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Trump-Demo in Washington - Die Angst vorm zweiten Kapitol-Sturm

Knapp acht Monate nach der Sturm auf das US-Kapitol wollen Anhänger von Ex-US-Präsident Donald Trump (75) wieder vor dem Kongress in der Hauptstadt aufmarschieren. Für den heutigen Samstag (18 Uhr deutscher Zeit) ist eine Demonstration zur Unterstützung von angeklagten Randalierern geplant, die sich wegen der Erstürmung des Kapitols am 6. Januar vor Gericht verantworten müssen.

Eine große Sorge treibt nun die Menschen in der Hauptstadt um: Könnte es wieder zu Ausschreitungen kommen?

Nach Polizeiangaben haben die Veranstalter 700 Teilnehmer für die Demo mit dem Namen „Gerechtigkeit für J6“ angemeldet. Die Polizei des Kapitols hat sich nach eigenen Angaben auf verschiedene Szenarien vorbereitet und auch für mögliche Gewalt gewappnet.

So wurde das Gelände um das Kapitol vorsorglich abgeriegelt und wieder ein Zaun hochgezogen, der nach der Attacke errichtet und vor zwei Monaten wieder abgebaut worden war. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums halten sich 100 Mitglieder der Nationalgarde bereit für den Fall, dass die Kapitol-Polizei Unterstützung anfordern sollte.

Der Chef der Kapitol-Polizei, Tom Manger, der erst im Juli seinen Posten angetreten hat, sagte, es gebe Hinweise auf mögliche Bedrohungen rund um die Demonstration. Ob diese glaubhaft seien, sei schwer zu sagen. Aber auch vor der gewaltsamen Erstürmung des Kapitols Anfang Januar habe es ähnliches Online-Gerede gegeben. „Also gehen wir kein Risiko ein.“

Drei Gruppen würden Gegendemonstrationen planen, sagte Manger weiter. Sollte es zu Gewalt kommen, so sei es aus seiner Sicht das wahrscheinlichste Szenario, dass es zu Zusammenstößen mit jenen Gegendemonstranten kommen könnte. Man tue aber alles, um das zu vermeiden.

Vorsorglich abgeriegelt: das Kapitol in Washington
Vorsorglich abgeriegelt: das Kapitol in WashingtonFoto: Lenin Nolly/dpa

Organisator der Solidaritätskundgebung für die angeklagten Randalierer ist ein früherer Mitarbeiter von Trumps Wahlkampfteam, Matt Braynard. Er sagte am Freitag, er und seine Mitstreiter lehnten Gewalt konsequent ab. Wer bei der Attacke auf das Kapitol Gewalt angewendet oder Sachbeschädigung begangen habe, müsse sich dafür verantworten. Seine Gruppe setze sich aber für jene ein, denen weder tätliche Übergriffe noch Sachbeschädigung vorgeworfen werde, die von den Strafverfolgungsbehörden aber mit unverhältnismäßiger Härte behandelt und als „politische Gefangene“ festgehalten würden.

Auch Trump selbst hatte sich vor wenigen Tagen öffentlich solidarisch mit jenen gezeigt, die im Zusammenhang mit dem 6. Januar „so unfair verfolgt“ würden. Kritiker werteten das erneut als Versuch, die Stimmung anzuheizen.

Trump-Anhänger hatten den Kongresssitz in der US-Hauptstadt am 6. Januar 2021 gewaltsam erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist.

Die beispiellose Attacke auf das Herzstück der US-Demokratie löste damals national wie international einen Schock aus. Trump musste sich wegen des Angriffs einem Amtsenthebungsverfahren stellen, weil er seine Anhänger zuvor bei einer Kundgebung aufgestachelt hatte. Am Ende des Verfahrens wurde der Republikaner freigesprochen. Die Hintergründe des Angriffs werden im Kongress weiter untersucht.

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