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Hilfen für gebeutelte Branchen: Großbritannien macht das Bier billiger

Hilfen für gebeutelte Branchen Großbritannien macht das Bier billiger

Im britischen Nachtleben könnte es bald um einiges billiger sein: Um die gebeutelten Pubs und Restaurants zu stützen, werden die Abgaben auf Bier und andere alkoholische Getränke gesenkt. Gleiches gilt für Steuern auf innerbritische Flüge. Das Klima soll darunter nicht leiden.

Gute Nachrichten für Pub-Besucher und Biertrinker in Großbritannien: Die Regierung senkt die Steuern auf Fassbier, Cider und Schaumweine. Damit will Finanzminister Rishi Sunak die Gastrobranche nach der Corona-Pandemie neu beleben, wie er im Parlament in London ankündigte. Der Durchschnittspreis für ein Pint Bier sinke um drei Pence.

Eine geplante Steuererhöhung für Bier, Whisky, Wein und Cider wurde zudem gestoppt. Dies entspreche einer Steuersenkung von drei Milliarden Pfund (3,55 Milliarden Euro), sagte Sunak bei der Vorstellung des Haushalts. Hingegen soll die Steuer auf Getränke mit mehr Alkoholgehalt steigen. Die Branche begrüßte die Ankündigung. Sie beschwert sich regelmäßig darüber, dass die Alkoholsteuer in Großbritannien deutlich höher sei als in vielen anderen Ländern.

Weniger Abgaben bei innerbritischen Flügen

Die Gastronomie ist nicht die einzige Branche, die sich auf mehr Unterstützung freuen darf. Um die heimische Wirtschaft anzukurbeln, senkt die britische Regierung auch die Abgaben für innerbritische Flüge. "Derzeit zahlen die Menschen mehr für Hin- und Rückflüge zwischen den vier Landesteilen als für Heimflüge aus dem Ausland", sagte Finanzminister Sunak.

Wenige Tage vor Beginn der Klimakonferenz COP26 in Glasgow kündigte er an, von April 2023 an die Passagierabgabe für diese Verbindungen zu reduzieren. Zugleich sollen die Kosten für sehr weite Fernflüge ab 5500 Meilen (8850 Kilometer) steigen. "Weniger als fünf Prozent der Passagiere werden weniger zahlen, aber diejenigen, die am weitesten fliegen, werden mehr zahlen", sagte Sunak im Parlament. Der Minister sagte, die Regierung trage damit zur Reduzierung der Emissionen bei.

"Die meisten Emissionen stammen aus internationalen und nicht aus innerbritischen Flügen", behauptete Sunak. Von der Änderung sollen neun Millionen Passagiere sowie die Regionalflughäfen profitieren. Das Vorhaben gilt auch als Versuch, die Bande zwischen den einzelnen Landesteilen des Vereinigten Königreichs zu stärken. Vor allem in Schottland wurden seit dem Brexit die Rufe nach einer Loslösung von London wieder lauter. Die Opposition kritisierte die Ankündigung. "Wenigstens die Champagner schlürfenden Banker auf Kurzstreckenflügen werden diesen Haushalt bejubeln", sagte die Finanzexpertin der Labour-Partei, Rachel Reeves.