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Hochrechnung zu Volksabstimmung: Mehrheit in der Schweiz sagt Ja zu 3G-Regel

Stimmzettel für die Schweizer Volksabstimmung zum Covid-Gesetz.

Referendum gegen Corona-Regel

Hochrechnung zu Volksabstimmung: Mehrheit in der Schweiz sagt Ja zu 3G-Regel

Die Schweizerinnen und Schweizer stimmen an diesem Sonntag über das Covid-Gesetz der Regierung ab – sie tun es in einer aufgeheizten politischen Atmosphäre.

Bern - Schlappe für die Gegner der Corona-Maßnahmen in der Schweiz: Bei der Volksabstimmung über das Covid-Zertifikat des Landes sprachen sich nach einer ersten Hochrechnung 63 Prozent der Abstimmenden für den 3G-Nachweis aus. Das berichtete der öffentlich-rechtliche Sender SRF am Sonntag. Der 3G-Nachweis muss in der Schweiz in der Gastronomie, bei Veranstaltungen und in Freizeiteinrichtungen vorgezeigt werden.

Die rechtskonservative SVP hatte gemeinsam mit mehreren anderen Gruppierungen das Referendum gegen den Covid-Pass unterstützt. Sie halten es für unangemessen, ein Zertifikat als Eintrittskarte zu verlangen. Dies spalte das Land und führe zu einem indirekten Impfzwang.

Corona-Referendum in der Schweiz: Regierung warnte vor neuem Lockdown

Die Regierung hatte hingegen erfolgreich argumentiert, dass ohne solch einen Nachweis über Impfung, Genesung oder negativen Corona-Test Großveranstaltungen verboten werden müssten und es wieder zu landesweiten coronabedingten Schließungen kommen werde.

Obwohl laut Umfragen eine Mehrheit von zwei Dritteln der Bevölkerung hinter dem Covid-19-Gesetz steht, befürchten Beobachter eine Zunahme der Spannungen um die Corona-Politik der Regierung. Politiker in dem Alpenstaat sind nach Polizeiangaben mit einem nie dagewesenen Ausmaß an Drohungen konfrontiert. Zuletzt erhöhte die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen für mehrere Betroffene, darunter Gesundheitsminister Alain Berset. Landesweit hatten Kritiker in den vergangenen Wochen immer wieder gegen Corona-Beschränkungen protestiert, manche Demonstrationen schlugen in Gewalt um.

Volksabstimmung zu Pflegesektor in der Schweiz: Mehrheit für Reformen

Bei einem weiteren Referendum sprachen sich laut Hochrechnung 61 Prozent für Reformen im Pflegesektor aus, um diese Berufe attraktiver zu machen und die Versorgung der alternden Bevölkerung sicherzustellen. Die Initiatoren - darunter Berufsverbände und linke Parteien - verlangten unter anderem mehr Lohn, bessere Arbeitsbedingungen sowie mehr Geld für die Aus- und Weiterbildung.

Bei einer dritten Abstimmung zur Bestellung von Bundesrichtern deuteten die Hochrechnungen auf eine klare Ablehnung hin. In dem Votum ging es darum, ob die Rechtssprecher künftig von unabhängigen Experten und mittels Losentscheid statt vom Parlament gewählt werden sollten. (dpa/AFP/frs)