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Verhaltener Start ins Weihnachtsgeschäft: Bayerns Händler ziehen maue Bilanz - München überrascht mit einer Ausnahme

Keine Rekorde zu erwarten: Das Weihnachtsgeschäft leidet unter der Pandemie.

Corona verhagelt die Kauflaune

Verhaltener Start ins Weihnachtsgeschäft: Bayerns Händler ziehen maue Bilanz - München überrascht mit einer Ausnahme

Nach dem ersten Adventswochen ist klar: Die Corona-Pandemie wirkt sich auch heuer arg auf das Weihnachtsgeschäft aus: Bayernweit meldet der Einzelhandel deutliche Rückgänge. Anders war die Lage jedoch in München. In der Landeshauptstadt sind die Geschäftsleute „vorsichtig zufrieden“.

Rekordumsätze in Milliardenhöhe, klingende Kassen und Kunden in bester Kauflaune: Von all dem ist der bayerische Einzelhandel beim Weihnachtsgeschäft auch im zweiten Jahr der Corona-Pandemie weit entfernt: Nach dem ersten Advents-Wochenende ziehen die Händler eine durchwachsende Bilanz. In den Innenstädten seien 20 bis 30 Prozent weniger Menschen unterwegs gewesen als sonst in dieser Zeit üblich. „Die Leute haben teilweise schon einen Lockdown im Kopf“, sagt Bernd Ohlmann, Sprecher des bayerischen Einzelhandels. Weniger drastisch war die Lage aber in München. Hier zeigen sich die Geschäftsleute „vorsichtig zufrieden“.

Kunden wollen Geschenke direkt in der Innenstadt kaufen

So lautet das Fazit, das Wolfgang Fischer nach dem Start ins Weihnachtsgeschäft zieht. „Natürlich können wir nicht an Zeiten wie vor der Pandemie anknüpfen“, sagt der Sprecher des Verbunds City-Partner. Aber: Am Wochenende seien positive Faktoren zusammengekommen. Dazu gehören auf jeden Fall die Rabatt-Aktionen rund um den so genannten „Black Friday“. „Der findet ja zum Glück nicht nur online statt“, ruft Fischer in Erinnerung. Mehr noch: Die Sorge um Lieferschwierigkeiten lasse bei manchen Kunden den Entschluss reifen, in die Innenstadt zu fahren – und die Geschenke direkt zu kaufen. Das zeigen auch die Passanten-Zählungen in der Kaufingerstraße. „Dort waren an diesem Freitag 45 Prozent mehr Menschen unterwegs als noch in der Woche davor“, verdeutlicht Fischer.

Schneefall als positiver Verkaufsfaktor

Weiterer Faktor, der sich positiv auf das Geschäft ausgewirkt hat: der erste Schneefall am Freitag. Er inspiriere die Menschen dazu, in Wintersport-Artikel oder warme Kleidung zu investieren.

Wichtig auch für die Kauflust sei, dass die Gastronomie weiterhin offen habe. Natürlich sei die Absage des Christkindlmarktes aber bitter für den Handel und vor allem die Budenbetreiber. „Zum Weihnachtsshopping gehört auch dazu, zwischendurch einen Glühwein zu trinken“, betont Bernd Ohlmann vom bayerischen Einzelhandel. Die abgesagten Weihnachtsmärkte schlagen seiner Einschätzung nach auf die Kauflust der Menschen: Viele würde den weihnachtliche Schaufensterbummel eher ausfallen lassen – weil die adventliche Stimmung eben nicht so recht Stimmung aufkomme will. Angesichts der Corona-Lage bleibe dem Handel Fischer zufolge vor allem eine Hoffnung: „Dass bis Weihnachten geöffnet bleibt.“