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Wackel-Auftritt in Kiel: Rückendeckung für St. Pauli-Keeper Stojanovic

Vier Stück. Viermal bezwungen. Viermal den Ball aus dem eigenen Netz gefummelt. Kaum einem Spieler des FC St. Pauli war der Frust über die höchste Niederlage der Saison so deutlich anzusehen wie Dejan Stojanovic. Beim war die zuletzt so sicherer Nummer eins der Braun-Weißen nicht der erhoffte Fels in der Brandung, sondern ein Unsicherheitsfaktor.

Geknickt, mit hängendem Kopf und hängenden Schultern, schlich der Keeper nach dem Schlusspfiff vom Rasen des Holsteinstadions. Da halfen auch die aufmunternden Worte von Verteidiger James Lawrence und Torwarttrainer Mathias Hain zunächst nicht, um den Frust zu schmälern. 

FC St. Pauli: Torhüter Dejan Stojanovic (l.) und James Lawrence nach der 0:4-Niederlage bei Holstein Kiel.

Trost: Nach der 0:4-Klatsche in Kiel war St. Pauli-Keeper Dejan Stojanovic sichtlich frustriert. James Lawrence versuchte, ihn aufzubauen.

Nein, das war nicht der Dejan Stojanovic der letzten Wochen. Der Schlussmann hatte ungewohnte Schwächen gezeigt, mehrfach nicht richtig zugepackt. Ein Patzer führte zu einem Gegentor. Vor dem 0:4 durch Serra hatte der 27-Jährige einen Schuss des Kielers Niklas Hauptmann nach vorne prallen lassen.

FC St. Pauli: Dejan Stojanovic leistet sich Patzer gegen Kiel

Trainer Timo Schultz dachte gar nicht daran, seine Nummer eins zu kritisieren, stattdessen nahm der Coach Stojanovic demonstrativ in Schutz. „Wir gewinnen und verlieren zusammen. Heute hat jeder Spieler auf dem Platz nicht seine optimale Leistung gebracht und individuelle Fehler gemacht.“

Von Beginn an hatte Stojanovic unsicher agiert, bei einem eher harmlosen Schuss von Arslan (19.) erst im Nachfassen den Ball gesichert und wenig später beim Distanzschuss von Porath die Pille fast selbst ins eigene Tor befördert. Zu seinem Glück sah Schiedsrichter Frank Willenborg eine Abseitsstellung der Kieler, denn der Ball war wohl schon hinter der Linie. Das letzte Kieler Tor ging klar auf die Kappe des Leih-Keepers vom FC Middlesbrough. 

Timo Schultz betont Wert von Stojanovic für St. Pauli

Schultz sah die Sache nüchtern. „Am Ende ist es mir lieber, wenn er mal in einer Situation unglücklich aussieht, wenn wir 0:4 verlieren, als bei einem knappen 0:1 oder 1:2.“

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Der Coach betonte, wie wichtig der gebürtige Österreicher in den letzten Wochen für die Kiezkicker gewesen ist. „Letztendlich können wir froh sein, dass wir Deki haben und er uns so stabil in der Rückrunde geholfen hat.“

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