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Schäden am Horchheimer Damm: Gutachter untersuchen die Anlage in Weilerswist

Bereits in den frühen Morgenstunden des Flutdonnerstags mussten viele Bewohnerinnen und Bewohner von Klein- und Großvernich ihre Häuser verlassen. Den anderen, die bis dahin trockenen Fußes und betroffen die Geschehnisse in ihrem Ort verfolgten, bleibt vor allem ein Moment in Erinnerung: Gegen 8 Uhr rannten Menschen und Feuerwehrleute in Richtung höher gelegener Felder am Dorfrand von Vernich und brüllten: „Der Deich bricht! Der Deich bricht!“

In der Rückschau wird klar: Der Deich am Hochwasserrückhaltebecken Horchheim ist nicht gebrochen, allerdings wurde er von den Wassermassen überflutet und in Folge dessen ist rückseitig ein großes Stück des Bauwerks herausgespült worden.

„Das ist rückschreitend von unten geschehen“, erklärt Erftverbandsvorstand Dr. Bernd Bucher. Bei einem solchen Ereignis, bei dem die Deichkrone überspült wird, entstünden Kreiselströmungen, die sich dann von unten in das Bauwerk hineinfressen. „Rückschreitende Erosion“ nennen das die Fachleute des Erftverbands, die die Erft und ihre Zuflüsse von der Quelle bis zur Mündung wasserwirtschaftlich betreuen.

Starkregen vom 14./15. Juli: Größenordnung eines 10 000-jährlichen Hochwassers

Normalerweise hat das Horchheimer Hochwasserrückhaltebecken mit dem Damm ein Durchlassbauwerk mit zwei Rinnen, über die Wasser kontrolliert abgeführt werden kann. Die Massen jedoch, die bedingt durch den außergewöhnlichen Starkregen vor zwei Wochen über die Erft und ihre Nebenflüsse unablässig heranrauschten, waren für diese Form von Hochwasserschutz deutlich zu viel. An eine Regulierung der Abflussmenge war nicht mehr zu denken.

Konzipiert sei das Rückhaltebecken Horchheim für ein 100-jährliches Hochwasser, erklärt der Verbandschef. „Das Hochwasser vom 14./15. Juli ordnen wir jedoch in einer Größenordnung eines 10 000-jährlichen Hochwassers ein“, sagt Bernd Bucher. Für derart große Wassermengen sei die Anlage nicht gebaut worden.

Die entstandenen Schäden sind entsprechend groß. „Uns hat man gesagt, dass der Horchheimer Damm ein kompletter Sanierungsfall ist“, sagt Anne Horst, die Bürgermeisterin der Gemeinde Weilerswist. „Ob er repariert wird oder neu gebaut werden muss, darüber entscheidet der Erftverband.“

Langwierige Genehmigungsprozesse, um Bauwerk robuster zu machen

Der Verband schickt zurzeit seine Gutachter, die den Damm mit seinem Durchlassbauwerk komplett vermessen, um herauszufinden, ob sich an irgendeiner Stelle etwas bewegt hat. „Erst dann können wir überlegen, wie saniert wird“, so Bucher, der auch berichtet, dass das Hochwasserrückhaltebecken in Eicherscheid ebenfalls überflutet worden, jedoch intakt geblieben sei. Und das Hochwasserrückhaltebecken bei Friesheim, das baugleich zum Horchheimer sei, habe das Extrem-Ereignis ebenfalls schadlos überstanden.

Bucher weiter: „Es nutzt nichts, auf die Schnelle zu flicken.“ Noch sei nicht klar, wie sehr die Anlage zerstört worden sei. Es müsse auch überlegt werden, das Bauwerk robuster zu machen, sagt Bucher, verweist aber sogleich auf langwierige Planungs- und Genehmigungsprozesse.

Das wiederum sorgt die Anliegerinnen und Anlieger, schließlich könnte jederzeit wieder Starkregen einsetzen, der die Erft anschwellen ließe. „Das Sicherheitsgefühl der Bürger ist verständlicherweise beeinträchtigt“, so Bürgermeisterin Horst und beruhigt sogleich: „Selbst Gewitter- und Starkregen sind keine Gefahr. Sie werden nicht annähernd so viel Wasser bringen wie vor zwei Wochen, dass sich das Hochwasserrückhaltebecken bei Horchheim erneut derart füllen würde.“

Zur Sicherheit habe das THW aber auch mobile Hochwasserpegel an der Erft eingerichtet. „Sollte sich eine erneute Gefahrensituation aufbauen, würde die Bevölkerung sofort gewarnt werden“, versichert Horst.

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