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Ausflugstipp: Ein Festival für den westpommerschen Wein

Nanu, Wein aus Pommern? Dabei hat der Weinanbau in der Region eine lange Tradition. Neun Winzereien wollen sich im Schloss der Pommerschen Herzöge in Stettin präsentieren.

Stettin ·

„Auf allen Tafeln hielt man streng zum Stettiner Rotwein”, schreibt Theodor Fontane in seinem autobiographischen Roman „Meine Kinderjahre”, in dem er fünf Jahre seiner frühen Jugend beschreibt, die er von 1827 bis 1832 in Swinemünde (Swinoujscie) verbrachte.

Weinreben im Fass mitgebracht

Auch wenn man bei traditionellen Weinanbaugebieten nicht immer gleich an Pommern denkt, so hat der Rebensaft doch schon eine lange Tradition in der Region. Schon Bischof Otto von Bamberg soll bei seiner zweiten Missionsreise nach Pommern im Jahr 1228 ein Fass voll Weinreben mitgebracht und pflanzen lassen haben, damit es wenigstens soviel Wein gab, wie für das heilige Abendmahl nötig war, heißt es in der „Geschichte des Herzogthums Pommern” von Johann Jakob Sell.

Seit jener Zeit wurden unter anderem auf den Bergen an der Oder oberhalb und unterhalb von Stettin Weinberge angelegt. Gewonnen wurde weißer und roter Wein, der unter anderem auch von den pommerschen Herzögen getrunken wurde.

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Wein beim Festival verkosten

In den vergangenen Jahren nun erlebt der Weinanbau auf beiden Seiten der Grenzen eine wahre Renaissance. Im Stettiner Schloss der Pommerschen Herzöge findet am 6. und 7. November nun sogar das erste Westpommersche Weinfestival statt. Dabei soll es reichlich Gelegenheiten geben, westpommersche Weine zu entdecken und näher kennenzulernen und mehr über die neuen Weingüter der Region zu erfahren.

Insgesamt wollen sich an dem Wochenende neun Winzereien präsentieren. Neben der Weinverkostung sind regionale Snacks und Vorträge zum Thema Wein im Angebot.

Das Festival wird vom Westpommerschen Weinbauverband in Zusammenarbeit mit dem Marschallamt der Woiwodschaft Westpommern und dem Schloss der Pommerschen Herzöge organisiert. Der Eintritt ist frei.

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