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Inflation steigt im Oktober auf voraussichtlich 4,5 Prozent

Teure Energie treibt die deutsche Inflationsrate auf den höchsten Stand seit 28 Jahren. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Oktober – verglichen mit dem Vorjahr – um durchschnittlich 4,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Ökonomen hatten einen Wert von 4,4 Prozent erwartet. Ein höheres Niveau gab es zuletzt im August 1993, als die vom Wiedervereinigungsboom angefachte Inflationsrate sogar auf 4,6 Prozent kletterte. Im September 2021 lag die Rate noch bei 4,1 Prozent, im August bei 3,9 Prozent. Experten erwarten, dass die Teuerung bis Jahresende noch auf rund fünf Prozent steigen könnte.

Größter Preistreiber war erneut die Energie: Sie kostete im Oktober 18,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nahrungsmittel verteuerten sich um 4,4 Prozent, Dienstleistungen um 2,4 Prozent, darunter Wohnungsmieten um 1,4 Prozent.

Grund für die Entwicklung sind bestimmte statistische Sondereffekte rund um die vorübergehende Mehrwertsteuersenkung im Corona-Jahr 2020. Für Preisdruck sorgen zudem die weltweit steigenden Preise für Energie und bestimmte Rohstoffe sowie Vorprodukte der Industrie.