Germany

Wollte Zustellung blockieren: Prinz Andrew akzeptiert Missbrauchsklage

Wollte Zustellung blockieren Prinz Andrew akzeptiert Missbrauchsklage

Erst wollte der britische Prinz Andrew die Zuständigkeit des Gerichts anfechten - nun erkennt er die Klagezustellung an. Die Klägerin wirft Andrew vor, sie als 17-Jährige sexuell missbraucht zu haben. Es ist das Missbrauchsnetzwerk des verurteilten Jeffrey Epstein, in das Andrew verstrickt gewesen sein soll.

Der britische Prinz Andrew hat akzeptiert, dass ihm die Klage eines mutmaßlichen Missbrauchsopfers aus den USA ordnungsgemäß zugestellt wurde. Wie aus einem in New York eingereichten Gerichtsdokument hervorgeht, haben sich die Anwälte des Herzogs von York und der Klägerin Virginia Giuffre darauf geeinigt, dass Prinz Andrew seit Dienstag offiziell über die Klage unterrichtet ist. Er hat nun bis Ende Oktober Zeit, zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen.

Giuffre wirft Prinz Andrew vor, sie vor mehr als 20 Jahren als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Die heute 38-Jährige gibt an, im Alter von 17 Jahren von dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein an Prinz Andrew "ausgeliehen" worden zu sein, und verlangt Schadenersatz. Prinz Andrew hatte sich anfangs gegen die Zivilklage gewehrt. Er stellte die Zuständigkeit des New Yorker Gerichts und die ordnungsgemäße Zustellung der Klageschrift in Frage.

Die Klage war dem zweitältesten Sohn von Königin Elizabeth II. laut Gerichtsdokumenten am 27. August zugestellt worden - allerdings nicht persönlich. Ein Vertreter Giuffres erklärte, er habe das Dokument einem Polizisten am Eingang der Residenz des Prinzen im englischen Windsor übergeben. Diese Art der Zustellung wollten die Anwälte Prinz Andrews nicht anerkennen. Guiffres Anwälte riefen daraufhin ein britisches Gericht an. Das zuständige Gericht in London willigte schließlich ein, die förmliche Zustellung der Dokumente an Prinz Andrew zu übernehmen.

Keine Erinnerung an Treffen

Die Vorwürfe gegen Prinz Andrew stehen schon seit 2019 im Raum. Er wies die Anschuldigungen stets zurück und erklärte, sich nicht an ein Treffen mit Giuffre erinnern zu können. Er trat jedoch nach einem verunglückten TV-Interview 2019 von seinen royalen Pflichten zurück. Der ehemalige Hubschrauberpilot und Kriegsveteran, der geschieden ist und zwei Kinder hat, ist seitdem kaum noch öffentlich aufgetreten. Im April nahm er in Windsor mit anderen ranghohen Mitgliedern der Königsfamilie an der Beerdigung seines Vaters Prinz Philip teil.

Der Multimillionär Epstein soll jahrelang minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution angestiftet haben. Der bestens vernetzte und bereits wegen Sexualverbrechen verurteilte Investmentbanker wurde nach seiner neuerlichen Festnahme 2019 tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan aufgefunden. Nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben. Epstein hatte Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten, darunter auch zu den früheren US-Präsidenten Bill Clinton und Donald Trump sowie zu Microsoft-Gründer Bill Gates.

Football news:

Ronaldo über Solskjaers Kritik: Die Spieler von Manchester United müssen Verantwortung übernehmen. Alle im selben Boot: Manchester-United-Stürmer Cristiano Ronaldo hat Kritik an Cheftrainer Ole-Gunnar Sulscher geäußert
Sulscher über Manchester United: Wir sind nicht froh, dass wir Punkte verloren haben. Aber Ronaldo ist erst einen Monat bei uns, Sancho zwei. Trainer Ole-Gunnar Sulscher hat sich vor dem 9. Spieltag gegen den FC Liverpool über die Lage der Mannschaft geäußert
Müller über Kimmich: Als Teamkollege bin ich für eine Impfung, wenn ich an andere denke, als Freund - ich kann seine Entscheidung treffen
Chelsea wird Saul nicht zurückkaufen. Der FC Chelsea wird den kompletten Transfer von Mittelfeldspieler Saul, der für die Blauen auf Leihbasis von Atlético Madrid spielt, nicht vollziehen
Pioli über das 4:2 gegen Bologna: Milan hatte den Fehler gemacht, das Spiel beim 2:0 zu entscheiden, fand aber die Kraft zum Sieg
Steve McManaman: Rüdiger ist besser als Real-Verteidiger und wird ihn stärker machen. Der frühere Mittelfeldspieler von Real Madrid, Steve McManaman, hat sich über einen möglichen Wechsel von Chelsea-Verteidiger Antonio Rüdiger zu Real Madrid geäußert
Milan gewann 8 der ersten 9 Meisterschaftsspiele zum ersten Mal seit der Saison 1954/55