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Wahlkampf-Finale: Baerbock will Kanzlerin werden, Laschet mit Söder regieren und Scholz sieht SPD-„Momentum“

Zwei Tage vor der Bundestagswahl untermauerten Baerbock, Laschet und Scholz noch einmal ihre Kanzler-Ansprüche. Der Wahl-Showdown steht bevor.

Berlin - Der Wahlkampf biegt zwei Tage vor der Bundestagswahl 2021 endgültig in die Zielgerade ein. Zum Abschluss gaben sich Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz alle gleichsam siegessicher.

Die aktuellen Umfragen zur Bundestagswahl lassen auf ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Armin Laschet und Olaf Scholz schließen. Nachdem der SPD-Kandidat zuletzt teils deutlich vorne gelegen hatte, sah eine Umfrage des Allensbacher Instituts Laschet am Freitag bis auf einen Punkt an seinen Kontrahenten heranrücken. Wobei man hier anmerken sollte, dass die Union in den Allensbacher Umfragen in der Vergangenheit zumeist etwas besser abschnitt als in anderen Erhebungen.

Wahlkampf-Finale: Laschet will mit Söder regieren - „tolles Team“

Dennoch dürften die neuen Zahlen Armin Laschet Rückenwind geben. Der Unions-Kandidat traf sich am Freitag mit Kanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder in München. Armin Laschet überraschte in München, indem er auch die zukünftige Rolle Söders in den Vordergrund stellte: „Diese Bündelung - ein Nordrhein-Westfale, der nach Berlin wechselt, und ein Bayer, der mit am Koalitionstisch sitzt. Das wird unschlagbar sein, und ich sag‘ jedem Koalitionspartner: Zieht euch warm an: Armin und Markus - das wird ein tolles Team und wir werden zusammen die Bundesrepublik regieren.“

Söder griff dabei Olaf Scholz und auch die FDP scharf an. Er warnte davor die FDP zu wählen und sprach von „unmoralischen Vibrations“ zwischen Lindner und Scholz. Dennoch sah Söder die Union - wohl auch angesichts der verbesserten Umfragewerte - zwei Tage vor der Wahl im Vorteil gegenüber der SPD.

Bundestagswahl: Scholz sieht „Momentum“ bei der SPD

Das sah Olaf Scholz naturgemäß anders. Er zeigte sich bei einem Auftritt in Köln siegessicher und sah von der Bild mit der neuen, knappen Umfrage konfrontiert das „Momentum“ bei seiner Partei. Er spüre viel Zustimmung und den Willen zu einem Regierungswechsel in Deutschland, so Scholz. Scharfe Kritik übte der Bundesfinanzminister an den Steuerplänen von Union und FDP. Steuersenkungen im Volumen von 30 Milliarden Euro für Wohlhabende seien „völlig aus der Zeit gefallen“, sagte der SPD-Kandidat mit Blick auf den in der Corona-Krise angehäuften Schuldenberg.

Baerbock will weiter Bundeskanzlerin werden

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bekräftigte unterdessen trotz magerer Umfragewerte den Anspruch ihrer Partei, die künftige Regierung anzuführen. Bei einer zentralen Kundgebung zum Abschluss des Wahlkampfs sagte Baerbock am Freitag in Düsseldorf, in Deutschland setzten längst viele Unternehmen auf ein klimaneutrales Wirtschaften. Nun brauche es eine „grün-geführte Bundesregierung, die dafür den Rahmen setzt“, rief die Grünen-Vorsitzende vor ihren Anhängern.

Bei der Bundestagswahl gehe es um die Frage, ob es weiter ein „Wegducken“ mit der GroKo oder einen „neuen Aufbruch“ gebe. Den bisherigen Regierungsparteien hielt sie vor, sich zwar zum Klimaschutz zu bekennen, dem aber keine Taten folgen zu lassen. „Klimakanzler auf Plakate zu schreiben, reicht nicht aus“, betonte die Kanzlerkandidatin der Grünen. „Wir können uns keine halben Sachen mehr leisten.“

Es gebe kein „Erkenntnis-, sondern ein Handlungsproblem“, betonte Baerbock. Wenn jetzt nicht der Schalter umgelegt werde, werden die Kinder fragen: „Warum habt ihr nicht alles getan, als ihr wusstet, was zu tun ist.“ (rjs, dpa, afp)

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