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Nach Anruf von Olaf Scholz: Klimaaktivist beendet seinen Hungerstreik - Reaktionen der Wähler gespalten

Nach einem Anruf von Olaf Scholz isst und trinkt Klimaaktivist Henning Jeschke wieder. Am Samstag hatte er auf einer Pressekonferenz gefordert, dass SPD-Kanzlerkandidat Scholz den Klimanotstand ausruft.

Klimaaktivist Henning Jeschke hat seinen trockenen Hungerstreik beendet. Olaf Scholz zeigt sich auf Twitter erleichtert - einen Tag vor der Wahl fallen die Reaktionen gemischt aus.

Berlin - „Gerade klingelte es und Olaf Scholz war dran“, schreibt der Klimaaktivist Henning Jeschke auf Twitter, am Abend vor der Bundestagswahl. „Er sagt einem öffentlichem Gespräch innerhalb der nächsten vier Wochen über den Klimanotstand zu.“ Damit will der 21-Jährige beginnen, wieder Flüssigkeit und Nahrung zu sich zu nehmen: „Nach 27 Tagen Hungerstreik und 7 Stunden ohne Wasser- am Ende meiner Kräfte - beende ich jetzt den Hungerstreik.“ Und er ergänzt: „Widerstand wirkt.“

Gemeinsam mit fünf anderen Klimaaktivisten hatte Jeschke Ende August begonnen, vor dem Berliner Reichstagsgebäude zu campen und die Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (Grüne) und die beiden Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (SPD) und Armin Laschet (CDU) zu einem öffentlichen Gespräch über Maßnahmen gegen den Klimawandel zu drängen. Alle drei Spitzenkandidaten hatten dem jedoch nicht zugestimmt - Annalena Baerbock hatte nach Medienberichten bei den Aktivisten und Aktivistinnen angerufen.

Vor der Bundestagswahl am Sonntag haben die Kanzlerkandidatin und die Kanzlerkandidaten ihre Punkte nochmals verdeutlicht.

Hungerstreik vor der Bundestagswahl: Henning Jeschke war bereits zwei Mal im Krankenhaus

Der bis zuletzt hungerstreikende Jeschke war es, der schon zwei Mal zu ärztlichen Behandlungen in ein Krankenhaus gebracht wurde, danach aber immer weiter gemacht hatte. Die meisten seiner Mitstreiter hatten ihren Hungerstreik bereits beendet.

Zuletzt hatte Jeschke seine Forderung umformuliert: Nach Ablauf eines Ultimatums an die Kanzlerkandidatin und die beiden Kanzlerkandidaten hatte er lediglich Olaf Scholz (SPD) dazu aufgefordert, den Klimanotstand auszurufen. Dieser reagierte auf Twitter nun auf das Ende des Hungerstreiks: „Ich bin froh, dass die Streikenden abbrechen und wieder trinken und essen. Das Leben geht vor. Ich stehe zu meinem Gesprächsangebot nach der Wahl, daran werde ich mich halten.“

Olaf Scholz (SPD) bekommt einen Tag vor der Bundestagswahl gemischte Reaktionen auf Twitter

„Ich bin sprachlos! Jetzt erholt euch gut“, schreibt eine Userin auf Twitter an die beiden Klimaaktivisten gerichtet. Jeschke und seine Unterstützerin bekommen überwiegend Lob für ihr Durchhaltevermögen, aber auch Sorgen um ihre Gesundheit zu hören. Gleichzeitig werden auch Stimmen laut, die den Klimaaktivisten vorwerfen, die falschen Mittel für ihre Sache gewählt zu haben.

Ebenso gemischt fallen die Reaktionen auf den Anruf von Olaf Scholz aus: „Wenn Sie sich als Bundeskanzler auch so leicht erpressen lassen, dann Gute Nacht.....Da war Helmut Schmidt aus einem anderen Holz geschnitzt“, schreibt eine Userin mit Anspielung auf das Geiseldrama, das Altkanzler Schmidt während seiner Legislaturperiode zu bewältigen hatte. Ein User weist allerdings daraufhin, dass die ursprünglichen Bedingungen der Aktivisten nicht erfüllt wurden: „Kein Kanzlerkandidat ist auf die Forderungen der Streikenden eingegangen und ist zu Gesprächen nur unter eigenen Bedingungen bereit: nach der Bundestagswahl, einzeln und nicht öffentlich. Erpressen funktioniert anders.“ (kat)

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