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BG Göttingen verschafft sich Respekt in der BBL

Von wegen das körperlose Spiel! Basketball ist manchmal auch knallharter Bodenkampf mit Körpereinsatz wie hier mit Göttingens Jake Toolson (2.v.l.), Akeem Vargas (verdeckt im Hintergrund), Philipp Hartwich (Mitte) und Mathis Mönninghoff gegen vier Ludwigsburger.

Erst der Überraschungserfolg gegen die Telekom Baskets Bonn, die mit zwei Siegen in die Saison der Basketball-Bundesliga unter anderem mit einem Erfolg bei Alba Berlin zuvor gestartet waren.

Göttingen – Nun der zweite unerwartete Sieg der BG Göttingen auch gegen die Riesen aus Ludwigsburg, womit die Veilchen das Team ihres ehemaligen Trainers John Patrick mit einer 69:78-Niederlage auf die lange Heimreise schickten.

Das BG-Team von Trainer Roel Moors scheint sich allmählich zu finden, es wächst zusammen und ist nach der Enttäuschung des Pokal-Aus’ in Braunschweig zumindest in der Bundesliga angekommen. „Göttingen wird zum Favoritenschreck“, titelte die BBL auf ihrer Homepage. „Die BG verschafft sich Respekt in der BBL“, hieß es bei MagentaSport.

Vor allem hat sie ihre Nerven im Griff. Wie schon beim 90:81-Sieg gegen Bonn war auch das Spiel gegen Ludwigsburg nichts für schwache Nerven, als die Gäste noch einmal auf 69:74 herankamen, aber vor allem Kamar Baldwin bei seinen Freiwürfen in der „Crunchtime“ Nerven wie Drahtseile hatte und nicht einen daneben warf: 100 Prozent-Quote!

Baldwin war der eine Vater des Erfolgs gegen Ludwigsburg, Jake Toolson der andere – ohne die weiteren BGer zu vergessen. „Wir wurden die ganze Woche gut vorbereitet“, lobte Toolson, dessen Eltern die Partie sahen, Trainer Moors und den gesamten Coaching-Staff bei MagentaSport. „Das war ein großartiges Ergebnis für uns.“ Dabei war Toolson, der die Nummer 2 wegen seiner zwei Kinder trägt, in der Anfangsphase weggerutscht und wurde behandelt, manche befürchteten schon, dass er nicht wiederkommt. Umso beeindruckender war sein sportliches „Coming out“!

Auch für BG-Chef Frank Meinertshagen war es „ein sehr überraschender Sieg. Wir waren nicht der Favorit gegen ein gutes Ludwigsburger Team. Aber man hat gesehen, wir müssen über die Schmerzgrenze hinaus gehen, dann spielen wir auch eine gute Saison.“

Doch nicht für alle war es ein überraschender Erfolg! „Nicht wirklich“, antwortete Philipp Hartwich auf die entsprechende Frage. „Wir hatten einen guten Game-Plan, waren selbstbewusst und haben Ludwigsburgs Hulls und Radebaugh aus dem Spiel genommen.“ Der Center-Hüne (2,18m) blickte auch schon voraus: „Wir haben uns Power für das nächste Spiel bei Alba Berlin geholt, denn wir haben jetzt einen happigen Spielplan.“

In der Tat: Nach Berlin kommt Oldenburg, dann geht’s nach Hamburg, ehe nach einem freien Wochenende (wegen BBL-Pokals, aus dem die BG ausschied) der FC Bayern München in der S-Arena aufkreuzt. (Helmut Anschütz und Walter Gleitze/gsd)