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Menschenverachtender geht es nicht: Hansa bekommt seine extremen Fans nicht in den Griff

Hansa-Fans haben jede Menge auf dem Kerbholz. Sie haben bei Fahrten zu Auswärtsspielen schon etliche Züge zerstört. Ja sogar einen Bahnhof haben sie vor Jahren zertrümmert, genauso wie das eine oder andere Nasenbein gegnerischer Fans. Die Auseinandersetzungen mit der Polizei bei jedem Risikospiel gehören fast schon zum Alltag.

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Doch der Spruch auf einem Banner, das die „Fans” jetzt in der Öffentlichkeit präsentierten, schlägt dem Fass den Boden aus. „Einer weniger. ACAB!”, so der Spruch auf dem Poster, mit dem ein junger Polizist aus Hamburg, der bei einer Übung in MV gestorben ist, geschmäht wurde. Makaberer und Menschen verachtender geht es wirklich nicht. Man kann nur hoffen, dass die Angehörigen des Polizisten diese Entgleisung nicht mitbekommen haben.

Verein distanziert sich wie immer

Die Welle der Empörung hat prompt wieder eingesetzt: Der Innenminister von MV hat sich zu Wort gemeldet. Der Verein distanziert sich. Wie immer bei solchen Vorfällen. Man braucht gar nicht lange im Archiv zu graben, um fündig zu werden. Ausgerechnet nach dem Anschlag von Hanau im Februar 2020 zeigten Hansa-„Fans” im Heimspiel gegen Ingolstadt ein Banner mit der Aufschrift: „Tod und Hass der Polizei“. Auch damals zeigte sich Hansa Vorstandsvorsitzender Robert Marien erschüttert – natürlich.

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Er sprach von „irgendwelchen Dummköpfen”, was fast schon verharmlosend klingt. So ein Transparent müsse raus, „das geht überhaupt nicht”, meinte der Hansa-Boss. Wie der vergangene Samstag zeigte, geht es bei Hansa eben aber doch immer wieder weiter mit den Hass-Botschaften gegen die Polizei. Warum können die Einlasser nicht verhindern, dass solche Banner ins Stadion gelangen? Warum bekommen solche Menschen-Hasser kein langes Stadionverbot? Was tun eigentlich die Anhänger, die drumherum stehen und so etwas zulassen?

Menschen, die trotz allem mit Hansa sympathisieren, sprechen gerne von Einzelfällen. Das mag sein. Offensichtlich ist aber niemand willens und in der Lage, diese Chaoten für immer auszubremsen. Sie werden damit weiter dem Ruf des Vereins, der Stadt Rostock und Mecklenburg-Vorpommerns schaden.