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Einschlagsort noch unbekannt: Chinesische Rakete kommt in der Nacht runter

Einschlagsort noch unbekannt Chinesische Rakete kommt in der Nacht runter

In der Nacht zum Sonntag wird die außer Kontrolle geratene Rakete "Langer Marsch 5B" in die Erdatmosphäre eintreten - darin sind sich Experten sicher. Doch wo ihre Trümmer landen werden, ist noch unklar. Ein Einschlag in besiedeltem Gebiet ist laut ESA unwahrscheinlich - aber nicht ausgeschlossen.

Die Trümmer der bisher größten Weltraumrakete Chinas werden nach Berechnungen von Organisationen aus Europa und den USA am frühen Sonntagmorgen europäischer Zeit zur Erde stürzen. Die Überwachungsstelle der Europäischen Weltraumorganisation ESA erklärte, die Gefahr eines Einschlags auf besiedeltem Gebiet sei zwar gering, aber nicht ausgeschlossen. Als sicher gilt Experten zufolge lediglich, dass die Trümmer auf einer Bahn niedergehen könnten, deren Breite sowohl Südeuropa und die USA als auch Chile und Neuseeland berührt.

China hatte sich zuletzt bemüht, die weltweite Sorge vor Schäden in besiedeltem Gebiet zu zerstreuen. Ein Großteil der Trümmer werde in der Atmosphäre verglühen, hatte das chinesische Außenministerium zuletzt erklärt und Kritik etwa aus den USA zurückgewiesen, China nehme mit seiner Konstruktion ein solches Risiko leichtfertig in Kauf.

China hatte die unbemannte Rakete namens "Langer Marsch 5B" am 29. April im Rahmen seiner Weltraumaktivitäten gestartet. Ende April hatte die Raktete das erste Modul einer neuen chinesischen Raumstation ins All gebracht. Anschließend begann der Hauptteil der Rakete die Erde in einer unregelmäßigen Flugbahn zu umkreisen und verliert seitdem unkontrolliert an Höhe.

Nach Berechnungen der ESA-Überwachungsstelle EU Space Surveillance and Tracking (EU SST) dürften die Trümmer in einem Zeitfenster von 190 Minuten vor oder nach 4.11 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) in die Atmosphäre eintreten. Das Center for Orbital Reentry and Debris Studies (CORDS) aus den USA hingegen rechnet mit diesem Ereignis in einem Zeitraum von vier Stunden vor oder nach 5.22 Uhr MESZ. Die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos hingegen rechnet nach eigenen Angaben gegen 1.30 Uhr MESZ mit einem Eintritt in die Atmosphäre über der Timorsee südlich von Indonesien.

Absturzstelle schwer vorherzusagen

Eine exakte Absturzstelle ist laut Experten schwer vorherzusagen. Weil etwa 70 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind, ist eine Landung im Meer am wahrscheinlichsten. Ein Absturz in bewohntem Gebiet oder auf ein Schiff ist jedoch nicht ausgeschlossen. Den chinesischen Behörden zufolge besteht nur ein "extrem geringes" Risiko von Schäden auf der Erde, da die Mehrheit der Komponenten beim Wiedereintritt in die Atmosphäre verbrenne oder zerstört werde.

Jonathan McDowell, Astrophysiker am Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics, zufolge besteht nicht "allzu viel" Anlass zur Sorge. Allerdings müsse China das Design der Rakete überarbeiten, um weitere Vorfälle dieser Art zu vermeiden: "Eine Tonne Metallsplitter, die mit hunderten Stundenkilometern auf die Erde zufliegen, ist keine gute Praxis."

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