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Mit 91 Jahren: Milliardär August von Finck ist tot

Mit 91 Jahren Milliardär August von Finck ist tot

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August von Finck und Gattin vor einem Jahrzehnt bei einer Theatereröffnung.

(Foto: imago/Weißfuß)

Er war eine schillernde Figur: Chef einer Privatbank und Besitzer eines Milliarden-Vermögens. Eine Steuer wurde höhnisch nach einer seiner Unternehmensbeteiligungen benannt. Zuletzt wurde ihm eine Nähe zur AfD nachgesagt. Nun ist August von Finck hochbetagt gestorben.

Der Unternehmer August von Finck ist Medienberichten zufolge gestorben. Er wurde demnach 91 Jahre alt. Der Milliardär sei bereits vor gut einer Woche nach kurzer schwerer Krankheit in London verstorben, berichtet etwa der "Münchener Merkur".

Finck führte über Jahre das in Familienbesitz befindliche Münchener Bankhaus Merck Finck & Co. Nachdem er diese sowie eine Beteiligung an einer Brauerei verkauft hatte, wurde er Hauptaktionär der Schweizer Restaurant- und Hotelgruppe Mövenpick. Unter anderem gründete er den Degussa Goldhandel, der zeitweise die Finanzbasis der AfD zu stärken half.

In die Schlagzeilen geriet Finck als Parteispender. So bedachte er mit hohen Beträgen FDP und CSU. Wenig später senkte die schwarz-gelbe Koalition im Zuge des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes (2009) die Mehrwertsteuer auf Hotelübernachtungen, was als "Mövenpick-Steuer" bekannt wurde. Später engagierte sich Finck dem "Spiegel" zufolge erneut für die AfD, indem er indirekt an der Konzeption eine parteinahen Wahlkampfzeitung mitgewirkt hatte.

Im März dieses Jahres war bekannt geworden, dass Finck dem CSU-Politiker und Rechtsanwalt Peter Gauweiler während dessen Zeit als Bundestagsabgeordneter rund elf Millionen Euro für Beratertätigkeiten gezahlt hatte. Laut "Süddeutscher Zeitung" stellte der Politiker sieben Jahre lang regelmäßig Rechnungen an Finck. Unter anderem brachte sich Finck bei Gauweilers Klage gegen die Rettungsschirme für Griechenland und den Euro vor dem Bundesverfassungsgericht ein.

Finck lebte in der Schweiz.

Quelle: ntv.de, jwu

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