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Angst der Sportlerinnen vor Taliban: „Mord ist keine große Sache"

Längst vergangene Zeiten: Afghanische Mädchen spielen 2011 in Herat Volleyball am Weltfriedenstag. Bild: Picture-Alliance

Die frauenfeindliche Politik der Taliban treibt viele afghanische Athletinnen ins Exil. Diejenigen, die nicht fliehen können, bangen um ihr Leben. Der Tod einer Volleyballspielerin sorgt für Entsetzen.

Die diskriminierende Politik der radikal-islamistischen Taliban verwehrt Afghaninnen mittlerweile nicht nur den Zugang zu Schule, Ausbildung und Arbeit, sondern führt auch zum Ausschluss vom Sport. Vorausgegangen war eine veröffentlichte Erklärung der neuen Herrscher, die sich auch als Drohung verstehen ließ. Im September hatte der stellvertretende Leiter der Kulturkommission der Taliban, Ahmadullah Wasiq, in einem Interview mit dem australischen Fernsehsender SBS, Frauensport als unnötig bezeichnet.

Als Grund für die Ablehnung nannte er die öffentliche Zurschaustellung von unverhüllten Frauen, was den islamischen Gesetzen widersprechen würde. Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch schwebt in Lebensgefahr, wer sich dem Wertesystem der neuen Machthaber nicht unterordnet. Das gilt offenbar auch für Athletinnen, die sich dem Sportverbot widersetzen oder in der Vergangenheit Sport betrieben haben.