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Überfülltes Tierheim in München-Riem: Wie Promis stillen Corona-Opfern helfen

Dem Tierheim München fehlt es an Platz: Wegen Corona haben sich Menschen ein Haustier angeschafft, das sie wieder loswerden wollen. Nina Ruge und Jochen Bendel machen auf diese Misere aufmerksam.

München - 1200 Tiere leben derzeit im Tierheim München. Und es werden immer mehr. „Wir haben einen Tierstau“, sagt Kristina Berchtold, die Sprecherin des Heims. Hunde und Katzen als Corona-Opfer – das bereitet auch Nina Ruge Sorgen. Als Botschafterin der Kampagne #purinahilft macht die prominente Tierliebhaberin zusammen mit TV-Moderator Jochen Bendel auf diese katastrophalen Zustände aufmerksam.

Wegen Corona boomte der Haustiermarkt zunächst. „Viele hatten wegen Lockdown und Homeoffice mehr Zeit und haben sich unüberlegt ein Tier angeschafft“, sagt Berchtold. „Manche haben sich sogar einen Hund zugelegt, um Ausgangsbeschränkungen zu umgehen“, ergänzt Ruge. Jetzt wollen viele ihre Tiere wieder loswerden. Es gibt bereits einen Aufnahmestopp für Hunde und Katzen. Die Wartelisten sind lang. Nur absolute Notfälle kann das Tierheim noch unterbringen.

München: Zahlreiche Corona-Opfer im Tierheim - Viele Menschen haben sich übernommen

Dabei geht es längst nicht mehr nur um Vierbeiner. „Viele haben sich Hühner und Hähne angeschafft und sich übernommen“, so Berchtold. Insgesamt 13 Hähne, 22 Hühner, sechs Enten und andere Wildvögel gibt es im Heim. Rund 400 Mäuse wurden aus einem anderen Haushalt abgegeben. Schon länger hat das Tierheim in München-Riem Alarm geschlagen*.

Nina Ruge setzt sich für Tiere ein. Auch Moderator Jochen Bendel versteht sich auf Anhieb mit dem fünf Monate alten Rüden Ernie.

Tierheim München-Riem: Promis richten Appell wegen Corona-Opfern

Auch Hund Ernie ist ein tierisches Corona-Opfer und sucht ein neues Zuhause. Der fünf Monate alte Fundhund wurde mutmaßlich ausgesetzt. „Das ist verantwortungslos“, wettert die Sprecherin des Heims. „Die Leute sollten sich gut überlegen, ob sie die Bedürfnisse der Tiere erfüllen können.“ Trotzdem findet Ruge: „Ein Leben ohne Tier ist vorstellbar, aber sinnlos – wenn man genug Zeit und Geld hat.“ Sie ist große Tierliebhaberin und hat selbst Katzen und Hunde. 2008 wurde der Endlebucher-Sennhund Lupo ihr erstes vierbeiniges Familienmitglied. Drei Jahre später kam der Schweizer Sennenhund Simba dazu. Darauf folgte Hund Vroni.

Und Ruge besitzt nicht nur Hunde. Vor drei Jahren rettete sie die Katzen Neko und Toka. Ihre Besitzer konnten sich nicht mehr um die Tiere kümmern. Außerdem hat Ruge fünf Wildkatzen. Ein Leben ohne ihre Haustiere? Unvorstellbar! Sie hofft, dass die „Corona-Opfer“ im Tierheim bald vermittelt werden. „Geht ins Tierheim! Dort findet ihr das perfekte Haustier“, rät sie und hat noch einen Tipp: „Geht nicht nach der Optik. Der Charakter zählt.“ Dem kann Berchtold nur zustimmen. „Ich wünsche mir, dass die Leute auch Mängel zulassen und nicht nur süße Welpen.“ *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Michaela Rehle

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