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Anwohner in Guxhagen brauchen Geduld: Lärmschutz kommt nicht vor 2023

Für Wohngebiet Hundsforth

Anwohner in Guxhagen brauchen Geduld: Lärmschutz kommt nicht vor 2023

Die Lärmwand fürs Wohngebiet Hundsforth wird länger, dafür müssen sich die Anwohner aber noch gedulden. Das

Wer im Wohngebiet Hundsforth in Guxhagen wohnt, muss den Lärm der Autobahn nun doch noch etwas länger ertragen, als geplant. Denn der Bau des Lärmschutzes verzögert sich – und das, obwohl die Planung schon vergangenes Jahr abgeschlossen war. Nun ist laut der Autobahn GmbH ein Bau des Lärmschutzes nicht vor dem Jahreswechsel 2022/2023 möglich. Und die Lärmwand soll länger werden.

Guxhagen – Die Straßenverkehrsbehörde Hessen Mobil, die damals noch zuständig für Lärmschutz an den Autobahnen war, hatte 2020 noch von einem Baubeginn 2021 gesprochen und einer Bauzeit von etwa einem Jahr. Doch daraus wurde nichts. Grund für die Verzögerung sind die neuen Richtlinien für Lärmschutz an bestehenden Autobahnen (Lärmsanierung). Sie hatten Hessen Mobil mitten am Ende der Planungsphase erwischt.

Die Lärmgrenzwerte wurden zwischenzeitlich herabgesetzt. Bedeutet: Der Wall, der mit einer Lärmwand aufgestockt werden sollte, hätte zwar dafür gesorgt, dass es leiser in der Hundsforth wird – aber nicht leise genug für die neuen Grenzwerte.

Um die niedrigeren Werte zu erreichen, musste die Planung von Neuem starten. „Die neuen Richtlinien erfordern eine differenzierte Verkehrsanalyse, da diese unmittelbar in die Berechnungen einfließen“, teilt dazu die Autobahn GmbH auf Anfrage mit. Seit 1. Januar dieses Jahres unterliegt die Verantwortung für den Bau und Betrieb der Bundesautobahnen der bundeseigenen Autobahn GmbH. Wegen der Senkung der Grenzwerte muss der Lärmschutz deutlich länger werden als geplant – „soweit dies nicht beispielsweise durch die südlich querende DB-Strecke ausgeschlossen ist“, teilt die Autobahn GmbH weiter mit. Nach derzeitigem Stand zeichne sich eine bauliche Verlängerung nach Norden über den bestehenden Wallfuß hinaus ab. Da sich dort eine landwirtschaftliche Fläche befinde, würde der Wall an dieser Stelle in einer schlankeren Version fortgeführt. Richtig konkret kann die GmbH jedoch noch nicht werden. Denn dafür sind die Planungen schlicht noch nicht weit genug fortgeschritten. Der ganze Prozess, der eigentlich schon einmal durchlaufen war, muss noch einmal ins Rollen gebracht werden.

Denn die Veränderung der Planung hat zur Folge, dass dazu nun wieder die Träger öffentlicher Belange gehört werden müssen – zum Beispiel die Naturschutzbehörde. Hinzu käme, dass durch die geplante Verlängerung der Lärmwand auch Fragen zu Grunderwerb zu klären seien, bevor dann endlich die Arbeiten ausgeschrieben werden können. Wegen dieser vielen Schritte verzögere sich das Projekt um so viele Monate. (Carolin Hartung)

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