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Du lieber Himmel - Jetzt auch Genderstern für Gott und Jesus

Um Gottes Willen?

Die Genderfrage hält Einzug in deutschen Gemeinden: Kirchen verwenden immer öfter den geschlechtsneutralen Genderstern – selbst bei Gott und Jesus!

Für großes Aufsehen sorgte erstmals die katholische Studierendenjugend (KSJ): Sie machte vor wenigen Wochen den überraschenden Vorstoß, Gott mit Gendersternchen, also „Gott*“, zu schreiben. Man wolle „weg von dem strafenden, alten, weißen Mann mit Bart hin zu einer Gottes*vielfalt,“ stellte die KSJ klar.

„Viele ältere Gemeindemitglieder fanden das nicht gut“, berichtet KSJ-Bundesleiter Ozan Ardicoglu auf BILD-Anfrage. Doch es gäbe auch viel Zustimmung – von jung UND alt. Man wolle sich für ein anderes Gottesbild stark machen und habe viele Zeichen ausprobiert. „Aber der Stern gilt als Zeichen für Vielfalt.“

Aber ist die Geschlechterfrage in einer Zeit rekordhoher Kirchenaustritte (mehr als eine halbe Million Menschen sind 2019 aus der Kirche ausgetreten) das dringendste Problem?

„Es ist nicht das Nötigste, was man machen kann“, so Ardicoglu, „aber die Kirche soll sich weiter öffnen. Dazu braucht es ein offenes Gottesbild.“

Jetzt ziehen erste Gemeinden nach, gehen sogar einen Schritt weiter: Im Gemeindebrief der Evangelischen Kirchengemeinde Alt-Pankow (Berlin) wird das Geschlecht von Jesus infrage gestellt – von einem „Jesus* für alle“ ist die Rede.

Die Verfasserin des Beitrags, Pfarrerin Dr. Stefanie Sippel, erklärt in BILD: „Nach dem, was in der Bibel steht, können wir davon ausgehen, dass Gott eine Verbindung zu allen Menschen aufnehmen möchte. Durch die Menschwerdung in Jesus sollen sie sich Gott zuwenden können.“

Die Zuschreibung eines Geschlechts könne laut Sippel aber eine Distanz aufbauen. „Deshalb kann Jesus sich nicht zu sehr auf eine sexuelle Identität festgelegt haben.“

Die Kirchengemeinde Alt-Pankow ist Teil der Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO). EKBO sorgt unter anderem für Bildungsangebote für Gemeinden und Schulen. Mit im Angebot: Materialien für „Geschlechter*gerechten Gottesdienst“.

In der Politik sind nicht alle überzeugt von der geschlechtergerechten Sprache.

Hermann Gröhe, (59, CDU) Kirchenbeauftragter der Union, zu BILD: „In einer Zeit, in der uns allen Halt gut tut, rate ich uns, lieber dem ,Stern von Bethlehem’ zu folgen. Gottes MENSCH-Werdung ist seine radikale Zuwendung zu Menschen jeden Geschlechts.“

Eine Abfuhr fürs Gendersternchen kommt auch von Seiten der CSU.

„Manchen Entscheidern in der evangelischen Kirche ist offenbar nichts zu peinlich“, so CSU-Geschäftsführer Stefan Müller (45) zu BILD. „Hier wird linke Gender-Ideologie zum Gender-Gaga. Von der evangelischen Kirche erwarte ich eigentlich, dass sie sich das Geschlecht des Christuskindes nicht ausdenkt, sondern sich an die Bibel hält, dort steht Maria ,gebar ihren ersten Sohn‘.“

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