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Zwei Geisterspiele für Lens: Liga reagiert auf Frankreichs Gewaltproblem

Zwei Geisterspiele für Lens Liga reagiert auf Frankreichs Gewaltproblem

Die Ligue 1 in Frankreich will in dieser Saison auf der Messi-Welle surfen. Das gelingt bislang nicht. Die in die Stadien zurückgekehrten Fans hingegen sorgen häufiger für Schlagzeilen. So auch am Wochenende nach einem Platzsturm in Lens. Der Liga-Verband reagiert schnell und eindeutig.

Wegen des Platzsturms seiner Fans am vergangenen Wochenende muss der französische Fußball-Erstligist RC Lens mindestens seine nächsten beiden Heimspiele in der Ligue 1 vor einer Geisterkulisse austragen. Zwei Tage nach den Ausschreitungen der RCL-Anhänger verhängte die Disziplinarkommission des nationalen Liga-Verbandes LFP auf einer außerordentlichen Sitzung diese Strafe, behielt sich allerdings weitere Sanktionen nach der Prüfüng aller Ermittlungsergebnisse am 6. Oktober vor.

In Lens waren mehrere Dutzend Anhänger der Gastgeber beim Nordderby gegen Meister OSC Lille nach vorherigen Auseinandersetzungen mit Gästefans auf den Rasen vorgedrungen und hatten damit eine 30-minütige Unterbrechung der Begegnung provoziert. Zur Auflösung der Tumulte musste die Polizei laut Medienberichten auch Wasserwerfer einsetzen. Offiziellen Angaben zufolge erlitten sechs Personen leichte Verletzungen und nahmen die Sicherheitskräfte zwei Krawallmacher vorläufig fest. Lens gewann das Spiel nach der Wiederaufnahme der Begegnung unter strengen Sicherheitsmaßnahmen 1:0.

Auch Lille bestraft

Lens hat bis zur endgültigen Entscheidungsfindung der LFP-Kommission zwei Heimspiele: Am Mittwoch gegen Racing Straßburg und am 1. Oktober gegen Stade Reims. Auch Lille muss für die Beteiligung seiner Fans an der Randale büßen. Bei Auswärtsspielen des Titelverteidigers bleiben in gegnerischen Stadien die Fan-Blöcke für OSC-Anhänger bis auf Weiteres geschlossen.

Vor rund vier Wochen hatte in der Ligue 1 bereits ähnliche Zwischenfälle wie in Lens für Schlagzeilen gesorgt. Dabei musste das Spiel zwischen OGC Nizza und Olympique Marseille abgebrochen werden. Marseilles Star Dimitri Payet hatte eine nach ihm geworfene Plastikflasche zurück auf die Tribüne geschleudert, woraufhin wütende Anhänger der Hausherren das Spielfeld stürmten.

Frankreichs Sportministerin Roxana Maracineanu hatte nach den Vorfällen Lösungen für die scheinbar übergeordneten Konflikte gefordert und dabei ausdrücklich die Anhänger einbezogen. "Der Start in die Saison war nicht hilfreich. Wir müssen schnell die Situation analysieren. Dazu ist jeder aus dem Fußball aufgerufen, beginnend bei den Fans", sagte die ehemalige Schwimm-Welt- und Europameisterin sowie -Olympiazweite von 2000.

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