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TheatrHOH spielt Ladysitter vor ausverkaufter Wiese

Nicht vor ausverkauftem Haus, sondern vor ausverkaufter Wiese spielte die Theatergruppe "TheatrHOH" ihr Stück "Ladysitter" am Freitag. Die Theaterfreunde um den Vorsitzenden Benjamin Saal hatten hinter der August-Först-Turnhalle in Hofheim ihre Freilichtbühne aufgebaut und zeigten dort nach eineinhalb Jahren Corona-Pause ihr Schauspieltalent.

Das Wetter war ebenfalls bühnenreif und die Gäste hungerten danach, wieder einmal Live-Theater erleben zu können. Die Komödie "Ladysitter", ein Drei-Akter von Bernd Spehling, schien manchem Akteur auf den Leib geschrieben zu sein.

Zum Inhalt: der alte Archie, gespielt von Alexander Welz, ist wieder frei. Nach 13 Jahren Haft wegen Bankraubs wird er aus der Haft entlassen. Seine geliebte Blanche darf er jedoch erst am nächsten Tag in die Arme schließen. Deshalb ist seine erste Bleibe erst einmal das Haus seines Enkels Maximilian (gespielt von Benjamin Saal). Und das bedeutet: ein wohltuendes Bad und reichlich Entspannung in einer Wohnung, die ihm an seinem ersten Abend in Freiheit auch noch ganz alleine zur Verfügung steht – glaubt er zumindest.

Doch das ist ein Trugschluss. Denn schnell wird klar: in diesem Haus ist "Mann" mit seinem Hausgenossinnen nie allein. Klar wird auch: Maximilians flüchtige Anleitung zur Bändigung dieser ganz besonderen Ladys reicht nicht aus, ihn an diesem Abend auch nur annähernd zu ersetzen.

Der Zuschauer wird eingeladen sich auf eine turbulente, liebestolle, hysterische, hemmungslose, schaumgeladene, überstürzte, frivole, unvorhersehbare und vor allem rundum lustige "Ladys Night" zu freuen. Und das darf er. Das Stück lebt von der schauspielerischen Leistung und dem Wortwitz der Akteure. Überzeugend mimt "Senioren-Barbie", alias Alexandra Neumeier, die wollüstige Nymphomanin, die den Männern an die Wäsche geht.

Alexander Welz geht in der Rolle des Bankräubers auf und wünscht sich von seinem Enkel Max zum Uropa gemacht zu werden. "Denn wenn es kaum noch Kinder gibt, kommen auf einen Falschparker drei Rentner, die ihn anzeigen", ermahnt er ihn.

Die Friseuse (gespielt von Ulrike Beetz) verwechselt er mit der mannstollen Senioren-Barbie, was zu einer frivolen Unterhaltung führt. Er möge es "kurz und gepflegt", denn: "solange lass ich es nicht mehr hängen", lässt er die im Bad wartende Nymphomanin wissen.

Johannes Schmied spielte den einfältigen Hausmeister, der mit seinen Sprüchen in gleich mehrere Fettnäpfchen trat: "Mühsam ernährt sich das Einhorn", wusste er, oder "Lügen haben schiefe Beine". Am Ende lässt er sich von Opa Archie zu einem Nebenjob überreden. Er soll als Fluchtfahrer bei seinem nächsten Coup fungieren, wenn Archie die Raiffeisenbank von Hofheim ausgeraubt hat.

Die Zuschauer quittierten die Vorstellung mit anhaltendem Applaus. Es spielen: Benjamin Saal (Erster Vorsitzender von TheatrHOH), Melanie Saal, Alexandra Neumeier, Alexander Welz, Ulrike Beetz, Johannes Schmied, Brigitte Schubart und Ann-Katrin Heusinger. Regie führen Annette Dorn und Patrizia Liguori.

Kartenvorbestellungen sind möglich per E-Mail: [email protected] oder unter Tel.: 0151-59974999. Der Eintritt kostet neun Euro. Weitere Vorstellungen finden am 6. und 7. August um 19.30 Uhr statt. Auch Bewirtung wird angeboten. Es wird bei jedem Wetter gespielt. Daher ist regenfeste Kleidung unter Umständen hilfreich.

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