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Rewe mit Supermarkt-Revolution: „Hybrides Einkaufen“ ohne Gang zur Kasse

Rewe bringt in Köln ein neues Konzept an den Start. (Symbolbild)

Rewe eröffnet die erste „Pick & Go“-Filiale. Kunden können dort per App einkaufen – und wieder gehen, ohne an der Kasse zu zahlen.

Kassel/Köln – Viele Supermärkte in Deutschland versuchen, das Einkaufserlebnis mit neuen Konzepten weiterzuentwickeln. Denn gerade lange Schlangen sorgen bei Kunden oftmals für Frust und können den Betrieb in einem Markt ganz schön durcheinander bringen.

Der Supermarkt-Gigant Rewe hat nun eine Filiale eröffnet, in der Kassen überflüssig sind. Sie ähnelt den „Amazon Go“-Märkten, die in den USA immer beliebter werden.

Rewe: Neuer Supermarkt mit System „Pick & Go“

In Köln ist das neue Konzept „Pick & Go“ von Rewe an den Start gegangen. Hier sollen Kunden einkaufen können, ohne an der Kasse zu bezahlen. Egal ob Brot, Früchte, Wein oder Shampoo: Die Filiale in der Zeppelinstraße in der Innenstadt bietet die gleichen Waren an wie jeder gewöhnliche Rewe City-Markt. Anders ist nur, dass die Kunden dem Gang an die Kasse mit einer App entgehen können.

Am Eingang scannen die Kunden den QR-Code auf ihrer App. Schon öffnet sich eine Schranke und man kann den Einkauf im Rewe-Markt beginnen. Mehr als 200 Kameras und zahlreiche Gewichtssensoren sollen für den reibungslosen Ablauf des Konzepts sorgen. Mittels der modernen Technologie des Unternehmens Trigo wird der Einkauf dem entsprechenden QR-Code, also dem Kunden, zugeordnet. Man nimmt sich also ein Produkt aus dem Regal, legt es in den Korb oder packt es ein – und die Technik erledigt den Rest.

In Sachen Datenschutz soll das Konzept bedenkenlos sein. „Das System weiß zu jedem Zeitpunkt, wo sich Kunden im Markt befinden, aber nicht, wer die Kunden sind“, so Anika Vooes, Projektleiterin von „Pick & Go“. Die Technologie zeichne keine Gesichter, sondern eher Körpermerkmale auf.

Rewe: Einkaufen im Supermarkt per App – und ohne Kasse

An die Kasse müssen die Kunden mit ihrem Einkauf nicht mehr. Sie können den Markt sofort verlassen und erhalten den Beleg auf das Smartphone. Der Betrag wird in der App abgebucht. Die Bezahlung funktioniert aktuell nur mit Kreditkarten von Visa und Mastercard. Weitere Systeme wie Paypal sollen folgen. Die Technologie soll sogar erkennen können, ob man alleine oder mit mehreren Personen als Familie oder Gruppe einkaufen geht. Dafür müsse man nur gemeinsam durch die Schranke gehen, erklärt Vooes. Wer wie gewohnt an die Kasse gehen und seinen Einkauf dort bezahlen möchte, kann das ebenfalls tun. Rewe spricht dabei von „hybridem Einkaufen“.

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Mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Rewe haben das Konzept seit Mai testen können. Nun steht „Pick & Go“ auch echten Kunden zur Verfügung. Über 300 Leute hätten die nötige App schon heruntergeladen. Ganz ohne Personal kommt der Rewe-Markt allerdings nicht aus. Wie in Supermärkten derselben Größenordnung seien dort dreizehn Mitarbeiter beschäftigt. Ob oder wann Rewe weitere „Pick & Go“-Filialen öffnet, teilte das Unternehmen nicht mit. (lrg)

Kürzlich hat auch der Discounter Aldi ein neues Konzept angekündigt, das ganz ähnlich funktionieren soll wie „Pick & Go“ von Rewe. Hinter dem System steckt auch dasselbe Technologie-Unternehmen. Zudem stellt Rewe einen beliebten Service ein.