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Wegen falscher Identität: Mega-Strafe für Bundesliga-Star - er hatte sich gegen den FC Bayern verletzt

Die falsch angegebene Identität von Silas Katompa Mvumpa wird zu einem Aufreger der Bundesliga. Jetzt brummt der DFB dem Stürmer des VfB Stuttgart eine drastische Strafe auf.

Update vom 11. Juni, 16.50 Uhr: Das Thema sorgt in der Bundesliga* für Riesen-Wirbel: Silas, Shootingstar des VfB Stuttgart, heißt gar nicht Wamangituka, sondern Katompa Mvumpa zum Nachnamen. Die Schwaben hatten diese Nachricht unter der Woche transparent verkündet und sich schützend hinter ihren 22-jährigen Angreifer gestellt.

Silas (VfB Stuttgart): Bundesliga-Star bekommt Mega-Strafe durch den DFB aufgebrummt

„Wenn er nichts gesagt hätte, hätte er seine Karriere, ohne dass irgendetwas passiert wäre, sehr einfach fortsetzen können, völlig problemlos“, erklärte Sportdirektor Sven Mislintat auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Silas habe ihm geschildert, dass er „Opfer von Machenschaften seines ehemaligen Spielervermittlers“ geworden sei. Und deshalb gegenüber seinem Arbeitgeber eine andere Identität angegeben habe. Auch VfB-Vorstandschef Thomas Hitzlsperger schlug versöhnliche Töne an.

Anders sieht aber offenbar der Deutsche Fußball-Bund den Fall. So sperrte das DFB-Sportgericht Stürmer Silas Katompa Mvumpa wegen unsportlichen Verhaltens für drei Monate. Zudem muss der Kongolese eine Geldstrafe in Höhe von 30.000 Euro zahlen. Aktuell fällt Silas aber ohnehin wegen der Folgen eines Kreuzbandrisses aus. Der Torjäger hatte sich am 20. März beim 0:4 der Schwaben beim FC Bayern München* schwer am Knie verletzt.

Zuvor war er mit elf Toren und fünf Vorlagen in 25 Einsätzen zu einem der Shootingstars dieser Bundesliga-Saison* aufgestiegen.

Bundesliga-Star des VfB Stuttgart: Silas (li.), hier im Duell beim FC Bayern München.

Silas (VfB Stuttgart): Bundesliga-Star heißt gar nicht Wamangituka zum Nachnamen

Erstmeldung vom 8. Juni: Stuttgart - Er war einer der Shootings-Stars der abgelaufenen Bundesliga-Saison. In 25 Partien gelangen ihm elf Treffer und fünf Vorlagen. Seine Tempoläufe versetzten Fußball-Fans in Verzückung, ehe ihn ein Kreuzbandriss stoppte.

Die Rede ist von Silas Wamangituka vom VfB Stuttgart*. Zumindest dachte man bis vor kurzem, dass der junge Kongolese so heißt. Doch dem ist nicht so. „Der richtige Name des Spielers lautet Silas Katompa Mvumpa. Er wurde am 6. Oktober 1998 in Kinshasa (Kongo) geboren, ist heute also 22 Jahre alt“, teilte der VfB am Dienstag mit.

Warum spielte der talentierte Offensivspieler unter falschem Namen? Silas Katompa Mvumpa wurde offenbar Opfer von Machenschaften seines ehemaligen Spielervermittlers. Dieser habe seine Identitätsangaben geändert und ihm Papiere als Silas Wamangituka (einem Namen seines Vaters) sowie mit einem um genau ein Jahr geänderten Geburtsdatum, 6. Oktober 1999, verschafft. Die Beweggründe seien nach derzeitiger Einschätzung keine aufenthaltsrechtlichen Erwägungen gewesen.

Silas Wamangituka (VfB Stuttgart): Pikante Beichte! Youngster spielte jahrelang unter falschem Namen

Katompa Mvumpa bereut die ganze Sache sehr. „Ich habe in den letzten Jahren in ständiger Angst gelebt und mir auch um meine Familie im Kongo große Sorgen gemacht. Es war ein schwerer Schritt für mich, meine Geschichte zu offenbaren“, wird Silas vom VfB zitiert. Erst durch die Unterstützung seiner neuen Berater habe er sich „getraut, alles auf den Tisch zu bringen“.

Silas erhielt vor wenigen Tagen offizielle Dokumente der Demokratischen Republik Kongo. Mit der DFL und dem DFB sind die Schwaben in Kontakt. Nach juristischer Bewertung des Sachverhalts geht der VfB davon aus, dass Silas im Besitz einer gültigen Spielberechtigung ist.

„Silas bleibt der Spieler und der Mensch, der sich in die Herzen unserer Fans und seiner Mitspieler gespielt hat, seit er hier in Stuttgart ist. In Bezug auf die Namensänderung ist er vor allem Opfer. Entsprechend werden wir ihn auch schützen“, betonte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat.

Katompa Mvumpa (VfB Stuttgart): Verein macht „ungewöhnlichen Fall“ bewusst öffentlich

Der VfB Stuttgart mache „diesen ungewöhnlichen Fall“ nun bewusst öffentlich, sagte Vorstandschef Thomas Hitzlsperger, „um zu unterstreichen, dass wir so transparent vorgehen wollen, wie es mit Rücksicht auf den Schutz unseres Spielers möglich ist“.

Silas Katompa Mvumpa hatte sich am 26. Spieltag im Spiel gegen den FC Bayern* einen Kreuzbandriss zugezogen und fällt seitdem aus. Mit seiner Rückkehr ist erst im kommenden Herbst zu rechnen. Der Kongolese war 2018 für eine Ablöse von 8 Millionen Euro vom FC Paris zum VfB Stuttgart gewechselt. (smk/sid) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Alexander Keppler

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