Kirchhof. In mehreren europäischen Ländern gilt bereits, dass Einreisende entweder einen negativen Coronatest oder einen Nachweis über die vollständige, mindestens 14 Tage zurückliegende, Impfung vorweisen können. Die Bundesregierung hat am Dienstag beschlossen, Immunisierte von der Quarantäne nach Reisen zu befreien. Dem müssen Bundestag und -rat allerdings noch zustimmen.

Ältere, die bereits geimpft sind, fragten derzeit verstärkt Reiseangebote nach, berichtet Nadine Riemann, Inhaberin des Sonnenklar Reisebüros in der Bremer Pieperstraße. Unbeschwert seien sie dabei aber weniger: „Ich glaube, viele kommunizieren nicht, dass sie unterwegs sind oder etwas gebucht haben.“ Sätze wie: „Erzählen Sie's nicht, falls meine Nachbarin vorbeikommt“, habe sie auch schon gehört. Wenn der Urlaub in Coronazeiten zum Stigma werde, sei das eine ganz schlechte Situation für die Tourismusbranche.

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All diese Unsicherheiten führen den Reisefachfrauen zufolge dazu, dass Urlaube eher kurzfristig gebucht oder besondere Sicherheiten nachgefragt werden. Anbieter von Pauschalreisen etwa hätten inzwischen sogenannte Flex-Tarife im Programm, die eine kostenfreie Stornierung bis kurz vor Urlaubsbeginn ermöglichen, erläutert Franziska Lemke vom Reisebüro Meier in Stuhr. „Die meisten buchen das dazu.“ Manche sicherten sich auch jetzt schon einen Kreuzfahrtplatz für 2022 oder 2023, um eine Perspektive zu haben. Susanne Geisler vom Reisebüro Reiseland fasst zusammen: „Das wird noch ein Sommer in Unsicherheit werden.“

Immerhin: Wer bereits eine Reise gemacht habe, berichte in der Regel Gutes, sagt Rothe. Beliebt seien in den vergangenen Wochen die wenigen Inseln gewesen, auf denen es sowohl Sonne als auch relativ wenige Beschränkungen gibt: die Balearen, dort vor allem Mallorca, die Dominikanische Republik, die kanarische Insel Fuerteventura und Madeira. Sowohl die Kanaren als auch Madeira gelten laut RKI inzwischen allerdings als Risikogebiete.

Ausgewählte Länder im Überblick

Insel Santorini, Griechenland

Insel Santorini, Griechenland (Yiannis)

Griechenland

Seit dem 3. Mai hat Griechenland den landesweiten Lockdown aufgehoben. Das Land gilt als Risikogebiet. Alle Einreisenden ab fünf Jahren müssen einen negativen PCR- oder Antigentest vorweisen, alternativ eine Bescheinigung über eine vollständige Impfung. Auch ein Online-Formular muss ausgefüllt werden. Zusätzlich werden bei Ankunft stichprobenartig Schnelltests vorgenommen. Nicht alle Grenzübergänge sind geöffnet, innerhalb des Landes gelten noch bis zum 10. Mai Reisebeschränkungen.

Italien

Wer im Risikogebiet Italien Urlaub machen will, muss ein Registrierungsformular und einen negativen PCR- oder Antigentest bei sich haben und eine fünftägige Quarantäne plus weiterem Test absolvieren. Auch für Kinder ab zwei Jahren ist ein Test Pflicht. Diese Regeln gelten zunächst bis 15. Mai. Innerhalb Italiens kann es aufgrund unterschiedlich hoher Inzidenzwerte in den Regionen zu Reisebeschränkungen kommen.

Kroatien

Das laut dem Reiseportal „HomeToGo“ in diesem Jahr am meisten angefragte Urlaubsland der Deutschen gilt derzeit als Hochinzidenzgebiet mit einem Inzidenzwert über 200. Wer einreisen möchte, muss einen negativen PCR- oder Antigen-Schnelltest vorweisen sowie seine Kontaktdaten angeben. Alternativ zum Test gelten eine Bescheinigung über eine vollständige Impfung oder eine überstandene Covid-19-Erkrankung. Im Land ist die Außengastronomie geöffnet. Die Verbindungen zu den Inseln könnten - je nach weiterer Infektionslage - blockiert werden.

Zaanstad, Niederlande

Zaanstad, Niederlande (Andrew Mayovskyy)

Niederlande

Der Urlaub im Hochinzidenzgebiet Niederlande beginnt mit einer zehntägigen Quarantäne. Bei Einreisenden ab 13 Jahren fordert die Regierung einen Nachweis über einen negativen Coronatest und ein Gesundheitsformular. Sie bittet jedoch dringend darum, bis zum 15. Mai keinen Urlaub in den Niederlanden zu machen. Strände können je nach Entscheidung der zuständigen Gemeinde geschlossen sein.

Portugal

Während die Einreise auf das portugiesische Festland derzeit untersagt ist, gelten für die autonomen Regionen Madeira und die Azoren eigene Regeln. Dorthin reisen darf, wer einen negativen PCR-Test vorlegt; alternativ reicht der Nachweis über eine vollständige Impfung oder Genesung. Zudem müssen Touristen eine Gesundheitserklärung ausfüllen. Auf den Inseln gelten teilweise nächtliche Ausgangssperren.

Spanien

Mit Ausnahme der Regionen Balearen, Murcia, Valencia und Galicien gilt Spanien als Risikogebiet. Für die Einreise ist im ganzen Land ein negativer PCR-Test Voraussetzung, dies gilt auch für Kinder ab sechs Jahren. Auf den Balearen besteht eine Ausgangssperre zwischen 23 und 6 Uhr, zudem gibt es weitere coronabedingte Beschränkungen. Aufgrund des noch bis zum 9. Mai geltenden Alarmzustands ist die Einreise in mehrere Regionen Spaniens, etwa Andalusien, verboten.

Bregenzerwald in Vorarlberg, Österreich

Bregenzerwald in Vorarlberg, Österreich (MindScape Photography - Michael)

Türkei

Nur mit einem Zutrittscode, der per Online-Formular, SMS oder App zu erhalten ist, dürfen Reisende in die Türkei kommen. Das RKI stuft das Land als Hochinzidenzgebiet ein. Auch Kinder ab sechs Jahren müssen einen negativen PCR-Test nachweisen, an der Grenze wird die Körpertemperatur gemessen. In der Türkei gilt derzeit und noch bis zum 17. Mai eine allgemeine Ausgangssperre, von der Touristen jedoch ausgenommen sind. 

Weitere Informationen

Reisewarnungen, Details zu den Einreisebestimmungen und der Situation im Land bietet das Auswärtige Amt auf seiner Internetseite an: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit. Dort können einzelne Länder ausgewählt werden, häufig sind zusätzliche Informationen der jeweiligen Landesregierung (teilweise in deutscher Sprache) verlinkt.

Eine Liste mit den aktuellen Risiko-, Hochinzidenz- und Virusvariantengebieten veröffentlicht das Robert-Koch-Institut auf seiner Internetseite: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

Umfangreiche Informationen rund um Rechte von Reisenden in Coronazeiten, etwa bei Stornierungen, Erkrankung am Urlaubsort oder Leistungen der Auslandskrankenversicherung, haben die Verbraucherzentralen zusammengestellt. Dazu gehören auch Musterbriefe für eine Beschwerde oder Reklamation. Verbraucherzentrale Bremen: https://www.verbraucherzentrale-bremen.de/wissen/reise-mobilitaet/urlaub-buchen/corona-urlaub-was-mache-ich-wenn-48542 Verbraucherzentrale Niedersachsen: https://www.verbraucherzentrale-niedersachsen.de/themen/freizeit-reise/faq-reisen-coronavirus Die Verbraucherzentrale Bremen steht zudem unter Telefon 0421/160777 oder per E-Mail für eine Beratung zur Verfügung, die Verbraucherzentrale Niedersachsen ist unter Telefon 0511/911960 zu erreichen.   

Informationen rund um Kreuzfahrten - welche Angebote gibt es, welche Regeln gelten? - bietet der ADAC auf seiner Internetseite an: https://www.adac.de/news/kreuzfahrten-corona/.

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