Vor 40 Jahren haben SPD und FDP zuletzt in Berlin zusammen am Senatstisch gesessen. Während sie im Bund gerade gemeinsam mit den Grünen an einer Koalition basteln, wird es in der Hauptstadt wieder nichts. Das gefällt den Liberalen nicht.

„Die SPD hat mit der Entscheidung für ein rot-rot-grünes Weiter-so nicht nur die Grundlage ihres Wahlkampfes verraten, sie hat damit auch die Chancen für einen wirklichen Neustart der Senatspolitik verspielt“, kritisiert FDP-Chef Christoph Meyer (46).

Seine Kritik an …

… Giffey: „Sie muss sich die Frage gefallen lassen, wer in ihrer Koalition jetzt eigentlich das Sagen hat: Die eigentliche Wahlgewinnerin SPD scheint es nicht zu sein. Auch Giffey selbst hat im Wahlkampf offenbar als Vertreterin ohne Vertretungsmacht gehandelt. In Anbetracht dieser Tatsache erscheint der versprochene Wandel, den sie vor der Wahl suggeriert hat, nun als leere Worthülse.“

… Linke: „Mit den Linken an Bord wird diese Linkskoalition die Stadt weiter spalten und mit Konzepten der Vergangenheit unseren Wirtschaftsstandort schwächen.“

… Grünen: „Dass die Grünen auf eine unsägliche Art und Weise alles daran gesetzt haben, ein Linksbündnis zu erzwingen, ist Ausweis ihrer Politik, die nur auf Ideologie setzt, statt auf pragmatische und nachhaltige Lösungsfindung.“