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„Wir schaffen es nicht ohne Quote“, sagt Karin Prien

Angesichts der wenigen Frauen an der CDU-Spitze pocht Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) auf eine Quote. „Die nüchterne Realität ist: Wir schaffen es nicht ohne Quote. Auch ich kenne keine Frau, die sich jetzt für den Parteivorsitz bewerben will“, sagte Prien dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Die CDU brauche künftig ein Team aus Frauen und Männern an der Spitze, die sich vertrauten. „Und dabei dürfen die Frauen nicht nur Garnitur sein.“ In der CDU sei eine echte Frauenquote immer abgelehnt worden.

„Das manchmal ernst gemeinte, manchmal fadenscheinige Argument war: Es geht ja um Leistung und nicht um Geschlecht“, sagte Prien. Gleichzeitig habe die Partei aber keine Probleme damit, den Regionalproporz in Reinkultur zu kultivieren.

Die CDU-Spitze hat sich zwar im vergangenen Jahr darauf geeinigt, dass bis 2025, beginnend bei Vorstandswahlen auf Kreisebene, schrittweise eine Frauenquote bis 50 Prozent eingeführt werden soll, aber es muss noch ein Parteitag zustimmen.

„Wir sind eine Partei in Unruhe und im Umbruch“, sagte Prien. Seit dem Rückzug von Angela Merkel vom Parteivorsitz habe man „viel zu lange eine destruktive Nabelschau betrieben“. „Wir haben kein Sensorium mehr dafür, was in der Mitte der Gesellschaft gedacht wird“, so Prien.