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Dauerbaustelle Internet - Mehrheit der Bürger fühlt sich ungeschützt

Kein mobiler Empfang, zu wenig Bandbreite – das Internet wird zunehmend zur Dauerbaustelle für Nutzer. Das legt der diesjährige Verbraucherreport des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen (VZBV) nahe, für den 1500 Menschen befragt wurden. Demnach sieht mittlerweile eine Mehrheit von 56 Prozent ihre Interessen im Digitalbereich nicht geschützt – mehr als noch im Vorjahr.

Auch im Vergleich zu anderen Problemfeldern fühlen sich die Verbraucher beim Internet und der Digitalisierung am häufigsten allein gelassen. Das deckt sich damit, dass sich unter den rund 260.000 Anfragen und Beschwerden der Verbraucherberatung vor Ort in ersten Halbjahr dieses Jahres ein Drittel auf Produkte und Dienstleistungen im Digitalmarkt bezogen hat.

Geht es um Lebensmittel, fühlen sich immerhin 69 Prozent der Befragten „sehr gut“ oder „eher gut“ geschützt, im Bereich Reisen und Verkehr sind es sogar 74 Prozent. Bei den derzeit stark steigenden Strom- und Gaspreisen kann die Politik hingegen auf einen Vertrauensvorschuss der Verbraucher setzen. Hier fühlen sich bislang 72 Prozent „sehr gut“ oder immerhin „eher gut“ geschützt.

Dennoch fordert der VZBV rasches Handeln – vor allem für Menschen mit niedrigen Einkommen. Kurzfristig sollte dafür eine Erhöhung des Wohngelds vorbereitet werden, „damit niemand in diesem Winter frieren muss“, sagte VZBV-Chef Klaus Müller am Donnerstag.

Zudem sollten Strom- und Gassperren ausgesetzt werden, die bei säumigen Zahlungen drohen. Auch die noch amtierende Bundesregierung sei „sehr wohl in der Lage, Dinge vorzubereiten“, die die künftige Regierung gleich nach der Wahl des neuen Bundeskanzlers beschließen könnte, sagte Müller.

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Zu den jüngsten Vorschlägen der EU-Kommission gegen hohe Energiepreise sagte der VZBV-Chef, in dem Papier stehe nichts Neues. Die Kommission mache nichts anderes, als den Ball zu den Nationalstaaten zurückzuspielen. In einem am Mittwoch vorgestellten „Werkzeugkasten“ für die EU-Länder schlägt die Kommission etwa direkte Zahlungen, Steuererleichterungen und Subventionen für kleine Firmen vor. Immerhin: Insgesamt sehen fast drei Viertel der Bürger (74 Prozent) ihre Verbraucherinteressen gut geschützt.

Das größte Vertrauen bei Verbraucherfragen genießen Freunde und Familie, Organisationen stehen an zweiter Stelle vor Rechtsanwälten. In Wirtschaft und Politik setzt hingegen nur eine Minderheit von 24 Prozent ihr Vertrauen.

An die neue Bundesregierung richten Verbraucher wohl auch deshalb schon klare Wünsche. Sie erhoffen sich insbesondere bessere Informationen zu Produkten und Dienstleistungen (79 Prozent) sowie strengere Verbraucherschutzvorgaben für die Hersteller und Anbieter (77 Prozent). Die zuletzt viel diskutierten Ladenöffnungen auch am Sonntag werden hingegen nur von zwölf Prozent der Befragten als wichtige Maßnahme erachtet.

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