In Neukölln wollte die Polizei einen Raser stoppen. Der gab jedoch Gas und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei quer durch den Bezirk.

Am Dienstagabend fiel der Polizei ein Mercedes auf, der mit 129 km/h anstatt der erlaubten 80 km/h über die A113 raste und schließlich an der Grenzallee die Autobahn verließ. An der Buschkrugallee sprach einer der Beamten die zwei Männer, Fahrer und Beifahrer, bei geöffnetem Fenster an und forderte sie auf, nach dem Abbiegen am rechten Fahrbahnrand zu halten.

Dem kam der Fahrzeugführer zunächst nach, beschleunigte dann aber doch und lenkte den Mercedes in die Juliusstraße. Mit Blaulicht und Martinshorn folgten sie dem rasanten Pkw über mehrere Straßen hinweg.

Von der Rungiusstraße kommend, bog der Flüchtende schließlich in die dortige Kleingartenanlage ab. Beide Insassen sprangen aus dem Fahrzeug und rannten davon. Der Mercedes rollte noch einige Meter weiter, kam am Eingangstor der Kolonie, in einer Hecke, zum Stehen und wurde anschließend gesichert.

Während der Fluchtfahrt hatten die beiden Männer noch eine Tüte aus dem Fahrzeugfenster geworfen. In ihr befanden sich mehrere nicht munitionierte PTB-Waffen. Die Ermittlungen dauern an.