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Vier Omikron-Fälle in Baden-Württemberg nachgewiesen – 15 Verdachtsfälle in Bayern

Auch in Baden-Württemberg sind nun die ersten Fälle der neuen Coronavirus-Variante Omikron aufgetaucht. Das Gesundheitsamt im Alb-Donau-Kreis habe vier Personen gemeldet, die sich nachweislich mit der Mutation infiziert hätten, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Drei der Infizierten seien von einer Geschäftsreise aus Südafrika zurückgekehrt, die vierte Person stamme aus dem familiären Umfeld von einem der Reiserückkehrer. Alle vier Personen seien vollständig geimpft.

Eine vom Landesgesundheitsamt durchgeführte Mutationsanalyse habe die neue Variante bestätigt. Die Infizierten lebten im Alb-Donau-Kreis sowie im Stadtkreis Ulm und befänden sich zusammen mit ihren Haushaltsangehörigen in häuslicher Isolation.

Auch in Sachsen gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach einen Fall der neuen Coronavirus-Variante Omikron. „Es ist ein dringender Verdacht“, sagte eine Sprecherin der Uniklinik Leipzig am Dienstagnachmittag. Anders als von der Stadt Leipzig am Dienstagvormittag bekanntgegeben, sei der Fall aber noch nicht endgültig durch eine Gesamtgenomsequenzierung bestätigt.

Über den Verdacht hatte die Chefin des Gesundheitsamtes, Regine Krause-Döring, bereits am Vortag berichtet. Betroffen ist demnach ein 39 Jahre alter Mann, der weder im Ausland war noch Kontakt zu einem Menschen hatte, der sich im Ausland befand.

Der Mann sei in einem Krankenhaus untergebracht. Details zu seinem Gesundheitszustand gab die Stadt nicht bekannt. Das Leipziger Gesundheitsamt versuche nun die Kontakte des Mannes nachzuvollziehen, sagte der Sprecher. Die Behörde arbeite aber angesichts der Fülle an täglichen Neuinfektionen bereits am Limit. Über weitere mögliche Omikron-Fälle sei bislang nichts bekannt.

Sachsen gilt als bundesweiter Corona-Hotspot – die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 1268,9. Vielerorts sind die Krankenhäuser und Intensivstationen überlastet. So soll die Bundeswehr am Mittwoch erstmals auch sächsische Intensivpatienten zur Behandlungen nach Nordrhein-Westfalen fliegen. Das Spezialflugzeug der Luftwaffe wird die Schwerkranken nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch von Dresden nach Köln bringen.

15 Verdachtsfälle in Bayern

In Bayern gibt es 15 neue Verdachtsfälle der Variante Omikron. Diese seien aber noch nicht durch eine Genom-Sequenzierung bestätigt, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Dienstag in Erlangen mit. Sollten sich die Verdachtsfälle bestätigen, gäbe es 18 Omikron-Nachweise in Bayern.

Bei den 15 Betroffenen handelte es sich um Flugreisende, die am Sonntag aus dem südafrikanischen Kapstadt in München angekommen und positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden waren. Bei diesen Reisenden deuteten die Ergebnisse der variantenspezifischen PCR-Untersuchung in Verbindung mit der Reiseanamnese darauf hin, dass sie sich mit der Omikron-Variante infiziert haben könnten. Gewissheit werde die Gesamtgenomsequenzierung bringen, die bereits vorbereitet werde.

Am Dienstag wurde außerdem ein vierter Fall in Bayern bestätigt. Es handele sich um eine von zwei positiv getesteten Personen, die am vergangenen Freitag aus Kapstadt in München angekommen seien.

In Hessen sind derweil zwei weitere Verdachtsfälle aufgetreten. Wie das Gesundheitsamt Frankfurt mitteilte, besteht damit bei insgesamt sechs Personen der Verdacht auf der Basis einer variantenspezifischen PCR-Testung. Die Sequenzierung zur Bestätigung sei noch nicht erfolgt.

In drei Fällen hätten sich die Personen in Südafrika, in einem Fall in Simbabwe aufgehalten. Zwei Verdachtsfälle seien Folgefälle zweier Erkrankter. Sie hätten sich demnach in Deutschland angesteckt. Alle Betroffenen befinden sich laut Gesundheitsamt in häuslicher Isolierung.

Weiterer Omikron-Verdachtsfall in Nordrhein-Westfalen

Im Kreis Kleve ist ein weiterer Verdachtsfall der Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Wie die Kreisverwaltung am Dienstag mitteilte, war die vollständig immunisierte, aber dennoch infizierte Person aus Rees am 23. November vom südafrikanischen Kapstadt aus nach Frankfurt am Main geflogen. Am Tag darauf seien Krankheitssymptome aufgetreten. Abschließende Untersuchungen zur Omikron-Variante stünden noch aus. Eine mitreisende Person befinde sich in Quarantäne, habe bislang aber keine Symptome. Sechs weitere Kontaktpersonen seien ermittelt worden, bei zweien sei jeweils ein PCR-Test positiv ausgefallen. Alle müssten in Quarantäne.

Mittlerweile sind in etlichen Ländern Fälle der Variante aufgetaucht. In Israel haben sich zwei Ärzte nahe der Metropole Tel Aviv mit der Omikron-Variante infiziert. Einer der beiden Kardiologen sei von einer medizinischen Konferenz in London zurückgekehrt und habe nach seiner Rückkehr seinen Kollegen angesteckt, teilte ein Sprecher der Klinik mit. Damit sind in Israel bisher vier Omikron-Fälle bestätigt, es gibt noch mehrere Verdachtsfälle.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte die zunächst im südlichen Afrika entdeckte Corona-Variante am Freitag als „besorgniserregend“ eingestuft.

Genehmigung neuer Impfstoffe könnte bis zu vier Monate dauern

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Omikron-Variante ansteckender ist als die derzeit vorherrschende Delta-Variante. Zudem warnte der US-Coronaimpfstoff-Hersteller Moderna davor, dass die bisherigen Impfungen weniger wirksam gegen die neu entdeckte Virusvariante sind.

Der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA liegen noch keine Informationen darüber vor, ob neue Covid-19-Impfstoffe gegen die Omikron-Variante benötigt werden. Die EMA bereite sich aber darauf vor, sagt die Chefin der Behörde, Emer Cooke, im Europäischen Parlament. Mehr Klarheit sollte es nach Labortests in rund zwei Wochen geben. Selbst wenn sich die neue Omikron-Variante aber weiter ausbreite, böten die vorhandenen Impfstoffe weiterhin Schutz, sagt Cooke.

Sollten Anpassungen der Vakzine erforderlich werden, könnten diese innerhalb von drei bis vier Monaten genehmigt werden.

Hinweis: Der Fall in Sachsen ist noch nicht bestätigt. Die Stadt hat ihre Angaben dazu am Dienstagabend korrigiert, wir haben den Artikel angepasst.