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Corona-Ampel für ganz Österreich auf Rot: Bezirk an bayerischer Grenze überschreitet kritische Marke

Österreich nähert sich mit großen Schritten der 300er-Inzidenz. FPÖ-Politiker Kickl sieht die Schuld bei der Regierung.

Braunau/Österreich - Österreich folgt dem Aufwärts-Trend: Mit einer bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz bei 277,4 (Stand 28.10.2021) kratzt unser Nachbar an der 300er-Marke, Oberösterreich gilt dabei als Spitzenreiter an gemeldeten Fällen des Coronavirus.

Mit 389,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner steht die Corona-Ampel auf Rot. Auch Niederösterreich und Salzburg werden mit dem Hinweis „sehr hohes Risiko, regionale Maßnahmen“ ausgewiesen. In verschiedenen Regionen wurden wieder verschärfte Regeln eingeführt.

Österreichs Corona-Ampel steht auf Rot

Salzburg, Oberösterreich und Niederösterreich: In diesen Bundesländern gilt wieder eine Testpflicht für Ausreisende. Je nach Region ist das Verlassen nur mit einem 3G-Nachweis oder 2,5-Nachweis (Impfung, Genesung oder negativer PCR-Test, der innerhalb der letzten 72 Stunden durchgeführt wurde) erlaubt.

Am 21.10.2021 stufte die Corona-Kommission ganz Österreich mit hohem Risiko ein. Braunau (OÖ), Melk (NÖ), St. Koloman, Annaberg-Lungötz und Adnet (S) gelten derzeit als Hochinzidenzgebiete. Nur noch das Burgenland und Wien schaffen es in den orangen Bereich, der „nur“ ein hohes Risiko bedeutet. Das restliche Land ist in der Trendfarbe Rot gefärbt, schreibt der Kurier, der sich auf das Arbeitsdokument der zuständigen Kommission beruft.

Coronavirus in Oberösterreich: Gebiet erreicht kritische Grenze

Bereits am 12.10.2021 waren in ganz Österreich zehn Prozent der Intensivbetten belegt. Die kritische Marke liegt allerdings erst bei 33 Prozent Corona-Belegung auf den Intensivstationen. Wie oe24.at berichtet, überschritt nun der Bezirk Braunau an der Grenze zu Bayern diesen Wert.

Die Zahl der belegten Betten auf der Normalstation beträgt in ganz Oberösterreich 246, intensiv werden 44 Patienten behandelt. Die kritische Schwelle liege bei 34 Patienten, so die Zeitung.

FPÖ-Chef warnt vor katastrophaler Entwicklung der vierten Corona-Welle

Herbert Kickl, Chef der FPÖ-Partei greift indes die Regierung Österreichs an. In einer Pressekonferenz mit dem Thema „Der schwarz-grüne Corona-Wahnsinn wird fortgesetzt!“ weist er der Führungsspitze des Landes einen „letztklassigen Charakter“ zu und nennt die neu beschlossenen Maßnahmen zur Bewältigung der Pandemie herzlos. Kickl befürchtet eine schlimme Entwicklung der vierten Corona-Welle, doch schuld daran seien nicht die Ungeimpften. Vielmehr sei das Verhalten der österreichischen Regierung und der geimpften Menschen der Grund für den rapiden Anstieg der Inzidenz.

Herbert Kickl (FPÖ): Maßnahmen sind ein „Amoklauf gegen die Menschenwürde“

Zudem wirft Kickl der Regierung vor, aus den letzten Wellen nichts gelernt zu haben. Aus seiner Sicht gäbe es zu wenig Intensivbetten im gesamten Land. Ein überfordertes Gesundheitswesen in der vierten Welle sei deshalb unumgänglich. Auch der neu eingeführte Stufenplan sei verantwortungslos, denn Ungeimpfte würden zu „Arbeitssklaven“ gemacht werden. Die Corona-Maßnahmen seien ein „Amoklauf gegen die Menschenwürde“, wetterte der Politiker in der FPÖ-Pressekonferenz weiter. Eine Anzeige beim Bundesamt für Sicherheit sei deshalb schon in Vorbereitung. Der Vorwurf: Irreführung durch die laufende Impfkampagne.

Auch in Bayern steigen die Corona-Zahlen rasant an. (ale)