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Claudia Nertinger verlässt den Kreisjugendring Freising

In Gedichtform dankte Maria Wildgruber (l.) Claudia Nertinger.

Claudia Nertinger bricht auf zu neuen Ufern. Die Kreisjugendring-Leiterin wurde jetzt verabschiedet. Ihr Nachfolger steht bereits fest.

Haag/Mittermarchenbach - Es war ein illustres Sommerfest, bei dem am Sonntagnachmittag engagierte Menschen, die sich um den Kreisjugendring Freising viele Jahre verdient gemacht haben, geehrt und feierlich verabschiedet wurden. Die Feierlichkeiten fanden bei strahlendem Sommerwetter im festlich geschmückten Innenhof des Jugendzeltplatzes in Mittermar-chenbach statt und waren ein tolles Erlebnis für viele Mitglieder des Kreisjugendrings sowie der Gäste aus dem Landkreis Freising.
Besondere Ehrung wurde der scheidenden Geschäftsführerin Claudia Nertinger zuteil, die 13 Jahre lang an der Spitze des Kreisjugendrings stand, diesen souverän geführt hat, und nun ins Landratsamt Freising wechselt, um sich hier um Bildung und Jugendpolitik zu kümmern. Ursula Delgado-Rodrignez, Vorsitzende des Kreisjugendrings, lobte den vorbildlichen Führungsstil von Nertinger. Sie habe den Kreisjugendring immer mit konstruktiven Vorschlägen vorangebracht und sei dabei freundlich und zuvorkommend gewesen.

Maria Wildgruber hielt ihre Laudatio in selbst verfasster Reimform und betonte, dass sich der Kreisjugendring „in der Claudia ihre Jahr“ verdreifacht habe und auf dem kulturellen Sektor einiges bewegt wurde. Während man im Jahr 2008 mit drei Leuten gestartet war, seien es jetzt bereits über zehn Personen, die für den Kreisjugendring arbeiten. Es sei nicht immer leicht gewesen, die Forderungen der Jugend bei den Bürgermeistern des Landkreises durchzusetzen, sagte Wildgruber. Man habe sich dennoch mit viel Engagement durchgesetzt. Der Marchenbacher Zeltplatz sei der Claudia ihr liebstes Kind gewesen, so Wildgruber. Die scheidende Geschäftsführerin war immer eine gute und zuverlässige Chefin, mit der man mit viel Humor auf Augenhöhe arbeiten konnte.

Verabschiedet wurden von der Vorsitzenden des Kreisjugendringes Ursula Delgado Rodrignez (r.) Tabea Till, Stefani Fuß, Brigitte Niedermeier, Claudia Nertinger und Marianne Heigl (v.l.).

Zu den auf den Weg gebrachten Projekten gehörte die Etablierung gemeindlicher Jugendarbeit, die Gründung des Arbeitskreises Jugendpolitik sowie das internationale Projekt „Euro-Hopper“. Damit gemeint ist der Austausch von Jugendlichen in verschiedenen europäischen Ländern. Zum bleibenden Andenken erhielt Clau-dia Nertinger eine neue hölzerne Sitzbank für ihren Garten. In knappen herzlichen Worten bedankte sich Ner-tinger für die „superschöne“ Zeit, die sie beim Kreisjugendring verbringen durfte. In ihre Fußstapfen tritt nun der 43-jährige Politikwissenschaftler Damian Knöpfle, der zuvor als Geschäftsführer das Referat bei Refugio München leitete.

Verabschiedet wurden an diesem Nachmittag weitere Aktive, die sich für den Kreisjugendring bemerkenswert engagiert haben. So konnte zum Beispiel Marianne Heigl als damalige Kirchenpflegerin vor 25 Jahren den Pachtvertrag für den Zeltplatz mit unterschreiben und auf den Weg bringen. Später half sie bei politischen Problemen und hatte gleichzeitig eine wichtige Stimme für die Jugend, wenn sie schlichtend eingriff.

Der scheidenden Brigitte Niedermeier aus Attenkirchen dankte Ursula Delgado Rodrignez für ihre exakte Arbeit als Revisorin. Tobias Weiskopf vertrat lange Zeit die Jugend-Politik, während Robert Urbaneck, Mitglied der Wasserwacht, den Schwimmunterricht begleitete. Bei selbst gebackenen Kuchen und leckeren Torten saßen die Beteiligten noch lange beieinander und erinnerten an viele schöne gemeinsame Erlebnisse zum Wohle der Jugend.

Wolfram Riedel

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