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Geldanlage mit Mehrwert: Die besten nachhaltigen Robo-Advisor

Geldanlage mit Mehrwert Die besten nachhaltigen Robo-Advisor

Robo-Advisor treffen vollautomatisierte Anlageentscheidungen, speziell zugeschnitten auf die Risikobereitschaft und Anlageziele der Kunden. Zudem können sie dabei auch Umwelt- und soziale Aspekte berücksichtigen. Doch welcher Anbieter hat beste Leistungen zum günstigsten Preis?

Wie sichere ich mein Geld gegen Inflation und Negativzinsen? Kann ich mein Erspartes in nachhaltige Projekte investieren und dennoch hohe Renditen erzielen? Für viele private Sparer geht es beim Thema Geldanlage inzwischen um mehr als die reine Mehrung des Vermögens. In Zeiten, in denen Inflation, Corona-Pandemie und der Klimawandel die Welt in Atem halten, spielen auch Nachhaltigkeitsaspekte eine immer größere Rolle.

Zudem beeinflusst die Digitalisierung das Sparverhalten. Immer mehr Deutsche gehen dazu über, ihr Geld einem sogenannten Robo-Advisor anzuvertrauen. Der Begriff bezeichnet eine Software, die eigenständig entscheidet, welche Aktien oder Fonds für den jeweiligen Kunden erworben werden - abgestimmt auf dessen Anlageziele und Risikoprofil.

Doch auch das Ziel, das eigene Geld für die gute Sache arbeiten zu lassen, gewinnt offenbar an Bedeutung. So wurden laut einer Studie des Forums Nachhaltige Geldanlagen (FNG) 2019 rund 63 Milliarden Euro in nachhaltigen Fonds verwaltet - rund ein Viertel mehr als im Jahr zuvor.

Entscheidend sind neben den Faktoren Umwelt und Klimawandel auch soziale Fragen und eine gute Unternehmensführung. Diese Komponenten, die im Fachjargon mit dem Kürzel ESG (Environmental Social Governance) beschrieben werden, beeinflussen dementsprechend auch die Investitionsentscheidungen der Robo-Advisor. Doch wo finden nachhaltig ausgerichtete Anleger das beste Angebot zum besten Preis?

Nachhaltige Geldanlage muss nicht teuer sein

Die FMH-Finanzberatung hat für ntv die Leistungen und Preise von 16 Anbietern analysiert. Besonderes Augenmerk legten die Frankfurter Experten neben dem Thema Nachhaltigkeit auf die anfallenden Kosten. Zudem unterscheiden sie zwischen aktiven und passiven Angeboten. Bei ersteren wird regelmäßig überprüft, ob die Verteilung der Aktien dem Börsengeschehen entspricht. Bei letzteren kommt es nur sporadisch, mindestens aber einmal im Jahr zu einem solchen Rebalancing.

Weiterer Unterschied: Aktive Robos handeln, neben ETFs auch mit aktiven Fonds. Passive Robos hingegen setzen fast ausschließlich auf passive ETFs. Für Beate Balke von der FMH-Finanzberatung eignen sie sich daher eher für vorsichtigere Anleger. "Wer ein etwas höheres Risiko nicht scheut, ist meist mit aktiven Robos besser bedient", so die Expertin.

Die meisten Anbieter sind "gut" oder "sehr gut"

Doch wie schneiden die 16 Robos im Test tatsächlich ab? "Die Ergebnisse sind erfreulich", kommentiert Balke. Das Gros der überprüften Anbieter erhielt die Note "gut" oder "sehr gut". Den Spitzenplatz im Preis-Leistungsvergleich belegen: Smavesto, VisualVest und bevestor bei den aktiven Robo-Advisor und bei den passiven Angeboten sind es: Peaks, quirion und growny.

Einen Wermutstropfen gibt es aber doch: Einsteiger oder Sparer mit etwas kleinerem Geldbeutel könnten zum Teil Probleme mit der recht hohen Mindestanlage von 1000 Euro und mehr bei einigen Anbietern haben. Eine gute Alternative für diese Zielgruppe ist das ebenfalls mit "sehr gut" bewertete Angebot von Peaks B.V. "Hier können Sparer ab einer Mindesteinlage von einem Euro so viel (oder wenig) einzahlen, wie sie wollen", so Balke.