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Fragen und Antworten: Was Kleinanleger und Aktionäre zum Börsen-Hochflug wissen sollten

Viele Kleinanleger schauen derzeit mit zwiespältigen Gefühlen auf ihr Aktiendepot. Einerseits können sie sich freuen, denn die Märkte melden fast mehrmals wöchentlich neue Rekordstände. Es scheint kein Halten zu geben. Gleichzeitig kommen vielen Sparern auch Zweifel, wie lange das noch so weitergeht. Nach dem Aufstieg kommt der Fall. Aber wie weit sind wir davon entfernt? Fondsmanager und Vermögensverwalter wie etwa Bert Flossbach haben dazu eine ziemlich eindeutige Meinung.

Wird der Dax nun fallen?

Harte Prognosen wagt niemand, das wäre unseriös. Aber natürlich ist jedes Börsenhoch einmal zu Ende. „Es kann durchaus kurzfristig Rückschläge im Dax von fünf bis zehn Prozent geben. Das kann sehr schnell kommen. Wir prognostizieren für den Herbst einen niedrigeren Dax-Stand als heute“, sagt Joachim Kater, Chefvolkswirt der Fondsgesellschaft Deka. Das habe auch damit zu tun, dass im Herbst die Inflation und damit auch die Zinsen vorübergehend steigen könnten. „Das ist aber nur die Perspektive auf drei bis sechs Monate“, sagt Kater.

Wo steht der Dax mittelfristig?

„Ich würde davon ausgehen, dass der Dax in fünf, erst recht in zehn Jahren, deutlich höher notiert als heute. Allein schon wegen seiner Konstruktion: Denn als Performance-Index fließen die Dividenden in die Indexberechnung ein. Nur durch Dividenden erreichen viele Aktien seit Jahren eine bessere Rendite als Staatsanleihen“, sagt Bert Flossbach, Mitgründer des Vermögensverwalters Flossbach von Storch im Gespräch. Sein Kollege Kater ist noch optimistischer. „In zwölf Monaten dürfte der Dax schon wieder über dem heutigen Niveau liegen. Wir jedenfalls stehen eher in den Startlöchern, um bei einem kurzfristigen Rückgang günstig nachkaufen zu können“, sagt der Deka-Chefvolkswirt.

Was sollten Anleger tun?

„Wer sein Aktienvermögen kurzfristig braucht, der sollte sicher jetzt verkaufen“, sagte Kater. Das gelte aber auch in anderen Börsenzeiten wegen der hohen Schwankungen an den Märkten. „Wenn man es aber, so wie wir es empfehlen, als langfristigen Vermögensbaustein sieht, der sollte seine Aktien oder Fonds behalten“, so der Volkswirt weiter. „Wer langfristig die Kaufkraft seines Ersparten erhalten will, kommt nicht um Aktien herum, sei es direkt, in aktiv gemanagte Fonds oder in ETFs. Wichtig dabei ist, auf die Qualität der Unternehmen zu schauen, deren Aktien sie kaufen, auf das Geschäftsmodell. Sind sie etwa in der Lage, steigenden Preise weiterzugeben, ohne dass ihre Umsätze darunter leiden?“, meint Flossbach

Was sind Anlage-Alternativen?

Angesichts der niedrigen Zinsen sind es weder Sparbuch noch Rentenpapiere, sondern Vermögenswerte. „Darüber hinaus eignet sich Gold als langfristiger Inflationsschutz und ist als Beimischung sicher eine Alternative“, sagt Bert Flossbach. Selbst Immobilien, die gerade einen Boom erleben, sieht Flossbach für Kleinanleger kritisch. „Vermietete Immobilien für Privatleute kann ich als Geldanlage nicht empfehlen. Wer nur ein oder zwei Wohnungen besitzt, hat ein sehr großes Klumpenrisiko. Entpuppt sich einer der beiden Mieter als Mietnomade, ist die Rendite über Jahre negativ“, sagt Bert Flossbach.

Steigen die Zinsen nun?

Dass die Zinsen deutlich steigen werden, sei wenig wahrscheinlich. „Andernfalls wären die gewaltigen Schuldenberge weltweit nicht mehr zu bezahlen. Die Zinsen müssen also vergleichsweise tief bleiben, selbst wenn die Inflationsraten deutlicher zulegen“, sagt Flossbach. Der Spielraum der Notenbanken, den Zins zu heben, sei begrenzt.

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