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Spannungen mit Kanada: Huawei-Managerin Meng wieder auf freien Fuß

Die Finanzdirektorin Meng Wanzhou des chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei ist auf freiem Fuß: Die kanadische Richterin Heather Holmes beendete am Freitag bei einer kurzen Anhörung in Vancouver das Auslieferungsverfahren gegen Meng und ordnete die Aufhebung ihrer Haftauflagen an. Zuvor hatte Meng eine Einigung mit der US-Justiz erzielt, sie kann nun nach fast drei Jahren nach China zurückkehren.

Meng saß seit Ende 2018 in Kanada fest. Die US-Behörden wollen den Antrag auf Auslieferung in die USA nun zurückziehen. Das Verfahren soll zunächst auf Eis gelegt und später eingestellt werden, wenn sich Meng an die Konditionen der Vereinbarung hält, erklärten die Ankläger. Meng verpflichtete sich am Freitag unter anderem, nicht der Darstellung einzelner Sachverhalte durch die US-Seite zu widersprechen. Sie stehen in einer mehrseitigen „Fakten-Feststellung“, die zunächst nicht öffentlich wurde. Zuvor erklärte sich Meng vor Gericht abermals für unschuldig. Die Frist, für die das Verfahren ausgesetzt wird, läuft bis 1. Dezember 2022, hieß es bei der Verhandlung.

Die Huawei-Finanzchefin und Tochter des Unternehmensgründers Ren Zhengfei war im Dezember 2018 auf Betreiben der amerikanischen Behörden im kanadischen Vancouver festgenommen worden. Amerikas Regierung warf ihr unter anderem Umgehung der Sanktionen gegen Iran vor.