Germany
This article was added by the user . TheWorldNews is not responsible for the content of the platform.

Wenn der Zähler nicht mehr zählt

Von: Toni Schwaiger

Kommentare

Stromzähler - Stadtwerke Landsberg
Erst im vergangenen Jahr wurden über 1.100 digitale Stromzähler von den Stadtwerken Landsberg neu eingebaut. Gezählt haben sie aber nicht wirklich. © FKN

Landsberg – Böse Panne bei den Stadtwerken Landsberg: Weil der gerade erst installierte Stromzähler hier und da nicht mehr zählen wollte, gab es in dieser Angelegenheit erneut Post vom Energieversorger des Vertrauens. Mit einem Terminvorschlag für den nächsten Zählertausch. 

„Warum schon wieder, das ist doch gerade erst durchgeführt worden?“ Diese Frage stellten sich viele Kunden, als die Post der Stadtwerke in ihren Briefkästen lag. Und das immerhin 1.110-fach, denn exakt so viele „moderne Messeinrichtungen“, kurz mME, lassen die Stadtwerke derzeit tauschen. Die waren erst im vergangenen Jahr im Zuge des Turnuszählerwechsels eingebaut worden, erklärt Stadtwerkesprecherin Stefanie Kneer. Weil aber ein „möglicher Herstellerfehler“ den Zähler nicht mehr zählen ließ und die ersten Defekte aktenkundig geworden seien, habe man „umgehend und konsequent“ gehandelt.

„Wir tauschen alle Geräte dieses Typs und Herstellers vorsorglich aus und ersetzen sie durch neue moderne Messeinrichtungen“, erklärt Matthias Schleich, Abteilungsleiter Stromnetz bei den Stadtwerken. „Bis Weihnachten wollen wir damit fertig sein.“ Schleich räumt ein, dass die fehlerhafte Betriebssoftware des Gerätes einen Stillstand des digitalen Zählers auslösen könne. „Ist das der Fall, lässt sich im Labor des Herstellers feststellen, wann genau das war.“ Warum das so wichtig ist? Natürlich für die Abrechnung. Ist nämlich erst mal der exakte Zeitpunkt des Zählerstillstandes ermittelt, dann werde der Stromverbrauch rechnerisch ermittelt – „anhand der vergangenen Verbrauchswerte“.

Geschätzt wird übrigens nicht nur bei den eigenen Kunden. Als Netzbetreiber informieren die Stadtwerke Landsberg den jeweiligen Stromlieferanten auto­matisch, beruhigt Pressesprecherin Kneer.

Auch interessant